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Jochen Reil bemängelt Zweikampfverhalten seiner Elf

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Enttäuscht: Stefan Mauerkirchner und der SBC Traunstein mussten in Ismaning eine 0:2-Niederlage hinnehmen. (Foto: Weitz)

FC Ismaning: Preußer, Buch, Beck, Siedlitzki, Fischer (ab 78. Aladdinoglu), Stijepic (ab 86. Da Costa Barros), Auerweck, Vidovic (ab 75. Demiri), Ehret, Killer, Steinacher.


SB Chiemgau Traunstein: Ndiaye, Köppl, Thudt, Berz (ab 60. Marchl), Schön, Mauerkirchner, Probst, Willberger, Höhensteiger (ab 83. Tahir), Daniel, Kennedy.

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Schiedsrichter: Krettek (SC Ried/Neuburg).

Zuschauer: 100.

Tore: 1:0 Killer (5.), 2:0 Auerweck (77.).

Der Fußball-Landesligist SB Chiemgau Traunstein hat die erste Niederlage unter dem neuen Trainer Jochen Reil kassiert: Beim Tabellenzweiten FC Ismaning, wo auf einem guten, großen Kunstrasenplatz gespielt wurde, mussten sich die Mannen um Kapitän Tobias Berz mit 0:2 (0:1) geschlagen geben. Zuvor hatte Reil in vier Herbstrunden-Spielen tolle zehn Punkte mit dem SBC »herangeschaufelt«.

»Wir haben nicht so gut ins Spiel gefunden, wie ich mir das vorgestellt hatte«, analysierte der Traunsteiner Trainer, »mit einigen Positionen war ich nicht zufrieden.« Auch das Zweikampfverhalten seiner Kicker bemängelte Reil: »Wir haben wichtige Zweikämpfe nicht immer zum richtigen Zeitpunkt geführt«, sagte er. Im Klartext heißt das: Seine Leute waren zu weit weg von den flexibel agierenden, besonders in der Anfangsphase sehr druckvoll spielenden Hausherren.

So ließ auch die 1:0-Führung des Titelanwärters – Reil: »Ich finde Ismaning sogar stärker als Tabellenführer Deisenhofen« – nicht lange auf sich warten: Es lief die fünfte Minute, als ein abgefälschter 16-Meter-Schuss von Tobias Killer den Weg ins Traunsteiner Netz fand – keine Abwehrchance für Torhüter Issa Ndiaye. »Ein äußerst unglückliches Billardtor«, klagte SBC-Pressesprecher Peter Mallmann. Das Chancenverhältnis in der ersten Halbzeit lautete 5:3 für den FCI, »doch hundertprozentige Möglichkeiten waren das auf beiden Seiten nicht«, meinte Reil.

Die besten Offensivaktionen des SBC im ersten Durchgang hatten Stefan Mauerkirchner, Maxi Probst (unter anderem mit einem Freistoß über den Winkel) und Waldemar Daniel. Doch ihnen gelang es nicht, den Ex-Rosenheimer im Ismaninger Kasten, Florian Preußer, zu überwinden.

Nach dem Seitenwechsel wurden die Traunsteiner »wesentlich frecher«, so Mallmann, und erspielten sich Ausgleichsmöglichkeiten durch Probst, Mauerkirchner und »Jogi« Thudt, dessen Abschluss in guter Position etwas missriet. Auf der Gegenseite krachte ein Versuch von Bastian Fischer ans Gebälk. In der 77. Minute war das 2:0 für die Truppe von Trainer Xhevat Muriqi fällig: Im Anschluss an eine verlängerte Ecke war es der frühere Unterhachinger U-19-Bundesliga-Kicker Alexander Auerweck, der das Leder vom langen Pfosten in die Maschen jagte.

Damit war natürlich eine Vorentscheidung gefallen, wenngleich die Gäste nicht aufsteckten und wenig später sogar ihre größte Möglichkeit an diesem Nachmittag kreierten: Über den eingewechselten Davut Tahir, Mauerkirchner und Probst kam der Ball zu Patrick Schön, der das Leder aus kurzer Distanz nicht im Ismaninger Kasten unterbrachte (82.). »Ich hätte mir gerne angeschaut, was passiert wäre, wenn wir in dieser Szene den 1:2-Anschluss geschafft hätten«, ärgerte sich Reil über diese vergebene Großchance.

Geärgert hat sich der SBC-Trainer auch über die späte Ankunftszeit am Spielort: »Wir hatten zwar einen Puffer eingeplant, haben aber dann doch zweieinhalb Stunden gebraucht und waren erst 40 Minuten vor der eigentlichen Anstoßzeit da«, erklärt der Edlinger. Der Schiedsrichter räumte den Traunsteinern dann noch etwas Zeit ein und pfiff erst um 14.45 Uhr (statt 14.30 Uhr) an, »eine optimale Spielvorbereitung war das jedoch nicht, auch wenn das keine Ausrede sein soll«, sagte Reil.

Für ihn und seine Schützlinge geht es nun mit drei Begegnungen binnen zehn Tagen weiter: Am kommenden Samstag, 15 Uhr, gastiert der FC Gerolfing (überraschte am Samstag mit einem 1:0-Sieg über Liga-Primus FC Deisenhofen) im Jakob-Schaumaier-Sportpark, am Samstag, 26. März, muss der SBC beim ASV Dachau ran, und am Ostermontag, 28. März, um 14 Uhr steht in Traunstein das Nachholspiel gegen den VfB Hallbergmoos-Goldach auf dem Plan. In diesen Partien sollte man möglichst rasch die 30-Punkte-Marke knacken – derzeit hat man 28 Zähler auf dem Konto – und somit die nächsten Schritte in Richtung Ligaverbleib unternehmen. cs