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Jetzt ist es amtlich: Yunus Karayün wechselt zum SB Chiemgau

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Yunus Karayün – hier noch im Trikot des SV Kirchanschöring – wechselt zum SB Chiemgau und soll die junge Mannschaft der Traunsteiner anführen. (Foto: Butzhammer)

Der SB Chiemgau Traunstein bastelt weiter eifrig an seinem Kader für die neue Saison in der Fußball-Landesliga Südost – und hat dabei einen echten Kracher an Land gezogen. SBC-Abteilungsleiter Rainer Hörgl konnte am Mittwoch nämlich in Sachen Yunus Karayün Vollzug melden. Der ehemalige Spielertrainer des SV Kirchanschöring trägt nun also ab sofort das Trikot der Traunsteiner. »Es freut mich sehr, dass wir Yunus für uns gewinnen konnten. Er wird für unsere junge Mannschaft von seiner Erfahrung, von seiner Position und von seiner Qualität her ein ganz wichtiger Spieler werden«, betonte Hörgl.


»Möchte erfolgreich spielen«

Der 32 Jahre alte Österreicher mit türkischen Wurzeln, der seine Fußballer-Ausbildung beim FC Kufstein und im Jugendzentrum des FC Bayern München absolvierte, später unter anderem in Kufstein, bei 1860 Rosenheim, Wacker Burghausen und Hannover 96 II kickte, freut sich sehr auf seine neue Aufgabe in Traunstein. »Ich möchte meine Erfahrung an die jungen Spieler weitergeben und natürlich selber auch erfolgreich spielen«, betonte Karayün, der zuletzt ein halbes Jahr pausierte. »Das hat richtig gut getan, auch mal Abstand zu nehmen.«

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Yunus Karayün hat in den ersten Trainingseinheiten mit seiner neuen Mannschaft auch gleich einen positiven Eindruck bekommen. »Der Stamm der Mannschaft ist ja noch da, zudem sind viele Spieler mit Potenziel hier.« Allerdings warnte er vor zu hohen Anfangserwartungen. »Das Team ist neu zusammengewürfelt. Wir werden sicherlich eine Anlaufzeit brauchen.« Aber dann sei durchaus auch alles möglich«, betonte der erfahrene Fußballer. »Die Bedingungen in Traunstein sind jedenfalls super.«

Neu dabei beim SB Chiemgau sind auch die Torhüter Soma Orban und Marc Richter sowie Stürmer Moritz Seban. Zudem rückten aus dem Kader der Zweiten Mannschaft Felix Maaßen, Maximilian Fenninger und Mateusz Galanek ja wieder auf. Von der eigenen A-Jugend kamen Kurt Weixler, Florian Mayer und Philipp Matz dazu.

Auch die fünf jungen Kanadier treffen diese Woche nach und nach in Traunstein ein. Noah Hrdlicka (17 Jahre/Abwehr), Ethan Monaghan (19 Jahre/Mittelfeld), Kayden Miner (18 Jahre/Mittelfeld), Alexander Irwin (18 Jahre/Abwehr) und Koby Greaves (18 Jahre/Mittelfeld) sollen laut SBC-Trainer Miroslav Polak »so schnell wie möglich integriert werden«. Irwin kam bereits Anfang der Woche und trainierte auch schon mit seinem neuen Team.

Bei der ersten Pflichtaufgabe der Saison am heutigen Donnerstag um 19.30 Uhr in der zweiten Qualifikationsrunde des Totopokals beim FC Töging wird er freilich noch nicht zum Einsatz kommen. »Wir dürfen die Jungs jetzt auch nicht überfordern und gleich zu viel von ihnen erwarten«, betonte Hörgl, »sie müssen sich jetzt auch erst einmal akklimatisieren.«

In Töging will sich der SBC laut Polak »so teuer wie möglich verkaufen«. Denn schiebt der Coach hinterher, er könne nicht in Bestbesetzung beim Ligarivalen antreten – unter anderem fallen laut dem Coach Alexander Köberich und Jonas Frisch aus und Stefan Mauerkirchner ist ebenfalls angeschlagen. »Da wollen wir einfach nichts riskieren«, sagte Polak. »Aber wir wollen für eine Überraschung sorgen und ein positives Ergebnis wäre auch wichtig für unsere weitere Arbeit.«

Während Traunstein ja kampflos – Bayernligist TSV Kottern trat zum Spiel nicht an und bekam dafür vom Sportgericht schon eine Geldstrafe aufgebrummt – in die nächste Runde gekommen ist, musste Töging gegen Bayernligist TuS Holzkirchen ran und überzeugte beim 3:2-Sieg. Damit dürfte der FC heute mit breiter Brust auflaufen. Aber auch Yunus Karayün wird heute zu seinem ersten Einsatz für den SB Chiemgau kommen und geht motiviert ins Spiel. »Ich freue mich sehr drauf«, sagte er.

Am Samstag wird zuhause getestet

Der SBC testet dann am Samstag gleich weiter. Dort wird um 19 Uhr im Jakob-Schaumaier-Sportpark das Heimspiel gegen den SAK Salzburg angepfiffen. Für Polak, der ja in Salzburg wohnt und dort die vergangenen Jahre als Trainer und Sportdirektor aktiv gewesen ist, ist es ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten und »ein weiterer guter Test in der kurzen Vorbereitungszeit«. Das erste Ligaspiel steht ja bereits am Samstag, 14. Juli, um 17 Uhr bei der SpVgg Landshut auf dem Programm.

Miroslav Polak bittet die SBC-Fans auf jeden Fall um ein wenig mehr Geduld. »Die kurze Vorbereitung ist sicherlich kein Vorteil für uns. Aber ich möchte nicht jammern, sondern freue mich auf jedes Training und jedes Spiel mit der Mannschaft. Und die ist ebenfalls sehr motiviert.« SB

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