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»Jeder kommt gerne an den Norisring«

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Sie jagen sich nicht nur im Grenzlandcup gegenseitig, sondern gehen in der Österreichischen Meisterschaft auch auf die Jagd auf die drei Führenden: Steffi Köberle (Nummer 911) und Kim Adlhart (Nummer 97). (Foto: supermotogirls.de)

Großeinsatz für die heimischen Motorsportler an diesem Wochenende: Gleich vier von ihnen gehen diesmal auf der Rundstrecke an den Start, zudem geht es für die Fridolfingerin Steffi Köberle beim 3. Lauf zur Österreichischen Supermoto-Meisterschaft zur Sache.


Flott auf dem Motorrad unterwegs ist auch der Ainringer Philipp Öttl: Der 19-Jährige holte zuletzt in Barcelona beim Lauf zur Motorrad-Weltmeisterschaft in der Moto-3-Klasse den zehnten Platz und will daran nun beim Grand Prix von Assen (Niederlande) anknüpfen. Der Kurs scheint ihm zu liegen, denn 2009 hatte er dort im ADAC Junior Cup sein erstes Straßenrennen gewonnen. Auch im Red Bull Moto GP Rookies Cup stand er zweimal auf dem Podium. Im Vorjahr holte er sich mit Rang 15 einen WM-Punkt. Nun wünscht sich der KTM-Pilot ein ähnliches Ergebnis wie in Barcelona, denn mit einem Top-Ten-Platz könnte er in der Gesamtwertung (derzeit 17. Platz) dann unter die besten 15 vorrücken.

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Die 17-jährige Steffi Köberle geht bei dem Rennen in Himberg vor den Toren Wiens in der S-Junioren-Klasse mit ihrem KTM-Motorrad ins Rennen. In dieser Klasse führt der Steirer Markus Larcher vor dem Oberösterreicher Maximilian Kofler und Dominic Lehner. Dahinter folgen Köberle und Kim Adlhart, die den drei führenden männlichen Kollegen an der Spitze wieder mächtig einheizen wollen.

Vierter Platz in der Gesamtwertung

Ebenfalls »Frauenpower« aus Bayern ist in Großbritannien angesagt. Dort fährt Sophia Flörsch aus dem Bereich des ADAC Südbayern bei der Junioren-Tourenwagen-Meisterschaft für 14- bis 17-Jährige mit. Und das bislang mit Erfolg: Die 14-Jährige aus Grünwald nimmt in der Gesamtwertung den vierten Platz (163 Punkte) ein. In Oulton Park kam sie zuletzt in beiden Rennen ebenfalls jeweils auf Rang vier, obwohl sie mit technischen Problemen zu kämpfen hatte. Zudem »bin ich in der ersten Runde einfach zu defensiv gefahren«, zeigte sich Flörsch nach dem zweiten Lauf selbstkritisch.

Sie rückte zwar bald auf den vierten Platz vor, doch danach wurde wegen eines Unfalls bis zum Rennende hinter dem Safetycar gefahren. »Nach meinem Doppelsieg in Thruxton hatte ich mir mehr erhofft«, bedauert Flörsch, die dennoch begeistert war: Schließlich waren gut 60 000 Zuschauer an der Rennstrecke, und vor dem Rennen durfte sie gleich drei Stunden lang Autogramme geben – das hatte sie noch nie erlebt.

Nun hofft sie auf dem Croft Circuit in Dalton on Tees (North Yorkshire/Großbritannien) ebenfalls auf flotte Fahrten mit ihrer Ginetta G 40. Die Rennen finden am Samstag (17.45 Uhr) und Sonntag (13.30 Uhr) statt.

Ebenfalls international gefragt ist der Kirchanschöringer Christopher Haase. Mit dem Team Paul Miller Racing führt er derzeit in der USCC-Serie (United Sportscar Championship) in den USA sogar die Fahrer- und Teamgesamtwertung an. Diesmal sind Haase und sein Teamkollege Dion von Moltke in ihrem Audi R8 LMS bei den sechs Stunden von Watkins Glen (USA) gefordert.

BMW und Mercedes hoffen auf neue Reifen

Noch nicht nach Wunsch lief bislang im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) für die BMW-Teams – darunter auch das Freilassinger Team Schnitzer, für das der Rosenheimer Routinier Martin Tomczyk fährt. Das lag unter anderem daran, dass die Teams andere Reifen als in der Vorsaison bekamen. Nun gibt es wieder die Reifen wie im Jahr 2014 – und das lässt BMW und Mercedes hoffen, die bislang dominierenden Audi-Piloten attackieren zu können.

Die Vorfreude ist bei Tomczyk und seinen Kollegen jedoch auch aus anderen Gründen groß: »Jeder kommt gerne an den Norisring. Es ist einfach immer wieder ein tolles Spektakel. Wenn du dann im Auto sitzt und die einmalige Atmosphäre an der Strecke mitbekommst, dann ist das immer wieder sensationell«, freut sich der 33-Jährige.

Vorfreude auf »bayerisches Heimrennen«

Er ist als Gesamtzwölfter bislang zweitbeste der insgesamt acht BMW-Piloten im Feld. Auch sein Teamchef Charly Lamm freut sich auf das Rennen auf den Stadtkurs: »Nach einem schwierigen Start in die Saison freuen wir uns auf die enthusiastischen Fans, die einzigartige Atmosphäre und die Tradition bei unserem bayerischen Heimrennen.«

Lamm erklärt auch die Anforderungen: »Die Bedeutung des Set-ups ist wegen der welligen Fahrbahn und der vielen Unebenheiten hoch. Zudem stellt der Kurs enorme Anforderungen an die Bremsen.« Da sind nicht nur die Fahrer, sondern auch die Teams hart gefordert. who