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Inzeller Eisschnelllauf-Nachwuchs mit starker Vorstellungen in Kienbaum

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Inzell - DEC Inzell
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Flott unterwegs: Der Inzeller Thomas Schmaus gewann in seiner Klasse. (Foto: Wukits)

Einen ersten und richtungsweisenden Leistungsnachweis mussten die jungen Eisschnellläufer des DEC Inzell hinter sich bringen. Beim sogenannten Athletiktest im Trainingszentrum Kienbaum traten sieben Nachwuchssportler der Trainingsgruppe von Andreas Kraus an. Die Erfüllung der Normen ist ausschlaggebend für die Kaderberufung und die Nominierung für internationale Wettkämpfe.


»Ich bin mit meinen Sportlern sehr zufrieden, sie haben tolle Leistungen abgeliefert«, freut sich Andreas Kraus. So bestanden die Tests bei den Mädchen Maira Jasch, Anna Ostlender sowie Leonie und Nina Mayerhofer und bei den Buben Thomas Schmaus und Felix Motschmann. Nur Annika Letteboer schaffte die Kriterien nicht. »Sie hat etwas Pech gehabt«, bedauerte ihr Trainer das Ergebnis.

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Die jungen Sportler mussten ihr Können unter anderem in der Schnelligkeit, Koordination, Ausdauer und Sprung unter Beweis stellen. Am Ende stand ein Rennen über 1500- bzw. 3000 Meter auf dem Programm. Den ersten Platz in seiner Altersklasse (C 2) erreichte Thomas Schmaus vor Felix Motschmann. Dritte wurde Anna Ostlender in der B 2. Jeweils einen vierten Rang eroberten Maira Jasch (C 1) und Leoni Mayerhofer (C 2), Nina Mayerhofer wurde sechste. »Das ist der Beweis, dass wir im Sommer gut gearbeitet haben. Einige Sachen haben wir wegen der Überprüfung speziell trainiert«, verriet Kraus.

Neben den guten Leistungen der Mädchen sprach der Trainer von einer »beeindruckenden Vorstellung« von Thomas Schmaus und Felix Motschmann. Motschmann ist im Frühjahr von Ottobrunn nach Inzell gewechselt. Dort findet er ein gutes Niveau vor.

»Hier hat er eine Top-Eisqualität, einen Kraftraum und er kann die Schule am CJD in Berchtesgaden besuchen. Dadurch kann er gezielt trainieren und mit dem Tommi hat er einen starken Trainingspartner«, weiß Kraus. Schmaus und Motschmann sind seit geraumer Zeit starke Gegner in ihrer Altersklasse und geben auch international den Ton an. Zuletzt gewann Schmaus das berühmte Viking Race in Heerenveen vor Motschmann.

»Ich denke, da profitieren beide jetzt ganz gut. Die Stärken von Tommi liegen in seiner Schnelligkeit über die kurzen Strecken. Der Felix hat eine große Ausdauer, das ist gut für lange Strecken«, beschreibt es ihr Trainer. So sehen es auch die beiden Sportler. »Alles ist hier neu für mich. Ich komme von der Großstadt aufs Land, das ist schon eine Umstellung. Es ist viel ruhiger, trotzdem ist das Freizeitangebot ganz gut«, so Felix Motschmann. In Ottobrunn hatte er in seiner Gruppe nur ein Mädchen als Partnerin. In Inzell ist die Gruppe weitaus größer.

»Das macht viel mehr Spaß und der Tommi fordert mich richtig. Natürlich sind wir im Wettkampf Rivalen«, so der 14-Jährige – und schickt gleich eine Kampfansage an seinen ein Jahr älteren Kollegen: »In dieser Saison will ich das Viking Race gewinnen.« Dieses Ziel hat Thomas Schmaus auch. »Dieses Mal wird es aber schwieriger. Die Strecken sind länger, zuletzt hatten wir nur Sprintstrecken. Das war ein Vorteil. Es könnte also knapp werden«, schmunzelt Schmaus. »Ich finde es toll, dass der Felix jetzt in Inzell ist. In den vergangenen Jahren hat mir so ein Trainingspartner gefehlt. Wir unternehmen auch privat einiges.«

Für Felix Motschmann und Thomas Schmaus ist Andreas Kraus der perfekte Trainer. »Er ist immer auf dem Eis und läuft hinter uns her. Er korrigiert uns bei jedem Fehler«, verrät Schmaus. Er fügt lachend hinzu: »Wenn wir Gas geben, dann kommt er nicht mehr hinterher« – das mag etwas heißen, schließlich war Kraus in seiner Zeit als aktiver Eisschnellläufer ein sehr schneller Sprinter. Einen Traum haben beide jungen Kufenflitzer. »Wir würden gerne zusammen mal bei Olympia starten. Das wäre eine große Ehre für uns«, meint Felix Motschmann. SHu