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Inzeller Eisschnellläufer möchten den Heimvorteil nutzen

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Trainer Danny Leger (rechts) ist zuversichtlich, dass seine Schützlinge Roxanne Dufter (von links), Gabi Hirschbichler, Joel Dufter und Leia Behlau bei den Deutschen Einzelstreckenmeisterschaften gut abschneiden werden. (Foto: Wukits)

Für die Eisschnellläufer der Inzeller Trainingsgruppe von Danny Leger stehen von Freitag bis Sonntag die deutschen Einzelstreckenmeisterschaften auf dem Programm. Am Start in der heimischen Max-Aicher-Arena sind Roxanne und Joel Dufter und Gabi Hirschbichler sowie Leia Behlau. Nicht mehr dabei sind Moritz Geisreiter und Hubert Hirschbichler. Sie haben ihre Karriere beendet.


»Die Meisterschaften sind sehr wichtig. Sie zählen zur Qualifikation für den ersten Weltcup-Block Ende des Jahres«, betont Trainer Danny Leger. Deswegen haben er und sein Team über den Sommer ein umfangreiches Trainingsprogramm absolviert. Dabei hat ihnen auch das außergewöhnlich schöne Wetter in die Karten gespielt. »Wir haben viel im Freien unternehmen können, das ist eine zusätzliche Motivation gewesen.«

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Die Heim-WM im Februar ist der absolute Höhepunkt

In diesem Wettkampfwinter ist für Leger die Heim-Weltmeisterschaft im Februar das absolute Highlight. Deswegen ist die Qualifikation für den Weltcup gleich doppelt wichtig. »Die Anspannung bei den Sportlern steigt natürlich und ich bin mir sicher, dass meine drei WM-Kandidaten eine gute Performance abliefern werden«, zeigt sich der Trainer überzeugt.

Allerdings lief die Vorbereitung vor allem zuletzt bei den Dufters und Gabi Hirschbichler sehr unterschiedlich. Den besten Eindruck hat Joel Dufter hinterlassen. »Er hat alle seine Einheiten umsetzen können. Derzeit ist er ein wenig müde, das wird sich bis zur Meisterschaft aber legen«, sagt Leger.

»Bei der ,Deutschen' sollte man auf einen guten Stand sein«, das weiß auch Joel Dufter. Der 23-Jährige hat einen ordentlichen Saisoneinstieg, allerdings waren die Zeiten in den Testrennen noch nicht übermäßig schnell. »Ich brauche meine Rennen, um in Fahrt zu kommen. Bis zum Freitag bekomme ich das aber hin«, hebt der Sportler hervor.

Großes Ziel ist natürlich die WM in der heimischen Arena. »Sie schwebt im Hinterkopf, es ist aber noch ein langer Weg dorthin.« Auf dem Weg zum Training werden er und seine Trainingsgruppe aber täglich an das Großereignis erinnert. »Wir fahren ja immer an dem Plakat vorbei«, lacht er. Nach den Olympischen Spielen im Frühjahr in Südkorea wäre die WM das nächste Highlight in seiner jungen Karriere.

Nach Olympia hat Danny Leger das Training etwas umgestellt. »Die Einheiten werden anders gestaltet. Wir wollen damit einen höheren und intensiveren Trainingseffekt«, lässt er durchblicken. Etwas das Sorgenkind war zuletzt Gabi Hirschbichler. Die 34-Jährige hatte laut ihres Trainers zuletzt große Probleme im gesundheitlichen und muskulären Bereich. »Ich habe mir große Sorgen gemacht, zum Glück hat sie sich an den vergangenen Tagen aus dem Loch herausgezogen. Sie ist in den Tests zuletzt gute Zeiten gelaufen.«

Das ist für die bald 35-Jährige wichtig, gibt sie zu. »Ich hoffe, dass ich die Qualifikation für den Weltcup schaffe. In den letzten sechs Wochen hat es mich sauber gefuchst, es hat da und dort gezwickt. Es wird aber von Tag zu Tag besser«, meint sie zufrieden. Sie sieht die Teilnahme am Weltcup als erste Hürde für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft. Nach der Teilnahme an der WM 2011 in der Max-Aicher-Arena wäre es ihre zweite auf heimischen Eis. Ob sie nach der WM ihre Karriere beendet, lässt sie offen. »Ich will mir jetzt da keinen Druck machen, dazu liebe ich meinen Sport viel zu sehr.«

Auch Roxanne Dufter hat die WM als großes Saisonziel fest im Blick. Nach ihrer Krankheit bei Olympia hat die 26-Jährige auch in der Vorbereitung gesundheitliche Probleme gehabt, mittlerweile ist aber alles ausgestanden. »Bisher bin ich sehr zufrieden. Ich habe einige Läufe aus dem Training heraus bestritten. Bei der Deutschen Meisterschaft will ich saubere Läufe abliefern, dann steht einem guten Ergebnis nichts im Weg«, so die Rechnung der Eisschnellläuferin. »Zusammen mit dem Bruder die ,WM-dahoam' wäre natürlich schon ein Traum«, fügt sie hinzu. »Sie hat sich wieder richtig erholt und wird am Wochenende eine gute Rolle spielen. Bei den Testrennen zuletzt hat sie gut abgeschnitten«, sagt Leger.

Leia Behlau macht große Fortschritte

Erfreut ist der Trainer über die Entwicklung von Leia Behlau. Die 22-Jährige ist im Frühjahr von Erfurt nach Inzell gewechselt. »Physisch und körperlich passt alles, aber sie hat noch technische Probleme. Daran müssen wir arbeiten, damit sie international konkurrenzfähig wird. Die sechs Monate bei mir hier im Training reichen aber nicht, um gleich Weltspitze zu sein.«

Das sieht auch die 22-Jährige so. »Für mich geht es von Wettkampf zu Wettkampf, um die technischen Dinge umzusetzen. Wir schauen auch nicht so auf die Zeiten. Danny hat das Training gut für mich angepasst. Ich kann mich auch an Gabi und Roxanne orientieren und bei Joel vieles an Technik abschauen. Das ist eine tolle Trainingsgruppe für mich.« SHu