weather-image
27°

Inzell will gegen den »Angstgegner« bestehen

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Inzells Fabian Zeidler (rechts) soll seine Mannschaft auch gegen den TSV Berchtesgaden zum Sieg schießen. Andreas Stadler steht mit dem TSV Fridolfing vor einem schweren Heimspiel gegen den SC Anger. (Foto: Wirth)

Im Kampf um die Tabellenspitze der Fußball-Kreisklasse IV steht der SC Inzell am Samstag vor der vermeintlich einfacheren Aufgabe als Spitzenreiter BSC Surheim: Der Tabellenzweite ist um 15 Uhr beim TSV Berchtesgaden (12. Platz/3 Punkte) zu Gast. Während die Gastgeber erst ein Spiel gewonnen haben, sind die Inzeller immer noch ungeschlagen und haben erst vier Gegentreffer kassiert – das ist Bestwert in der Liga.


Trotzdem warnt Inzells Trainer Jürgen Biermaier davor, die Gastgeber zu unterschätzen: »Berchtesgaden ist unser Angstgegner«, sagt er. Trotzdem will seine Mannschaft ohne Angst beim TSV antreten. »Wir stehen heuer gut«, betont Jürgen Biermaier, der auch in Berchtesgaden auf eine stabile Defensive seiner Mannschaft hofft. Mit Fabian Zeidler (11 Tore) und Michel Hernandez (7) hat Inzell zudem zwei erfolgreiche Offensivkräfte in den Reihen, die Inzell zum siebten Sieg schießen sollen.

Anzeige

Nur einen Treffer mehr als Inzell musste Tabellenführer Surheim (19 Punkte) einstecken – hat dafür aber auch ein Tor mehr geschossen. Zuletzt gab es ein knappes 3:2 beim SC Anger, am Samstag um 15 Uhr soll der nächste Sieg im Heimspiel gegen den SV Oberteisendorf (5./11) folgen.

»Der Tabellenplatz schüchtert uns nicht ein«

Oberteisendorfs Trainer Andreas Horner ist dennoch zuversichtlich: »Es ist egal, gegen wen wir spielen, weil die Liga relativ ausgeglichen ist«, sagt er. »Surheim zählt zu den Favoriten, aber der Tabellenplatz schüchtert uns nicht ein. Wir wollen in Surheim etwas mitnehmen, ein Punktgewinn ist auf jeden Fall drin.« Der SV Oberteisendorf holte zuletzt mit einem 2:0 einen ungefährdeten Heimsieg gegen den ASV Grassau (9./9).

Der Tabellenneunte will am Samstag um 18 Uhr im Heimspiel gegen den FC Bischofswiesen (11./7) wieder punkten. Bischofswiesen musste am vergangenen Wochenende eine deutliche 2:7-Heimschlappe gegen den ASV Piding (3./14) einstecken.

Der ASV Piding empfängt am heutigen Samstag um 15 Uhr den SV Kirchanschöring II (7./10). Dabei wollen die Pidinger mit einem Sieg dem Spitzenduo weiter auf den Fersen bleiben, bevor es bereits am Donnerstag um 19 Uhr zum direkten Duell mit dem SC Inzell kommt. Piding stellt mit 25 Treffern die erfolgreichste Offensive der Liga, alleine 18 davon gehen auf das Konto von Peter (11) und Hans Freimanner (7).

Nur vier Treffer weniger sind dem SB Chiemgau Traunstein II (8./9) bisher gelungen – zuletzt gab es aber eine deutliche 1:4-Niederlage in Inzell. Immerhin ist der SBC II zu Hause noch ungeschlagen und das soll nach dem Willen von Traunsteins Trainer Gerry Straßhofer auch am heutigen Samstag so bleiben, wenn um 15 Uhr der SV Ruhpolding (10./7) zu Gast ist: »Ruhpolding braucht noch ein bisschen, um in der Liga Fuß zu fassen«, sagt Traunsteins Trainer. »Das wollen wir ausnutzen.«

Dabei hofft er auch auf Unterstützung aus der Ersten Mannschaft, weil beide Teams gerade mit Verletzungssorgen zu kämpfen haben. »Wir haben 16 verletzte Spieler«, erklärt Gerry Straßhofer. »Trotzdem sind wir guter Dinge und wollen weiter fleißig nach vorne spielen.« Unterschätzen dürfe seine Mannschaft die Ruhpoldinger aber nicht – auch wenn der SVR sich am vergangenen Wochenende dem ESV Freilassing II (13./3) mit 2:4 geschlagen geben musste.

Die Freilassinger wollen nach ihrem ersten Saisonsieg am Sonntag um 15 Uhr im Kellerduell gleich nachlegen, wenn sie den SC Vachendorf zu Gast haben. Der SC steht nach sieben Spielen noch ohne Sieg da und belegt mit 2 Punkten den letzten Tabellenplatz der Liga. Am vergangenen Wochenende verlor der SCV allerdings nur knapp mit 2:3 gegen den TSV Fridolfing (6./10).

Wichtiger Auswärtssieg »für die Moral«

»Für die Moral war das ein extrem wichtiger Auswärtssieg«, erklärt Fridolfings Trainer Bernhard Zeif, dessen Mannschaft schon mit 3:0 geführt hatte, am Ende aber noch zittern musste. »Wir müssen versuchen, in Drucksituationen mehr Ruhe in unser Spiel zu bekommen und brauchen mehr Konsequenz in allen Bereichen.«

Das soll bereits am heutigen Samstag um 15 Uhr gelingen, wenn Fridolfing mit einem Sieg mit den Gästen aus Anger (4./13) gleichziehen kann. Bernhard Zeif weiß jedoch, dass das keine einfache Aufgabe ist: »Das wird ein sehr schweres Heimspiel gegen einen starken SC Anger. Wir müssen wie im Vorjahr defensiv mehr investieren, um unser Tor zu schützen.« jom