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Inzell sicherte sich den Relegationsplatz

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So jubeln Sieger: Andi Wieser (links) glänzte als dreifacher Torschütze beim 4:2-Erfolg des SC Inzell über den TSV Fridolfing. Für den SC bedeutete der Sieg die Teilnahme an der Aufstiegs-Relegation. (Foto: Wirth)

Der SC Inzell hat sich gestern Nachmittag durch einen 4:2-Erfolg über den TSV Fridolfing den Aufstiegs-Relegationsplatz in der Fußball-Kreisklasse Gruppe IV gesichert. Überragender Akteur beim TSV war Dominik Oswald, über den nahezu alle Angriffe liefen. Bei Inzell wusste der dreifache Torschütze Andi Wieser zu gefallen, den die Fridolfinger einfach nicht in den Griff bekamen.


Der Beginn war bei beiden Mannschaften schleppend und es schien ein lauer Sommerkick zu werden. Doch ab der 19. Minute wurde den zahlreichen Zuschauern eine tolle Kreisklassenpartie geboten, wenn auch mit Unterstützung der jeweiligen Hintermannschaften. Fabian Zeidler setzte sich auf der rechten Seite durch und wollte den TSV-Torhüter überheben. Der Ball wäre am langen Pfosten vorbeigegangen, doch der mitgelaufene Franz Bauregger schnappte sich das Leder, legte zurück zu Andi Wieser und der knallte das Leder aus 14 Meter unhaltbar zum 1:0 für Inzell ins Netz.

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Zwei Minuten später wäre Fridolfing fast der Ausgleich geglückt, als Sepp Pallauf einen Zuckerpass auf die rechte Seite zu Alex Deubzer spielte, doch der Fridolfinger Stürmer aus vollem Lauf drüber schoss. In der 22. Minute spielten Schaffler und Panitz einen doppelten Doppelpass, ließen die Gäste alt aussehen, aber der Abschluss des Inzeller Kapitäns war etwas zu lasch.

Eine Minute später »klingelte« es zum ersten Mal im Kasten von Sebastian Schwabl. Die Inzeller Abwehr ließ es etwas zu locker angehen, Pallauf bediente auf der rechten Seite Christoph Zeif und der brauchte nur noch zum 1:1 einschieben. Nach 26 Minuten wäre Fridolfing fast in Führung gegangen, doch Schwabl fischte eine Granate von Dominik Oswald aus dem linken Kreuzeck.

Begünstigt durch einen Torwartfehler fiel die erneute Führung der Platzherren. Fabian Zeidler suchte mit einem langen Ball Andi Panitz und der schob das Leder am zu weit heraus stehenden Schlussmann Michael Hass zum 2:1 in die Maschen. Doch praktisch im Gegenzug fiel der erneute Ausgleich. Abermals zog Dominik Oswald aus 20 Meter ab, Schwabl klatschte zwar noch reaktionsschnell zur Seite ab, doch dort stand Christoph Zeif und der schob flach ins rechte Eck zum 2:2 ein.

Die vielen Inzeller Fans mussten bis zur 43. Minute warten, ehe sie abermals jubeln durften. Einen Freistoß von der rechten Seite brachte Michi Schaffler nach innen, doch den Kopfball von Andi Panitz parierte TSV-Tormann Hass mit einem tollen Reflex zur Seite. Andi Wieser schaltete am schnellsten und sorgte aus kurzer Entfernung für das 3:2. Nur eine Minute später versuchte es Schaffler direkt, schoss jedoch um Zentimeter am rechten Kreuzeck vorbei. So ging es mit der knappen Führung der Gastgeber in die Pause.

Zwei Minuten nach dem Wechsel hätte Fabian Zeidler alles klar machen können. Er zog aus 18 Meter ab, jedoch klärte Torhüter Haas mit einer sensationellen Parade zur Ecke. Obwohl das Tempo jetzt nachließ, blieb die Partie nach wie vor sehr spannend. Wissend um die 4:1-Halbzeitführung der Saaldorfer in Chieming musste die Begegnung gegen Fridolfing unbedingt gewonnen werden. Den nächsten Versuch, das Ergebnis zu erhöhen, machte Andi Dießbacher, der auf der rechten Seite ein Solo startete, nach innen zog, doch wieder am starken Fridolfinger Rückhalt Michi Haas scheiterte.

Nach exakt einer Stunde gab es zwei sehenswerte Möglichkeiten auf beiden Seiten. Zunächst zischte ein Distanzschuss von TSV-Spielmacher Dominik Oswald um Zentimeter am linken Pfosten vorbei und im Gegenzug landete ein weiter Abschlag von Sebastian Schwabl direkt bei Fabian Zeidler, der jedoch frei stehend über das Gehäuse schoss. Von nun an sahen die Zuschauer Mittelfeldgeplänkel ohne zwingende Torchancen. Fridolfing gab sich keineswegs auf und bewahrte sportliche Fairness bis zum Abpfiff. Fast wäre ihnen auch in der 81. Minute der Ausgleich gelungen. Einen Eckball durch Dominik Oswald von der rechten Seite köpfte Sepp Pallauf zwar schulmäßig, aber auch knapp über den Querbalken.

Die endgültige Entscheidung mit einem der schönsten Angriffe der ganzen Partie fiel in der vorletzten Spielminute. Michi Schafflers Diagonalpass aus dem eigenen Strafraum landete auf der rechten Seite bei Fabian Zeidler, der tankte sich durch bis zur Grundlinie, legte zurück zu Andi Dießbacher, der wiederum in die Mitte zu Andi Wieser und der wurde mit seinem dritten Treffer und dem ersten »Dreierpack« für den SC Inzell zum »Mann des Spiels«. Mit diesem Erfolg kann sich Inzell nun auf die Relegation am Mittwoch vorbereiten. hw