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Internationaler Nachwuchs überzeugt

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Sie durften stolz auf ihre starken Leistungen sein: die besten Skispringerinnen der S 13 mit (von links) Trine Göpfert (WSV Reit im Winkl), Tia Kodrnja (Slowenien) sowie Laura Pletz (Österreich). (Foto: Hahne)

Starke Leistungen zeigte der internationale Skispringer-Nachwuchs in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena. Beim FIS-Schüler-Grand-Prix, den der SC Ruhpolding für den Deutschen Skiverband (DSV) ausrichtete, waren gut 80 Teilnehmer gemeldet. Sie gingen jeweils auf der 40-Meter-Schanze an den Start.


Dabei überzeugten auch zwei Sportler aus dem Skiverband Chiemgau: Trine Göpfert vom WSV Reit im Winkl wurde bei den Schülerinnen 13 Zweite. Im Feld der 26 Sportler bei den Buben der S 13 belegte Elias Malcher vom SC Ruhpolding den 11. Platz.

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Gemeinsam holten sich zudem Göpfert, Malcher sowie Maximilian Herr und Eric Stolz den dritten Platz im Teamspringen der S 13. Bei den Mannschaften gehörten je ein Mädchen und drei Buben zum Team. Dass hier jeweils ein Mädchen gefordert ist, liegt daran, dass der Ski-Weltverband FIS das Mädchen- und Frauenspringen fördern will. Bei 899,9 Punkten fehlten dem deutschen Quartett nur 2,5 Zähler zu den zweitplatzierten Österreichern (902,4). Ganz vorne lag Slowenien (943,4), das unter anderem von der starken Leistung der S-13-Siegerin Tia Kodrnja (240,9 Punkte) profitierte. Auf die tschechische Mannschaft (4./797,1) hatte das DSV-Quartett über 100 Punkte Vorsprung. Im Team der S 12 lag Slowenien (901,8) vor Tschechien (870,9) und Deutschland (Nathalie Armbruster, Hannes Wenzel, Julius Jahns, Johann Unger/844,9).

Im Einzel sorgte bei den 30 Springern der Schüler 12 der Schweizer Felix Trunz mit 44,5 und 45,5 Metern für die weitesten Sätze – der zweite Sprung kam also dicht an den Schanzenrekord (46,0 m) heran. Da auch die Haltungsnoten gut waren, setzte sich Trunz (254,5) deutlich vor dem slowenischen Duo Benjamin Bedrac (242,2) und Ozbej Vacovnik Kotnik (235,9) an die Spitze. Bester Deutscher war Johann Unger, der mit 213,8 Punkten Zehnter vor Julius Jahn (210,3) wurde.

Bei den elf Schülerinnen der S 12 dominierte die Tschechin Anezka Indrackova, die mit ihren Weiten (40,5/38,0) auf 214,9 Punkte kam. Bei Nathalie Armbruster (34,5/38,5) geriet zwar der erste Sprung etwas kurz, doch dank einer Steigerung im zweiten Durchgang erkämpfte sie sich Platz 2 vor Ursa Vidmar (Slowenien/201,6) sowie Katrin Fischer (189,9).

Bei den Schülern 13 mit 26 Athleten setzte sich der Österreicher Jakob Steinberger (242,5) vor Neo Freiholz (Schweiz/240,1) und Teodor Igor Herbstritt (Slowenien/236,8) durch. Neo Freiholz ist übrigens der Sohn des ehemaligen Schweizer Skispringers Sylvain Freiholz (unter anderem WM-Siebter 1997 auf der Großschanze). Stark präsentierten sich auch Eric Stolz (230,9) als Sechster sowie der Ruhpoldinger Elias Malcher (220,4) als Elfter.

Bei den Schülerinnen 13 war Siegerin Tia Kodrnja (Slowenien/218,7) überragend. Als Zweite glänzte hier Trine Göpfert (WSV Reit im Winkl/204,2) vor Laura Pletz (Österreich/202,8) und Klara Lebelt (193,2). Kodrnja hatte in der internen Qualifikation in Slowenien die in den vergangenen beiden Jahren in Ruhpolding siegreiche Nika Prevc (Schwester von Weltcup-Star Peter Prevc) bezwungen und sich einen GP-Startplatz gesichert.

Doch in Ruhpolding stand neben dem Sport auch das gemeinsame Erlebnis für die jungen Aktiven im Mittelpunkt. So gab es zum Ende des Trainingstages eine offizielle Eröffnungsfeier, wobei die Kinder mit ihren Nationenschildern aufliefen und von Biathlon-Weltcupsprecherin Maria Greinwald in mehreren Sprachen begrüßt wurden. Zudem fuhren nach dem Einzelspringen alle Sportler in den Kletterwald am Masererpass. Im Kletterwald wurde auch nationenübergreifend bei der Bewältigung der Aufgaben zusammengearbeitet – was den Kindern sehr viel Freude bereitete. who

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