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Interessanter Austausch in der Chiemgau Arena

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Die Bayerische Sportjugend im Kreis Traunstein organisierte eine Informationsveranstaltung für alle Sportvereine der Region. Vorsitzende, Jugendleitern und Abteilungsleitern aus 50 Vereinen trafen sich in der Ruhpoldinger Chiemgau Arena.


Zu Beginn gab es eine Führung durchs Stadion. Walter Pichler, der Vorsitzende der Bayerischen Sportjugend im Landkreis Traunstein und Trainer für Langlauf und Biathlon, erklärte den Teilnehmern die Anlage und den Schießstand. Im Anschluß versammelten sich alle im Pressezentrum. Pichler erklärte die Aufgaben des Verbandes und stellte die Mannschaft der Bayerischen Sportjugend kurz vor. Thomas Hoffmann brachte den anwesenden Sportvereinsfunkionären die Verbandsstruktur und die Tätigkeiten näher. »Jeder Verein braucht eine aktive und selbstverwaltete Jugendabteilung, so bekommt ihr den Vereinsnachwuchs, den ihr braucht«, sagte Hoffmann und ergänzte: »Die Jugendsprecherin von heute ist die Vorsitzende von morgen.«

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Gabi von Eichhorn, die Kreisjugendsprecherin, stellte das »Juniorteam« der BSJ vor. »Wir sind eine Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener aus den verschiedenen Sportvereinen. Wir wollen uns treffen, Veranstaltungen organisieren und Spaß haben« so von Eichhorn. »Wer dabei ist, ist dabei, und wer mal keine Zeit hat, ist halt dann nicht dabei. Ganz unkompliziert«, so von Eichhorn weiter. Sie forderte die Vorsitzenden und Jugendleiter im Saal auf, die Jugendlichen am 27. und 28. Oktober nach Inzell ins »Sportcamp« zu schicken. Die BSJ organisiert für sie ein Wochenende mit Sport und Spaß mit dem Motto: »Funtastisch – junge Leute engagiert im Sport.«

Alexander Reinmiedl bat die Vereine in das »Netzwerk Sport« einzusteigen, auf Kreisebene mitzumachen und schilderte kurz die Fördermöglichkeiten in der Jugendarbeit: der »350-Euro-Antrag«, Förderungen für Material und Freizeiten, Jugendbildungsmaßnahmen und Projekte. »Damit das im Verein reibungslos läuft, sollte eine Jugendabteilung mit Jugendleiter und eigener Kasse installiert sein.« meinte Reinmiedl und fügte hinzu »Am 16./17. März findet im Sportcamp in Inzell das Jugendleiterseminar statt, bei dem es nicht nur die nötigen Informationen gibt, sondern auch noch viel Spaß garantiert ist.«

Die Beauftragte für Fortbildungen, Sabine Lex, warb für die Veranstaltung »Aufsichtspflicht im Sportverein« am Dienstag, dem 9. Oktober um 18.30 Uhr in Traunstein im Sailer Keller. Referent ist Rechtsanwalt Stefan Obermeier. »Der ist selbst im Sportverein tätig, ein Mann der Praxis«, sagte Lex. Anmelden kann man sich via e-Mail an lex@bsj-traunstein.de. Sie berichtete noch von Vorhaben im Jahr 2013 zum Thema Öffentlichkeitsarbeit und »Ohne Helfer geht es nicht«.

Pichler ging nun auf die Ziele der Sportjugend für die nächste Zeit ein. »Wir wollen euch in eurer Vereinsarbeit unterstützen«, so der Funktionär. Er verwies auf die Jugendkulturtage vom 13. bis 20. Juli 2013 im Landkreis Traunstein, bei denen die Bayerische Sportjugend an drei Projekten beteiligt ist. Pichler ging nun auf die Ziele der Sportjugend für die nächste Zeit ein. „Wir wollen euch in eurer Vereinsarbeit unterstützen“, so der Funktionär. Er verwies auf die Jugendkulturtage vom 13. bis 20. Juli 2013 im Landkreis Traunstein, bei denen die Bayerische Sportjugend an drei Projekten beteiligt ist.

Anschließend eröffnete Walter Pichler eine Diskussionsrunde. Er gab einen kurzen Anstoß zu verschiedenen Themen wie: Kreisjugendring, Zeltplatz in Schützing, Sansibar und internationaler Jugendaustausch.

Hartmut Teetz, Vorsitzender aus Pittenhart, vermisste in den Beiträgen Informationen zur Ehrenamtspauschale. Er bot an, eine Präsentation, die er zu dem Thema zusammengestellt habe, zur Verfügung zu stellen.

Horst Rieplhuber, Vorsitzender vom TSV Altenmarkt, wollte mehr Werbung für das FSJ (Freiwillige Soziale Jahr) an Gymnasien und Schulen sehen. Auch der persönliche Kontakt zu heimatnahen Schulen sollte besser gepflegt werden.

Willi Weinl, der BLSV Kreisvorsitzende, verwies auf den Kreistag am 10. November 2012 im „Sportcamp“ in Inzell.

Pichler nahm eine Beurteilung des Sportgeschehens in der Region vor. Im Breitensport sei man seiner Meinung nach sehr stark, der Leistungssport sei für viele Überraschungen gut, die Erfolge im Hochleitungssport - gerade im Wintersport – seien allen bekannt, „jedoch gäbe es eine Schwäche in der Inklusion“, so Pichler.

Daraufhin übergab er Stefan Nothegger vom Inklusionsverein Süd - Ostbayern das Wort. Er sei selbst ausgebildeter Behindertensporttrainer und versprach jedem seine Unterstützung, der im Verein Behindertensport integrieren möchte. „Jeder kennt jemanden der körperlich oder geistig benachteiligt ist. Geht auf sie zu und gebt dem Behindertensport eine Chance“, appellierte Nothegger.

Hoffmann berichtete vom Wintersporttag am Rosenmontag in Vachendorf in Kooperation mit dem Kreisjugendring (KJR). „Den wollen wir im neuen Jahr wiederholen“, sagte er. Am Abend gab es dann eine Party mit drei Bands mit dem Motto „Alkoholfrei Sport genießen“. Eine Jugendparty ohne Alkohol zu organisieren fanden einige sehr schwierig. Viele machten keine guten Erfahrungen. Hoffmann appellierte an die Anwesenden: „Machen, einfach machen. Beim ersten Jahr war die Teilnahme bei uns in Vachendorf auch nicht so gut, beim zweiten Mal schon besser und letztes Jahr waren es 150 Jugendliche und junge Erwachsene“. Eine klare Darstellung bei der Bewerbung der Veranstaltung ist sehr wichtig. „Es gibt keinen Alkohol und wir haben trotzdem Spaß“, so Hoffmann weiter.

Ein Abteilungsleiter stellte fest, das der Kampf um die Kinder innerhalb des Vereins schon sehr bald losging. Claudia Schmid, die Vorsitzende des TuS Traunreut, schlug vor, ähnlich wie die Kindersportschulen (KISS), Kinder unter 10 Jahren an allen Sportarten teilhaben zu lassen. So kann jeder sein Talent finden. Pichler warb für eine breite sportliche Ausbildung im frühen Kindes.- und Jugendalter.

Auch wurde erwähnt, dass der Schulsport immer öfter ausfalle und die Qualität desselben abnehme. Georg Schmid, ebenfalls im Vorstand der BSJ meinte:“Wir sind auf Landesebene mit dem Ministerium zusammengesessen, wir haben immer für den Schulsport geworben. Uns wurde mehr versprochen und weniger ist dann umgesetzt worden“.

Eine Sportlehrerin meldete sich zu Wort: “Den Sportlehrern fehlt meist die nötige Praxis. Manche Referendare kennen nicht mal die Volleyballregeln“.

Einige bemängelten die fehlende politische Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit. „Die Politiker lassen sich nur blicken, wenn sie mit den Stars auf´s Foto kommen, sonst eher selten“, ärgerte sich ein Teilnehmer.

Pichler zeigte sich von der Diskussion angetan und dankte den Sportvereinen für ihr Kommen und die interessanten Beiträgen und Fragen. Die Vorstandschaft der Bayerischen Sportjugend im Kreis Traunstein war sich einig, die Veranstaltung im nächsten Jahr zu wiederholen.