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Inn/Salzach-Derby beim SV Kirchanschöring

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Auch er steht dem SV Kirchanschöring im Derby gegen den TSV Ampfing wieder zur Verfügung: Max Vogl (links). (Foto: Butzhammer)

Ein ausgeglichenes Duell dürfte es eigentlich nicht werden, wenn der Tabellensiebte den Vorletzten erwartet. Doch Uli Habl, Trainer des Favoriten, sieht das etwas anders. Er warnt seine Truppe eindringlich vor dem Kellerkind. »Wir müssen uns schon darüber im Klaren sein, dass nicht der Siebte gegen den 17. spielt, sondern Kirchanschöring gegen Ampfing. Für uns wird das definitiv ein schweres Spiel«, betont der SVK-Trainer vor dem Inn/Salzach-Duell der Landesliga Südost, das heute um 14 Uhr im Stadion an der Laufener Straße angepfiffen wird.


»Wenn wir unser Potenzial abrufen und das spielen, was wir können, dann können wir mit jeder Mannschaft der Liga mithalten«, erklärt Habl, »wenn wir aber meinen, wir müssen etwas anderes machen, kriegen wir auch gegen die hinteren Mannschaften Schwierigkeiten – das hat man beim 2:4 gegen Falke Markt Schwaben deutlich gesehen.«

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Wie die genaue SVK-Formation aussieht, die den Hinspielsieg (3:0) gegen die »Schweppermänner« wiederholen soll, wollte das Trainerduo Habl/Sepp Aschauer gestern zwar noch nicht verraten, allerdings scheint es im Kader der Gelb-Schwarzen mehr Variationsmöglichkeiten als zuletzt zu geben. Auf alle Fälle steht schon mal fest, dass der äußerst routinierte Sepp Thanbichler (half beim 2:2 in Ergolding aus) wieder dem ebenfalls schon sehr routinierten Dennis Kracker im Kasten Platz machen wird – was natürlich keine Überraschung ist.

Habl fand übrigens die Leistung von »Tanno« in Niederbayern bärenstark. »Was er da abgeliefert hat, war ganz hervorragend. Seine Ausstrahlung und Ruhe waren absolut bemerkenswert.« Sehr gut zog sich auch Tobi Schild aus der Affäre. »Ein Nachwuchsmann mit unheimlich viel Potenzial«, so Habl über den Youngster, der in Ergolding am linken Flügel wirbelte.

Die neuen Optionen basieren auch darauf, dass der »doppelte Max« (Willinger und Vogl) in den Kader zurückkehrt. Beide zeigten zuletzt beim 2:0-Sieg der SVK-Reserve im Kreisklassen-Spiel beim TSV Grabenstätt eine starke Vorstellung. Der einzige Akteur aus dem »Ergolding-Kader«, der heute nicht zur Verfügung steht, ist Andreas Koch. Er räumt der Hochzeit seiner Schwester verständlicherweise Vorrang ein. Doch dies dürfte nicht allzu sehr ins Gewicht fallen, zumal Koch am vergangenen Samstag ohnehin nur von der Bank kam (ab der 79. Minute für Michael Lissek).

In Ampfing hat man durchaus Respekt vor den Kirchanschöringern. Der neue Cheftrainer des früheren Drittligisten, Björn Hertl, formuliert das so: »Natürlich sind wir Außenseiter, aber wer sagt denn, dass nicht auch mal Außenseiter für eine Überraschung sorgen können.« Insofern rechnen sich der Trostberger Özgür Kart und seine Teamkollegen schon etwas aus im Stadion an der Laufener Straße, das sicher wieder sehr gut besucht sein wird.

Uli Habl fordert deshalb von seinen Kickern, dass sie »unseren Zuschauern ein tolles Spiel mit viel Leidenschaft abliefern.« Die SVK-Fans »wollen gut bedient werden, auch ergebnistechnisch, und dafür wollen wir natürlich sorgen.«

Wenn man ähnlich engagiert zu Werke geht wie im letzten Heimspiel (4:0 gegen den TSV Eching), dann sollte ein Dreier auch machbar sein – es wäre dann bereits der zehnte Saisonsieg.

»Ja, so wie gegen Eching würden wir uns das vorstellen – das war von beiden Seiten ein sehr gutes Landesliga-Spiel«, meint Habl. »Aber das Wichtigste ist, dass jedem von uns klar ist: Aus dem Stand können wir keinen Gegner in dieser Liga schlagen.« cs

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