In maximal neun Spielen zum Aufstieg

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Im Ligapokal treten auch Thomas Mitterer (links) mit dem SV Seeon/Seebruck und Timmi Janzarik mit der SG Chieming/Grabenstätt an. (Foto: Weitz)

Der vielleicht entscheidende Satz steht oben auf Seite 8 der neun Seiten Durchführungsbestimmungen zum Ligapokal im Fußball-Kreis Inn/Salzach. »Erfolgt der Re-Start des Meisterschafts-Spielbetriebs erst zum 1. Oktober 2020, wird der Ligapokal annulliert.« Denn dann würde die Zeit bis Mai 2021 nur noch reichen, um die verbleibenden elf Liga-Spieltage abzuwickeln. Doch die Hoffnung bleibt, dass die bayerische Staatsregierung wenigstens Mitte September Grünes Licht für Punktspiele gibt.


Die Pläne für den Ligapokal stehen jedenfalls. Mehr als 250 von 331 Mannschaften haben für den neuen Wettbewerb gemeldet, der nach vorläufigen Planungen am 16. und 17. September starten soll. Die restlichen fünf Spieltage in der Vorrunde und die Zwischenrunde sind vom 10. Oktober bis zum 15. November geplant. Nach der Winterpause geht es am 13. und 14. März mit dem Achtelfinale weiter. Halbfinals und Finale sind für das Osterwochenende (3./5. April) angesetzt. Es geht um zusätzliche Aufstiegsplätze – einen in die Bezirksliga, je zwei in die Kreisliga, Kreisklasse und A-Klasse und einen in die B-Klasse – und um die Qualifikation für das Halbfinale im Toto-Pokal.

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Belegt ein Absteiger aus der jeweiligen Liga oder ein Teilnehmer an der Abstiegs-Relegation einen der Siegerplätze im Ligapokal, kann er nicht aufsteigen, sichert sich aber den Klassenerhalt. Wird der Ligapokalsieger später zugleich Meister seiner Klasse, rückt der Zweit- oder Drittbeste im Ligapokal eine Klasse höher.

27 von 29 Mannschaften aus der Kreisliga sind im Pokal dabei, nur Vogtareuth und Inzell passen. In fünf Gruppen mit fünf oder sechs Mannschaften geht es in vier oder fünf Spielen um die Teilnahme an der Zwischenrunde, nur die nach Toren und dem Punkte-Quotienten erfolgloseste Mannschaft scheidet vorzeitig aus. In der Zwischenrunde werden in 13 K.o.-Spielen die 16 Achtelfinalisten ermittelt. Der Punktbeste aller fünf Gruppen spielt gegen den Punktschlechtesten, der Zweitbeste gegen den Zweitschlechtesten und so weiter. Um das Feld im Achtelfinale auszufüllen, kommen auch drei Verlierer aus der Zwischenrunde weiter – jene, die in der Vorrunde den besten Punkteschnitt hatten. Damit sind die drei Punktbesten aus der Vorrunde auf jeden Fall qualifiziert.

Die Gruppen wurden regional zusammengestellt, um möglichst viele Derbys zu bekommen. In der Endrunde wird der Kreis in zwei Regionen aufgeteilt, deren Sieger erst im Finale aufeinandertreffen können.

51 von 54 Vereinen aus den Kreisklassen nehmen teil. Sie spielen in neun Fünfer- und einer Sechser-Gruppe jeweils einmal gegeneinander. Die zehn Gruppensieger und die sechs besten Zweiten sind für das Achtelfinale qualifiziert. Dort haben die acht punktbesten Gruppensieger Heimrecht. Gespielt wird bis zum Halbfinale in zwei Regionen. Schon die Vorrunden-Gruppen bieten jede Menge Lokalderbys im Inntal, im nördlichen Chiemgau oder rund um Altötting.

Aus den A-Klassen spielen 74 von 81 Vereinen in neun Sechser- und vier Fünfer-Gruppen je einmal gegeneinander. Für die 13 Gruppensieger und die drei besten Gruppenzweiten (hier zählt wieder der Punkt-Schnitt) geht es im Achtelfinale weiter. Die acht punktbesten Gruppensieger haben dort Heimrecht.

Immerhin 57 von 82 B-Klasse-Mannschaften wollen mit von der Partie sein. Sie sind in sieben Sechser- und drei Fünfer-Gruppen eingeteilt. Die zehn Ersten und die sechs besten Zweiten qualifizieren sich für das Achtelfinale.

Mehr als jeder zweite C-Klassist nimmt am Ligapokal teil. Hier gibt es drei Sechser- und fünf Fünfer-Gruppen. Hier hat Kreisspielleiter Hans Mayer noch eine Zwischenrunde eingeschoben, für die sich 32 Mannschaften qualifizieren. Aus der Vorrunde scheiden damit nur die Tabellenfünften und -sechsten aus. Die Ersten und Zweiten haben in der Runde der besten 32 Heimrecht. ah

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