»In erster Linie Spaß haben«

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SVK-Spieler Thorsten Nicklas geht es nach seinem schrecklichen Zusammenprall beim 2:0-Sieg gegen den TSV Dachau wieder besser. (Foto: Butzhammer)

Das Maierhofer-Bau-Stadion in Leiblfing im Landkreis Straubing-Bogen wird wohl am morgigen Samstag aus allen Nähten platzen. Denn mehr Spitzenspiel geht fast nicht: Der Tabellenführer der Fußball-Bayernliga Süd, die SpVgg Hankofen-Hailing, erwartet um 16 Uhr den Rangzweiten SV Kirchanschöring. Auf den ersten Blick sieht der Vorsprung der Niederbayern (sechs Punkte) zwar komfortabel aus, doch auf den zweiten Blick erkennt man, dass die Rupertiwinkler eine Partie weniger absolviert haben. Insofern geht das Gipfeltreffen nur mit einem »gefühlten« Drei-Punkte-Unterschied über die Bühne.


»In erster Linie wollen wir Spaß haben, weil es eine total coole Geschichte ist, zu so einem Top-Spiel antreten zu dürfen – und das nicht drei oder vier Spieltagen, nach denen die Tabelle nicht viel Aussagekraft hat, sondern nach einer doch schon ganz beträchtlichen Anzahl absolvierter Spiele«, betont SVK-Trainer Mario Demmelbauer.

So eng wie der Direktvergleich der beiden Kontrahenten aussieht könnte es auch morgen auf dem Rasen hergehen. In den bisherigen neun Spielen gab es vier »Anschöringer« Siege, zwei Unentschieden und vier SpVgg-Erfolge – das alles bei einem Torverhältnis von 9:9. Insofern dürfte auch der gegenseitige Respekt ziemlich groß sein.

Da Hankofen in dieser Saison – ähnlich wie der SVK – tolle Zuschauer vorweisen kann (1000 Besucher sahen beispielsweise am 1. September das 2:1 gegen den SV Pullach, 750 am 11. September das 3:1 gegen den TSV Landsberg), darf auch morgen wieder mit einer vierstelligen Kulisse gerechnet werden. Da gilt es dann auch, keine allzu große Nervosität zu zeigen und sich auch nicht von möglichen Fanschreien verrückt machen zu lassen. Im Übrigen meint SVK-Pressesprecher Michael Wengler, »dass auch wir etwa 200 Leute mitbringen werden – da müssen wir uns auf keinen Fall verstecken«.

Insofern ist es für den einen oder anderen SVK-Spieler jammerschade, dass er bei diesem Highlight der Superlative nicht dabei sein kann – die Rede ist von Maxi Vogl (gesperrt), Simon Jauk (krank) und Timo Portenkirchner (verletzt). Nicht sicher war bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe, ob der in Burgkirchen wohnende Ex-Burghauser Thorsten Nicklas nach seinem schrecklichen Zusammenprall am vergangenen Dienstag beim 2:0-Sieg gegen den TSV Dachau dabei sein kann.

»Das Wichtigste ist, dass es ihm wieder gut zu gehen scheint«, meint Demmelbauer, »seine Eltern waren bei ihm im Salzburger Landeskrankenhaus, aus dem er in derselben Nacht wieder entlassen werden konnte. Ende der Woche hat Thorsten weitere Untersuchungen beim Arzt. Sollte der Grünes Licht geben, wäre er natürlich am Samstag dabei«, erklärt Demmelbauer. Ein gesundheitliches Risiko werde man bei Nicklas auf keinen Fall eingehen.

Großes Ziel der Gäste ist es natürlich, ihre Traumserie weiter auszubauen: Nach elf Partien stehen auf SVK-Seite sechs Siege und fünf Remis zu Buche. Die »Dorfbuam« aus Hankofen haben zwar schon neun Siege und nur ein Unentschieden auf dem Konto, allerdings auch schon eine Niederlage. Die setzte es am 4. August mit 2:3 beim TSV Wasserburg – also gegen eine Mannschaft, bei der es zurzeit überhaupt nicht recht laufen will. Insofern ist die SpVgg zwar bärenstark, aber auch nicht unverwundbar. Diese Tatsache wollen die Demmelbauer-Schützlinge – gepaart mit ihrem großen Selbstvertrauen – zum bestmöglichen Ergebnis nutzen. Denn den Spaß, den Demmelbauer und seine Jungs haben wollen, hat man in erster Linie dann, wenn man auch gewinnt…

cs

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