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»In dreieinhalb Wochen die ganze Welt umrundet«

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Sie konnten vor allem mit ihren Leistungen beim Weltcup in Calgary überzeugen: Joel und Roxanne Dufter vom DEC Inzell. (Foto: Wukits)

Für die Eisschnellläufer des DEC Inzell geht am kommenden Wochenende eine lange Saison zu Ende. Mit Roxanne und Joel Dufter sowie Moritz Geisreiter und Gabi Hirschbichler haben sich gleich vier Sportler für das Weltcup-Finale qualifiziert. Dieses findet im norwegischen Stavanger statt.


Erst in der vergangenen Woche kehrte das Team von den Weltmeisterschaften in Südkorea und Calgary ins heimatliche Inzell zurück. »Wir haben in dreieinhalb Wochen die ganze Welt umrundet. Ich bin froh, jetzt daheim ein wenig durchschnaufen zu können«, brachte es Gabi Hirschbichler auf den Punkt. Während sich das Team bereits am Montag nach Norwegen aufmacht, wird Hubert Hirschbichler noch an einem Rennen in Berlin teilnehmen.

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Trainer Danny Leger hat die vergangenen fast vier Wochen in einem Wechselbad der Gefühle verbracht. Die Einzelstrecken-Weltmeisterschaften auf den Olympischen Strecken in Südkorea verliefen für seine Sportler aus Inzell eher enttäuschend. »Sie ist zwei Wochen zu früh gekommen«, meinte Leger im Hinblick auf die guten Ergebnisse seiner Läufer bei der Sprint-WM in Calgary. »Vor allem müssen wir eine Analyse machen, was mit Moritz Geisreiter los war. Leider hat sich sein Tief schon im Training angedeutet«, so der Trainer. Immerhin war der Langstrecken-Spezialist mit sehr ordentlichen Ergebnissen in die Saison gestartet.

Joel Dufter setzt Ausrufezeichen

Begeistert zeigte sich Leger von seinem »Jungspund« Joel Dufter. Dieser lieferte in Kanada eine Topleistung ab. »Wir wissen, was er kann, aber das war schon toll. Er hat den Sprung in die erweiterte Weltspitze geschafft.« Allerdings passierte dem 21-Jährigen in seinem ersten Lauf über 500 Meter kurz nach dem Start ein kleiner Stolperer. Trotzdem zauberte er eine 35,42-Sekunden-Zeit auf das schnelle Eis und im zweiten Lauf gelangen ihm 35 Sekunden. Die Krönung waren aber seine beiden Läufe über 1000 Meter. In der Einzelwertung standen hier ein siebter und achter Platz. Mit 1:07,88 Minuten lief er eine persönliche Bestzeit.

»Schade, dass ich am ersten Tag die 500-Meter versemmelt habe«, meinte Dufter. »Dafür habe ich über die zweiten Fünfhundert eine neue Bestzeit aufgestellt. Mit den beiden Läufen über 1000 Meter bin ich sehr zufrieden.« Am Ende stand der 16. Gesamtplatz. Auch Joels Schwester Roxanne Dufter gelang es in Calgary, die Enttäuschung der Einzelstrecken-WM wegzustecken. Über 500 Meter schaffte sie in 39:27 Sekunden eine neue persönliche Bestzeit. Auch über 1000 Meter (1:14,61) erwischte sie einen tollen Lauf. Am Ende standen der siebte Platz und ebenfalls eine neue persönliche Bestzeit. »Am zweiten Tag war ich ein wenig langsamer. Ich war aber zufrieden und ich habe zeigen können, was ich kann«, meinte Roxanne Dufter nach dem 21. Gesamtrang. »Der siebte Platz von ihr über 1000 Meter war sensationell«, bescheinigte ihr Trainer Leger.

Außergewöhnlich schnelles Eis auf der Olympiabahn

Auch Gabi Hirschbichler bekam von ihrem Trainer viel Lob. »Sie hat einen Superwettkampf abgeliefert. Ein Platz unter den Top Ten wäre möglich gewesen.« »Mich freuen die persönlichen Bestzeiten. Es ging in Calgary viel besser. Der 14. Gesamtplatz ist der Schritt in die richtige Richtung«, sagte Hirschbichler in ihrer Bilanz. »Das alles ist Balsam auf unsere Seele und wir haben viele Erfahrungswerte sammeln können«, meinte Leger im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2018 in Korea.

»Die Bahn dort liegt auf Meereshöhe und es sind überraschend doch Hammerzeiten möglich«, so seine Erkenntnis. Eines der Geheimnisse ist möglicherweise, dass das Eis in Korea von den Eismeistern aus Calgary gemacht wird. Die müssen es können, sie haben schließlich eine der schnellsten Bahnen der Welt. SHu