»Immer an die Grenzen gehen«

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Der SV Kirchanschöring um Manuel Sternhuber (links, hier im Duell mit Illertissens Leif Estevez Fernandez) ist heute Abend schon wieder im Einsatz. (Foto: Butzhammer)

Der Kader hat’s einfach drauf beim Fußball-Bayernligisten SV Kirchanschöring, die Detail-Planung zwischen den Saisons hat offenbar bestens geklappt. Die Mannschaft von Trainer Mario Demmelbauer ist nach zehn Partien noch unbesiegt, weist aber trotzdem einen Sechs-Punkte-Rückstand auf Tabellenführer SpVgg Hankofen-Hailing auf (bei einem Spiel weniger).


Damit die Partie am kommenden Samstag (16 Uhr) in Niederbayern ein echtes Gipfeltreffen zwischen dem Klassement-Leader und dem Zweiten werden kann, wollen die Gelb-Schwarzen ihr Heimspiel am heutigen Dienstag (18.30 Uhr/Stadion an der Laufener Straße) gegen den Tabellenfünften TSV Dachau unbedingt für sich entscheiden.

Für die gelungene Kaderplanung verantwortlich zeichnen beim SVK Tom Dengel und Alex Götzinger. Letzterer, mit seinen 49 Jahren ein sehr erfahrener Zeitgenosse, hat schon einige Kicker groß rausgebracht, unter anderem die aktuellen Regionalliga-Spieler Julien Richter (SpVgg Unterhaching), Alexander Mankowski (SV Schalding-Heining) und Maxi Reiter (SV Wacker Burghausen), die er früher als Nachwuchscoach in Burghausen unter seinen Fittichen hatte. Neben der Wacker-Jugend war Götzinger auch schon als DFB-Stützpunkttrainer sowie als Chefcoach in der Herren-Kreisliga beim SV Kay tätig. Er ist also auch ein Scout, der den Blick für junge Talente hat wie sie der SVK immer wieder integriert.

»Unsere Ausbeute im bisherigen Saisonverlauf ist sehr gut, wir haben ja im Schnitt zwei Punkte gemacht«, sagt Götzinger, insofern könne man getrost von einem »optimalen Saisonstart« sprechen. Die zahllosen Englischen Wochen seien zwar »sehr fordernd für uns alle«, doch Demmelbauer dosiere das Training perfekt und lasse aktuell »eigentlich nur regenerieren und spielen«. In die Arbeit auf dem Trainingsplatz mische sich Götzinger in keinster Weise ein, »auch wenn ich schon mal aushelfe wie es beim Heimspiel gegen Jahn Regensburg II der Fall war, als Mario verhindert war«.

Insofern kennt Götzinger das Team natürlich ganz genau – und fordert von den Jungs: »Wir dürfen jetzt nicht nachlassen, das Programm wird nicht leichter.« Positiv habe sich bemerkbar gemacht, dass man die Englischen Wochen en masse nicht als totalen Stress empfinde, sondern »eigentlich nur von Spiel zu Spiel« schaue. Über die Liga im Allgemeinen urteilt Götzinger, »dass sie sehr ausgeglichen ist. Alle Mannschaften sind stark, wir müssen immer an die Grenzen gehen um zu punkten.« Das soll auch heute Abend gegen Dachau passieren: »Wir sind zu Hause, wollen unbedingt gewinnen«, redet Götzinger Klartext. »Da ist es ganz egal, wie der Gegner heißt. Wir wollen die Zuschauer wieder mitnehmen – das hat die Mannschaft in dieser Saison bislang immer geschafft.« Bis auf Florian Hofmann und Maximilian Sturm, mit deren Rückkehr wohl erst im Oktober gerechnet werden kann, sei der Kader komplett, »auch wenn ich das vor dem Abschlusstraining (gestern Abend, d. Red.) noch nicht genau sagen kann.« Fakt sei, dass die Mannschaft Woche für Woche liefert – selbst wenn diverse Leistungsträger fehlen. So war ja auch Co-Trainer Christoph Dinkelbach länger verletzt »nach seinem Bänderriss im ersten Testspiel in Heimstetten«, erklärt Götzinger.

cs

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