weather-image
22°

Im Schatten des Top-Spiels

0.0
0.0
Bildtext einblenden
ESV-Torwart Stefan Schönberger (hinten) musste auch im Spiel gegen Hammerau – hier liefern sich Bruno Kovac (links) und Freilassings Franz Rehrl einen Zweikampf – nicht hinter sich greifen. Er hat noch kein Gegentor kassiert. (Foto: Butzhammer)

Der ehemalige Viertligist ESV Freilassing gegen den früheren Drittligisten TSV Ampfing – das ist an diesem Samstag um 18.30 Uhr der Schlager der VII. Liga, also der Fußball-Bezirksliga Ost. Es dürfte wohl kein Geheimnis sein, dass beide Clubs zumindest wieder den Sprung in die sechstklassige Landesliga anpeilen. Ihr Start war vielversprechend, wobei die null Gegentore von ESV-Torwart Stefan Schönberger ganz besonders ins Auge stechen.


Auch den Verfolgern von Primus Freilassing wird am Wochenende sicher nichts geschenkt: Der Tabellenzweite SV/DJK Kolbermoor geht zwar als vermeintlich klarer Favorit in die Heimvorstellung gegen den SV Heimstetten II (Samstag, 15 Uhr), allerdings hat die Regionalliga-Reserve aus dem Münchner Osten zuletzt Selbstvertrauen getankt und im Derby gegen den SC Baldham-Vaterstetten (4:0) den ersten Saison-Dreier verbucht. Gerade die Doppel-Torschützen dieser Partie, Frederik Priewasser und Florian Kopp, sind zurzeit gut drauf.

Anzeige

Der Rangdritte TSV Dorfen geht zwar als Sieganwärter ins Gastspiel beim TuS Traunreut (Samstag, 18 Uhr), doch die Hausherren werden gegen die Schützlinge von Ex-Profi Michael Kostner alles in die Waagschale werfen, um für eine angenehme Überraschung zu sorgen. Die Traunreuter warten noch immer auf ihren ersten Dreier und sind bestrebt, die rote Laterne des Tabellenletzten, die sie seit Sonntag innehaben, so bald wie möglich abzugeben.

Wagings Aktivtrainer Bruno Tschoner sprach nach dem jüngsten 1:3 in Dorfen von einer »unnötigen Niederlage«. Für diese Schlappe wollen sich die »Seerosen« am Samstag um 14.30 Uhr im heimischen Wilhelm-Scharnow-Stadion gegen den TuS Raubling rehabilitieren. Auch die Inntaler geraten allmählich unter Druck, hatten sie sich doch weit mehr ausgerechnet als fünf Punkte aus vier Spielen und Rang neun. »Ein Sieg unserer Jungs wäre gegen Kastl verdient gewesen«, klagte Raublings Spartenleiter Florian Heller, »vielleicht klappt’s ja in Waging mit drei Punkten.«

Die Kastler ihrerseits planen in der Heimvorstellung gegen den ASV Au ebenfalls einen Dreier. Dieses Duell, das am Samstag um 17 Uhr angepfiffen wird, gab es übrigens noch nie in der Bezirksliga. Denn als die Auer in den 90er Jahren schon mal in dieser Klasse vertreten waren, kickte Kastl viel weiter unten.

Zwei Partien gehen am Samstag jeweils um 15 Uhr über die Bühne, bei denen man nur schwer einschätzen kann, wer als Sieger den Platz verlassen wird: Der VfL Waldkraiburg, der den TSV Ebersberg empfängt, steht möglicherweise als aktueller Vierter etwas über Wert da, während die Gäste nach dem bitteren 0:2 im »Volksfest-Derby« gegen den TSV Moosach erneut nur im Tabellenkeller vertreten sind. Das wollten die Ebersberger nach der verkorksten Saison 2014/15 zwar mit aller Macht verhindern, doch zuletzt lieferten sie laut Neu-Trainer Manfred Steppan gegen den Aufsteiger »eine miserable zweite Halbzeit« ab. Ebersberg-Bezwinger Moosach kann also nach dem ersten Sieg mit Rückenwind ins Heimspiel gegen den TSV Ottobrunn gehen, der schon zweimal als Verlierer den Platz verließ. Auch hier scheint alles offen zu sein.

Ohne den gesperrten Rotsünder Benedikt Jakob gastiert schließlich der SC Baldham- Vaterstetten am Sonntag um 17 Uhr beim FC Hammerau. Der zweite Saisonsieg des Neulings erscheint nicht utopisch, auch wenn die Baldhamer über eine spielstarke Truppe verfügen. cs