»Im Moment eine extrem schwierige Situation«

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Wann ist das wieder möglich? Zahlreiche Zuschauer in der Inzeller Max-Aicher-Arena und spannende Rennen auf dem Eis: Darauf hofft die ausrichtende DMV-Landesgruppe Südbayern für den März 2022. Doch derzeit ist nicht absehbar, ob die Veranstaltung stattfinden kann. Daher wurde auch der ab dem morgigen Mittwoch geplante Vorverkauf aufgeschoben. (Foto: Weitz)

Die Vorfreude war groß, doch jetzt ist abwarten angesagt: Ob die Eisspeedway-Rennen am Wochenende vom 11. bis 13. März 2022 (in der Inzeller Max-Aicher-Arena wirklich wie geplant stattfinden können, ist angesichts der Entwicklung in der Corona-Pandemie völlig ungewiss. Der eigentlich für den morgigen Mittwoch geplante Start des Vorverkaufs muss erst einmal verschoben werden.


»Die großen Planungen stehen, das Grundgerüst ist fix. Dazu gehört unter anderem auch das Hygienekonzept«, berichtet Vorstand Kai Schmiedeknecht von der ausrichtenden DMV-Landesgruppe Südbayern. Er betont: »Wir wollen natürlich auch gesundheitlich nichts riskieren.«

Kein Risiko eingehen will die Landesgruppe mit Sitz in Inzell aber auch in finanzieller Hinsicht. Im März 2020 war man hart getroffen worden, als erst kurz vor den Rennen die Absage erfolgen musste. Denn da waren die Karten längst verkauft, und nur durch das Entgegenkommen von Fans und Gemeinde konnte der finanzielle Schaden begrenzt werden.

Denn denjenigen Fans, die die Karten zurückgaben, musste natürlich das Geld zurückgezahlt werden. Viele tauschten die Karten für das – dann auch wieder abgesagte – Rennen 2021 um, etwa 2500 Fans behielten ihre Karten weiterhin, die nun 2022 genutzt werden sollen, sodass keine Rückzahlung an sie nötig war. »Das war eine tolle Unterstützung für uns«, freut sich Schmiedeknecht.

Er bekennt: »Im Moment ist das eine extrem schwierige Situation, aber wir hoffen noch immer, dass es klappt.« Voraussetzung dafür: »Bis spätestens Ende Januar sollten wir Klarheit darüber haben, ob und wenn ja, wie viele Fans wir einlassen dürfen.«

Das Minimum für die WM-Läufe sowie das am Freitag, 11. März, stattfindende Abschieds-Legendenrennen zu Ehren von Günther Bauer wären dabei für die DMV-Landesgruppe 2500 Fans – das heißt alle diejenigen, die noch gültige Karten besitzen. Denn »dank der super Gespräche mit der Gemeinde, die ein tolles Entgegenkommen gezeigt hat, könnten wir dann den durch die WM-Läufe entstehenden Verlust auffangen.«

Denn die WM-Läufe sind erst ab fast vollem Haus kostenneutral zu gestalten. Hier gibt es hohe Anforderungen an den Veranstalter, auch die Gebühren für den Weltverband FIM, den deutschen Verband und Preisgelder etc. sind hoch – und die Vermarktung läuft über den Weltverband. Dagegen »können wir das Gedächtnisrennen selbst vermarkten«, freut sich Schmiedeknecht. Das hießt, es fallen deutlich höhere Einnahmen an – bei gleichzeitig deutlich niedrigeren Kosten.

Nun heißt es für die DMV-Landesgruppe und die Fans, weiter abzuwarten und auf eine Entspannung in der Corona-Pandemie zu hoffen. Sollte Ende Januar klar sein, dass die Wettbewerbe stattfinden können, wäre man auf jeden Fall gerüstet. »Alle eingebundenen Firmen und unser großes Helferteam wissen Bescheid. Und weil die Läufe ja auch immer einen ähnlichen Ablauf haben, kennen alle genau ihre Aufgaben.«

Sportlich attraktiv wäre das Programm außerdem: Beim Legendenrennen sind im Fahrerfeld neben Günther Bauer selbst auch Rekord-Weltmeister Nikolaj Krasnikow (Russland) und Ex-Weltmeister Per-Olof Serenius (Schweden) – früher ebenfalls einer der Publikumslieblinge in Inzell – vorgesehen.

Bei den WM-Läufen stünde Hans Weber vom MSC Teisendorf bereits als Teilnehmer fest. Bei der WM-Qualifikation in Örnsköldsvik (Schweden/15. Januar 2022) könnten sich aber weitere deutsche Piloten einen Platz sichern – und einen Platz im Grand-Prix-Fahrerfeld kann der Veranstalter ohnehin per Wildcard selbst vergeben.

Da in dieser Saison ohnehin nur drei Grand-Prix-Veranstaltungen – Togliatti (Russland) am 12./13. Februar 2022, Inzell sowie Heerenveen (Niederlande/2./3. April) – vorgesehen sind, dürfte der Kampf auf dem Eis umso spannender sein. Diese Spannung gefällt Fans und Verantwortlichen – das gespannte Warten, ob sich die Lage in der Pandemie beruhigt, hätte man sich gerne erspart.

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