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Im Duell der Aufsteiger hofft der SBC auf die Wende

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Daniel Willberger (rechts, hier im Duell mit dem Manchinger Thomas Frank) hofft darauf, dass der SB Chiemgau Traunstein beim TSV Velden erfolgreich sein wird. (Foto: Weitz)

Der SB Chiemgau Traunstein geht am morgigen Samstag um 15 Uhr im Duell der Aufsteiger beim TSV Velden mit einem neuen Mann auf der Kommandobrücke ins Spiel. Interimstrainer Ludwig Trifellner hat bis auf Weiteres das Sagen beim Fußball-Landesligisten, nachdem der Verein Anfang der Woche seinen Aufstiegstrainer Adam Gawron beurlaubt hat (wir berichteten).


Der Liga-Neuling reagierte damit auf die anhaltende Talfahrt, denn in den letzten sieben Spielen gelang nur ein Sieg (2:0 bei Türkgücü-Ataspor München) sowie ein Unentschieden (2:2 gegen Eching). Die Traunsteiner rutschten damit in der Tabelle auf den 12. Rang ab, haben aber noch einen vier Punkte Vorsprung auf den Direktabstiegsplatz.

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Lob für Gawron: »Adam hat super Arbeit geleistet«

»Stressig« seien die ersten Tage als neuer Chef gewesen, erzählt Trifellner, der bisher ja als Torwarttrainer beim SBC gearbeitet hat, dem Traunsteiner Tagblatt. Aber es sei einfach auch wieder einmal etwas anderes und sehr schön, als verantwortlicher Trainer eine Mannschaft auf dem Platz zu betreuen, fügt er hinzu. Dennoch, betont Trifellner auch gleich, »dass er nur kurzfristig helfe, das ist klar so abgesprochen.« Denn aus zeitlichen Gründen könne er sich nicht vorstellen, die Mannschaft längerfristig zu betreuen.

Wie lange es dauern wird, bis ein neuer Trainer gefunden ist, ist derzeit noch nicht absehbar. »Wir sind in Gesprächen«, sagt Fußball-Abteilungsleiter Rainer Hörgl. Er betont aber auch, dass man nicht unter Druck sei und »keinen Schnellschuss« machen werde, denn mit Trifellner habe man einen erfahrenen Mann an der Seitenlinie.

Groß am System und an der Mannschaft wird Trifellner jetzt wohl übrigens nichts ändern und lobt dabei ausdrücklich seinen Vorgänger: »Adam hat super Arbeit geleistet.« Zudem »haben die Spieler ja am Anfang der Saison bewiesen, dass sie es können«, betont er. Zuletzt habe man die Spiele auch äußerst unglücklich verloren, fügt er hinzu. »Die Mannschaft hat nach wie vor einen guten Geist, da muss man nicht groß was ändern.«

Vorrangig gilt es, das Team jetzt wieder aufzubauen. »Dass die Spieler nach den letzten Wochen nicht vor Selbstvertrauen strotzen, ist ja klar«, sagt er. »Sie müssen wieder mit Freude in jedes Training und in jedes Spiel gehen.« Gelingt das, dann werden die Spieler in den Partien auch wieder »alles raushauen«. Damit, so Trifellner weiter, »werden wir zwar auch nicht alle Spiele gewinnen, aber dann haben wir zumindest alles dafür getan«. Die Mannschaft werde dann auch wieder Erfolg haben, verspricht der frühere Klasse-Torwart.

Und ein solcher würde bereits in Velden gut tun. »Mindestens einen Punkt sollten wir holen«, sagt Hörgl, »besser wären natürlich drei.« Optimistisch stimmt ihn, dass die Mannschaft unter der Woche gut trainiert habe. »Jeder Spieler wittert jetzt wieder seine Chance«, betont er.

Trifellner warnt aber auch eindringlich vor dem Mitaufsteiger. Die letzten vier Partien gingen nämlich allesamt verloren und so steht der Gastgeber morgen gehörig unter Druck. Denn der Tabellenvorletzte, bei dem Ex-Profi Ralf Klingmann auf dem Feld den Ton angibt, braucht dringend wieder ein Erfolgserlebnis.

Trifellner erwartet daher ein heißes Kellerduell. »Velden kommt über die Kampfschiene«, betont der SBC-Interimstrainer, der personell wohl fast aus dem Vollen schöpfen kann. Er hofft dennoch, dass sein Team den Veldenern die Schneid abkaufen und punkten kann. »Es wäre gut, wenn wir sie in der Tabelle auf Abstand halten könnten«, betont Trifellner. SB