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»Im April packen wir wieder an«

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Im vergangenen Jahr war sie bei mehreren Isinger Freiluftturnieren erfolgreich, diesmal überzeugte sie beim Hallenturnier: Elisabeth Meyer. (Foto: Weitz)

Die Freude über ein gelungenes Turnier war groß – doch nun müssen die verantwortlichen auf Gut Ising umplanen: Statt mit zwei weiteren Veranstaltungen (13./14. März und 27./28. März) den Reitern weitere sportliche Betätigungsmöglichkeiten zu geben, mussten sie Teil 2 und 3 des geplanten »Dreierpacks« absagen. Schuld daran ist nicht das Coronavirus, sondern das für die Pferde viel gefährlichere Herpes-Virus. Angesicht von mehreren Todesfällen bei internationalen Turnieren wurden nämlich bis einschließlich 28. März alle nationalen und internationalen Wettbewerbe abgesagt.


Dabei hatten die Isinger sich über eine wunderbare Saisoneröffnung freuen können: »Es ist optimal abgelaufen. Die Wettbewerbe waren zwar alle in der Halle, aber wegen des traumhaften Wetters konnten die Pferde alle draußen angeritten werden«, freut sich Sepp Beilmaier von Gut Ising. Auch das Hygienekonzept hatte sich bewährt, unter anderem mussten sich wiederum alle Anwesenden registrieren lassen.

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Sportlich hatte der Mix aus Dressur- und Springsport ebenfalls einiges zu bieten. Dabei gab es im Springen auch mehrere Isinger Heimerfolge durch Elisabeth Meyer (RA SV Leingarten), die ja in Ising als Bereiterin arbeitet.

Meyer gewann unter anderem den Großen Preis, eine Springprüfung der Klasse S* und damit den anspruchsvollsten Wettkampf des Turniers. Mit dem Wallach Franco erzielte sie in 60,24 Sekunden die klare Bestzeit derjenigen, die fehlerfrei blieben. Zweite wurde die ebenfalls fehlerfrei reitende Katharina Werndl (RG Himmelgarten) auf Pezi Bär in 66,90 Sekunden. Die absolute Bestzeit – um 0,04 Sekunden vor Meyer – hatte Anja Steindl (PSV St. G. Ingolstadt-Hagau) auf Little Lucie erzielt. Da sie aber einen Abwurf verzeichnete, reichte es für Steindl »nur« zu Rang fünf.

Bei drei weiteren Springprüfungen lag Meyer ebenfalls – mit verschiedenen Pferden – vorne und erkämpfte weitere Spitzenplätze. Zwei Siege holte sich Lara-Marie Juraske (RFr. Höcking-Landau).

Dabei waren sowohl im Springreiten als auch in der Dressur die meisten Wettbewerbe für junge Pferde ausgeschrieben. Auch in der Dressur waren bekannte Sportler am Start, so wie Benjamin Werndl (RFV Aubenhausen), der eine Prüfung der Klasse L zu seinen Gunsten entschied, und sein Vereinskollege Raphael Netz, der sich in einer Prüfung der Klasse M durchsetzte. Teilnahmeberechtigt waren ausschließlich Berufsreiter – das heißt solche, die hauptsächlich mit dem Reitsport ihr Geld verdienen – oder bei den jüngeren Aktiven Sportler, die einem Kader angehören.

Nun gilt es für alle, abzuwarten. Denn nach der Turniersperre im März »packen wir im April wieder an«, verspricht Beilmaier. Dann soll wieder ein kombiniertes Spring- und Dressurturnier folgen.

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