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»Ideale Abstimmung« auf dem »idealen Eis« in Inzell?

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Zwei Anwärter aufs Halbfinale, die auch an diesem Wochenende ihre Konkurrenten wieder hinter sich lassen wollen: Franz Zorn (vorn) und Günther Bauer. (Foto: Weitz)

Das Eis ist gut, die Vorfreude bei Fans und Zuschauern steigt: Für das Finale der Eisspeedway-Weltmeisterschaft an diesem Samstag (17 Uhr) und Sonntag (14 Uhr) in der Inzeller Max-Aicher-Arena stehen die Voraussetzungen gut. Das deutsche Quartett, das im Hauptfeld vertreten ist, fiebert den Läufen jedenfalls entgegen. »Ja, zuletzt haben die Ergebnisse gepasst«, freut sich Stefan Pletschacher (MSC Ruhpolding).


Er erhält sogar noch Hilfe: Da Harald Simon (Pfaffenschlag), mit dem er gemeinsam das Team »Stahlwerk Annahütte« bildet, auch beim GP in Inzell nicht am Start sein wird, »hat er mir seinen Motor für die Ersatzmaschine geliehen«, so der 37-Jährige. Sein Einsatzmotorrad ist zwar – auch dank Tuner Klaus Lausch (Edling) – in guter Verfassung, »aber es kann schnell mal was passieren – und da hätte ich dann nichts Passendes parat gehabt.«

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Viel »Schraubarbeit« bei Luca Bauers Maschine

Auch Günther Bauer (Schleching) zeigte sich zufrieden, »bei mir passt alles super«, freute er sich. Bei seinem Sohn Luca gab es am Freitag noch einige »Schraubarbeit« zu verrichten. Er hatte von Tuner Lausch einen Motor bekommen, »der sehr gut läuft«, wie »Papa« Bauer lobt. Aber: Der 17-Jährige ist eine komplett andere Abstimmung gewöhnt. »Für diesmal haben wir deshalb wieder den alten Motor genommen, für nächste Saison warten wir mal ab.«

Bei der ersten Trainingsfahrt lief es bei Max Niedermaier (Edling) »noch nicht so«. Doch »das ist nur eine Frage der Abstimmung, das bekommen wir heute noch gut in den Griff. Denn das Eis hier in Inzell ist insgesamt ideal.« Daher kann auch er den GP-Läufen zuversichtlich entgegensehen.

In »Warteposition« sind die Reservefahrer Markus Jell (Altfraunhofen) und Franz Mayerbüchler (Inzell). Mayerbüchler konnte heuer nur in Weißenbach (Österreich) und bei der DM in Berlin Rennpraxis sammeln. »Dafür war die Leistung bei der Deutschen Meisterschaft ganz okay«, so der junge Inzeller.

Jell konnte zu einem Trainingslager (gemeinsam mit Pletschacher) nach Russland fahren. »Dort konnten wir nicht so lange bleiben wie geplant, weil es auch dort zu warm wurde. Aber an einem Tag konnten wir mit dem Piloten aus der russischen Superliga fahren. So müsste das Training immer sein«, schwärmt er. Ganz anders verlief bei ihm die DM in Berlin, »da hatten wir technische Probleme.« Umso erfreuter ist er darüber, dass er in Inzell als Reservefahrer das gesamte WM-Training mitmachen konnte: »Jetzt haben wir herausgefunden, was los war. Es ist gut, wenn du so ein Problem nicht in die Sommerpause mitnehmen musst.«

»Mitnehmen« wollen die heimischen Piloten ab heute vor allem möglichst viele Punkte. Der erste der 20 Läufe findet heute ohne deutsche Beteiligung statt: Es fahren der starke Schwede Ove Ledström, Jegor Myschkowets (Russland), Antonin Klatovsky (Tschechien) und Daniel Henderson (Schweden). Im zweiten Lauf steht Günther Bauer vor einer harten Bewährungsprobe: Er muss sich mit Weltmeister Dimitri Koltakow, WM-Vize Daniil Iwanow (beide Russland) und Jan Klatovsky (Tschechien) auseinandersetzen.

Das erste »Lokalderby« folgt danach: Hier treffen Max Niedermaier und Luca Bauer aufeinander – gegen Igor Konjonow (Russland) und Stefan Svensson (Schweden) dürfte es für beide »nur« um Rang 3 gehen. Der erste Durchgang – nach je vier Läufen wird ja das Eis neu aufbereitet – wird mit dem Einstand von Stefan Pletschacher beendet. Der Ruhpoldinger muss sich mit Franz Zorn (Saalfelden), Niklas Svensson (Schweden) und Titelkandidat Dimitri Khomisewitsch (Russland) auseinandersetzen.

Auf frischem Eis treten zum fünften Lauf drei Lokalmatadoren an: Günther Bauer, Max Niedermaier und Franz Zorn messen sich mit Ove Ledström. Vater und Sohn gegen zwei Brüder heißt es in Lauf 7: Stefan Svensson trifft auf seinen Junior Niklas, dazu kommen die Tschechen Jan und Antonin Klatovsky. Auf Svensson junior und Jegor Myschkowets treffen Günther und Luca Bauer im nächsten Vater-Sohn-Duell (Lauf 10). Zum Abschluss der 20 Rennen ist der Routinier aus Schleching gegen Stefan Pletschacher, Stefan Svensson und Daniel Henderson am Start.

Am Sonntag (Start 14 Uhr) ist Luca Bauer in Lauf 2 als erster Lokalmatador auf dem Eis. Gegner sind Henderson, Niklas Svensson und Khomisewitsch. Anschließend misst sich im deutsch-österreichischen Duell Stefan Pletschacher mit Franz Zorn, hier sind Ove Ledström und Jegor Myschkowets mit von der Partie.

Bauer gegen Niedermaier im vierten Lauf des Tages

In Lauf 4 sind Günther Bauer und Max Niedermaier vertreten. Das Duell zwischen Luca und Günther Bauer findet in Lauf 7 statt, im folgenden Lauf sind Stefan und Niklas Svensson am Start. Auch am Sonntag ist Günther Bauer im letzten Rennen des Grunddurchgangs dabei: Gegen Jegor Myschkowets, Antonin Klatovsky und Niklas Svensson will er möglichst weit vorne landen, um ins Semifinale zu kommen. Sollte ihm das gelingen, hätte er sein Ziel erreicht – und ein gutes Halbfinale wäre dann noch ein passender »Bonus« ... who