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»Ich will mein Ding sauber erledigen«

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Sie hofft auf eine erfolgreiche Saison im Biathlon-Weltcup: Anna Weidel. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

An diesem Wochenende beginnt im schwedischen Östersund der Biathlonweltcup. Mit im deutschen Team ist auch Anna Weidel vom WSV Kiefersfelden. Die 23-jährige trainiert am Stützpunkt Ruhpolding bei Damencheftrainer Kristian Mehringer und empfahl sich durch ihre guten Leistungen bei der Deutschen Meisterschaft im September für das A-Team.


Bereits im vergangenen Jahr sorgte Weidel bei ihrem ersten Weltcupeinsatz in Pokljuka mit dem zehnten und elften Platz für überraschende Ergebnisse. Damit erfüllte sie sogar die Norm für die Weltmeisterschaft in Östersund. Letztendlich wurde sie aber nicht nominiert und nahm an der Europameisterschaft teil. Kurz vor dem Abflug nach Schweden stellte sich Anna Weidel unseren Fragen:

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Anna, wie groß ist die Vorfreude auf Östersund und den Weltcup?

Ich freue mich sehr auf die ersten Rennen und hoffe, dass ich mich im Weltcupteam etablieren kann und dabei sein darf. In Östersund bin ich noch nie gelaufen. Ich habe ein wenig gemischte Gefühle, weil die Vorbereitung zuletzt in Norwegen nicht ganz optimal lief. Sowohl läuferisch und auch beim Schießen hat es gefuchst. Hoffentlich klappt das jetzt in Östersund besser.

Sie sind mittlerweile doch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Bringt das eine höhere Erwartungshaltung für Sie mit?

Gewissermaßen merkt man es schon, ich lass' das aber nicht so an mich herankommen. Ich will mein Ding sauber erledigen, gut trainieren und dann schauen, was herauskommt.

Mit welchen Zielen gehen Sie in diese Saison?

Vergangenes Jahr durfte ich schon einige Weltcups bestreiten, war dann aber wieder im IBU-Cup. Ich werde aber mein Bestes geben, um die ganze Saison im Weltcup dabei zu sein und so viele Rennen wie möglich zu laufen. Natürlich ist das ganz große Ziel die Weltmeisterschaft in Antholz. Das ist fast ein Heimspiel. Es wäre cool, da dabei zu sein, da sind die ganze Familie und auch viele Freunde dabei. Freilich ist neben Oberhof auch der Heim-Weltcup in Ruhpolding ein großes Ziel.

Wo liegen momentan Ihre großen Stärken und woran müssen Sie noch arbeiten?

Eine Stärke ist mein schnelles Schießen, da kann ich einiges an Zeit herausholen. Läuferisch gibt es gute und schlechte Tage, da ist es wichtig, dass ich eine bestimmte Konstanz erreiche.

Wie schwer fällt es Ihnen, auf vieles zu verzichten? Viele in Ihrem Alter sind unterwegs beim Feiern. Sie müssen auf einiges verzichten, oder?

Ich bin jemand, der eh nicht so gerne fortgeht, ich mache in meiner Freizeit lieber eine Bergtour mit einer schönen Brotzeit. Da stecke ich auf andere Sachen gerne zurück. Ich freue mich auf die neue Saison – und alles andere ist nebensächlich. SHu