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»Ich lebe für meinen Sport«

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Hürdenläuferin Steffi Bendrat hat alles gegeben – für einen Start in Rio hat es jedoch nicht gereicht. (Foto: Wukits)

Ganz knapp hat Hürdenläuferin Steffi Bendrat aus Fridolfing die Qualifikation für die Olympischen Spiele verpasst. »Die Kollegen werde ich mir schon im Fernsehen anschauen. Ob ich mir aber die 100 Meter Hürden anschaue, weiß ich noch nicht«, sagt die 25-Jährige.


Wie gut sie eigentlich derzeit drauf ist, hat die für Österreich startende Athletin zuletzt bei den Staatsmeisterschaften bewiesen – eine Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille war ihre Ausbeute. Natürlich gewann sie die 100-Meter-Hürden, ihre Dauerkonkurrentin Beate Schrott wurde nur Dritte. »Das waren sehr schwere Bedingungen. Der Gegenwind ist so stark gewesen, dass es die Schirme neben der Laufbahn weggeweht hat«, erzählt Bendrat.

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Über 100 Meter gewann Steffi Bendrat Silber und blieb nur zwei Hundertstel hinter der Siegerin. Schließlich brachte sie als Schlussläuferin über 4x100 Meter das Quartett von Union Salzburg auf den dritten Platz.

Trotzdem geht es für Steffi Bendrat statt nach Rio jetzt erst einmal in den Urlaub. »Da will ich abschalten, es ist schließlich eine aufregende Saison gewesen«, sagt die Fridolfingerin. Mittlerweile fällt ihr Saisonfazit trotz der verpassten Olympiateilnahme positiv aus. »Ich habe mir nichts vorzuwerfen, ich habe alles probiert. Da waren schon gute Rennen dabei, aber auch ein paar verpasste Chancen«, gibt sie zu.

13,0 Sekunden war das geforderte Limit – und der Druck sei gegen Ende immer größer geworden. Das »Aus« ihrer Olympiaträume kam beim Halbfinale bei der Europameisterschaft in Rotterdam – dort trat Steffi Bendrat in die Hürden. »Da habe ich einige Zeit gebraucht, um das zu verdauen. Ich habe realisiert, dass es mit Olympia nichts wird.«

Die 25-Jährige gibt sich aber kämpferisch und wird nach ihrem Urlaub wieder mit dem Training beginnen. »Ich lebe für meinen Sport, alles ist danach ausgerichtet«, betont sie und fügt ehrlich hinzu: »Für die Olympiateilnahme hätte ich ein Wunder gebraucht. Ein wenig hat auch das Glück gefehlt.«

Immerhin ist sie Anfang des Jahres in Florida auf eine Zeit von 13,04 Sekunden gekommen, allerdings bei zu viel Rückenwind. Höhepunkte in dieser Saison sind für die ehrgeizige Sportlerin die Teilnahme an der Hallenweltmeisterschaft in Portland/USA und bei den Europameisterschaften in Rotterdam gewesen. Dort ist sie trotz ihres Malheurs im Halbfinale 13. geworden.

2020 ist Steffi Bendrat 29 Jahre alt, also im besten Sportleralter und Olympia findet in diesem Jahr in Tokio statt – ein reizvolles Ziel, das sie nicht unbedingt wieder vor dem Fernseher verfolgen will. SHu

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