»Ich lebe dort sehr glücklich«

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Er will sich dank der starken Trainingsgruppe in Ruhpolding weiterentwickeln: Skilangläufer Paul Gräf. Foto: VOIGT / Kevin Voigt

Er ist erst seit gut einem halben Jahr am Stützpunkt Ruhpolding – und fühlt sich dort richtig wohl: Skilangläufer Paul Gräf (WSV Asbach). Der 21-Jährige konnte zuletzt auch bei der Zentralen Leistungskontrolle an seinem früheren Trainingsort Oberhof überzeugen, insbesondere mit dem dritten Platz in der U-21-Wertung beim Roller-Anstiegslauf über 17 Kilometer.


Gräfs Interesse am Skilanglauf wurde bereits frühzeitig geweckt. Denn er stammt aus Asbach, einem Ortsteil von Schmalkalden (Thüringen), »und da gibt es schon einige gute Möglichkeiten für den Wintersport.« So sah er schon als Vierjähriger sehnsüchtig beim Skilanglauf-Training zu, ehe er ein Jahr später »endlich ein Probetraining« absolvieren durfte. Gräf hatte viel Spaß an seiner Sportart, »und ich habe auch sehr früh gemerkt, dass ich das leistungsmäßig machen will.« Spätestens, als er mit 14 Jahren aufs Sportgymnasium (mit Internat) in Oberhof durfte, war der Weg in den Leistungssport vorgezeichnet. »Ja, da muss man sich auch sportlich dafür qualifizieren, da angenommen zu werden«, freut er sich auch im Nachhinein darüber, dass er in Oberhof gute Möglichkeiten bekam, seinen Sport intensiv auszuüben. Bis zum Abitur im Jahr 2019 blieb er im Internat, seither ist er beim Zoll-Skiteam als Profi aktiv. Er trainierte bis zu diesem Frühjahr weiterhin in Oberhof, doch gerade in seiner Altersklasse hatte er nicht viele Trainingspartner zur Verfügung, »im Winter war ich zeitweise sogar allein.«

Daher entschloss er sich zum Wechsel nach Ruhpolding. »Das ist eine starke und kompakte Truppe – und da herrscht ordentlich Leistungsdruck«, sieht er gute Voraussetzungen für eine sportliche Weiterentwicklung. Das Team am Stützpunkt sei gerade in seiner Altersklasse »wohl die stärkste Truppe in ganz Deutschland. Es macht hier einfach Spaß, und man treibt sich gegenseitig an.«

Das soll kurzfristig dazu führen, dass er sich für die U-23-Weltmeisterschaft ab Ende Februar 2022 qualifizieren kann, die nun in Zakopane statt in Wisla (beides Polen) ausgetragen werden soll. »Wenn ich das schaffen sollte, wären möglichst die Top Ten das Hauptziel«, hofft er.

Dazu soll ihm eben auch seine neue Trainingsgruppe verhelfen, in der er sich nicht nur sportlich, sondern auch menschlich sehr wohl fühlt. Das gilt auch für seine Wahlheimat Ruhpolding: In dieser hat er eine Wohnung gefunden, »und ich lebe dort sehr glücklich.« who

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