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»Ich freue mich drauf«

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Auf »seinem Hang« in Kitzbühel hofft er auf starke Leistungen: der Super-G-Sieger von 2019, Josef »Pepi« Ferstl. (Foto: Sammy Minkoff)

Die Vorfreude ist groß: Für Skirennfahrer Josef »Pepi« Ferstl (SC Hammer) geht es am kommenden Wochenende in Kitzbühel zur Sache. Dabei steht am Freitag und Samstag jeweils eine Abfahrt auf der Streif auf dem Programm, am Sonntag der Super-G.


Und gerade an den Super-G von 2019 hat der Tenglinger gute Erinnerungen: Da hatte er 2019 den zweiten Weltcupsieg seiner Karriere eingefahren.

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Mit dem Verlauf der laufenden Saison ist der 32-Jährige noch nicht richtig zufrieden. Platzierungen »um die 20« herum »sind nicht das, was ich mir vorstelle.« Angesichts teilweise geringer Zeitabstände aber »weiß ich, dass ich mithalten kann.« Er verweist dabei unter anderem darauf, dass ihm beim Super-G von Bormio (Italien) nur 0,31 Sekunden auf Rang 15 und in Gröden (Italien) sogar nur 0,47 Sekunden auf Rang zehn gefehlt hatten.

»Es hapert wohl an der letzten Konsequenz, ich muss noch mehr attackieren« betont Ferstl. »Ich weiß, dass ich schnell Skifahren kann: Aber es kommt auf Nuancen an« – und das eben auch vom Kopf her.

Dass die Rennen in Zeiten der Corona-Pandemie unter besonderen Vorzeichen stehen, damit müsse man sich einfach arrangieren, betont Ferstl, der dem Zoll-Skiteam angehört. »Wir können es ja eh nicht ändern, und auch in anderen Disziplinen hat die Sicherheit die oberste Priorität.« Daher durfte das Team – nach den obligatorischen Corona-Tests – auch erst am Montag anreisen, und auch vor Ort »wird es wohl strenge Auflagen geben.« Um unnötige Reiseaktivitäten zu vermeiden, sollen alle Teams direkt in Kitzbühel wohnen und sich jeweils in ihrer eigenen »Blase« bewegen. Das deutsche Speed-Team setzt dabei auch auf Einzelzimmer und bezog daher ein anderes Hotel als gewohnt, weil es im üblichen Quartier »zu wenig Einzelzimmer gegeben hätte.«

Abstand halten ist weiter das Gebot der Stunde – nur auf der Strecke nicht, da will Ferstl die Distanz zur Spitze verringern. Die Vorfreude auf die Hahnenkamm-Rennen ist groß. »Hier fährt jeder gerne hin. Da runterzufahren, ist eine Ehre – und ein Sieg ist ein 'kleiner Ritterschlag'«, verdeutlicht er die Bedeutung des Rennens.

Die Strecken der bisherigen Speedrennen »liebe ich ebenso. Auch da wollte ich schon ganz vorne mitfahren. Ich bin im Training immer vorne dabei, aber im Rennen konnte ich das bisher noch nicht abrufen. Vielleicht wollte ich zuviel«, rätselt Ferstl. Daher hat er sich für das Rennen in Kitzbühel »genügend Lockerheit« vorgenommen. »Aber man darf auch nicht zu locker fahren, das ist halt immer ein Spagat«, weiß er um die Schwierigkeit, hier die richtige Mischung zu finden.

Dass gleich an zwei Tagen hintereinander die Abfahrt ausgetragen wird, dürfte nach seiner Ansicht wohl weder Vor- noch Nachteil sein. Denn einerseits kennen die Fahrer am zweiten Tag Strecke und Bedingungen schon besser, andererseits aber werden wohl auch die Zeitabstände insgesamt geringer ausfallen. Es kommt eben auch hier auf Nuancen an.

Klar ist aber auch: »Das ist wohl die schwerste Abfahrt der Saison – da ist man richtig gefordert.« Eine Herausforderung, der sich Ferstl gerne stellt: »Ich freue mich drauf.«

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