weather-image

»Ich bin völlig überrascht«

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Sie wurde vom DSV ausgezeichnet: Biathletin Lisa Spark vom SC Traunstein, hier während eines Testwettkampfs in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

»Damit habe ich nicht gerechnet, ich bin völlig überrascht«, so kommentierte es Lisa Spark vom SC Traunstein, dass sie in diesem Jahr die Auszeichnung »Juniorensportler des Jahres« bekommen hat. Die 20-jährige Biathletin erfuhr darüber über Instagram, da sie bei der Ehrung im Rahmen der Einkleidung der Kader-Athleten nicht vor Ort war.


»Ich freue mich sehr darüber, das ist eine große Ehre für mich«, so die Polizeioberwachtmeisterin. Bei der Landespolizei in Ainring ist ihr Trainer Tobias Reiter, am Stützpunkt Ruhpolding gehört sie zur Gruppe von Andi Birnbacher.

Anzeige

Der ehemalige Weltklasse-Biathlet hält einiges von Lisa Spark. »Ich halte große Stücke auf Lisa, aber der Weg nach oben ist sicherlich sehr schwierig. Die Voraussetzungen dafür hat sie, aber ich halte mich in solchen Aussagen immer bedeckt. Viele fühlen sich davon oft unter Druck gesetzt«, weiß Birnbacher, der in dieser Hinsicht seine Schützlinge eher zurückhaltend begleitet.

Für die Sportlerin verlief die Vorbereitung im Sommer ziemlich normal, trotzdem gab es wegen der Hygienemaßnahmen wegen der Corona-Pandemie einige Änderungen. So wurden unter anderem kleinere Trainingsgruppen gegründet und auf die üblichen Vorsichtsmaßnahmen genau geachtet.

In dieser Saison will die 20-Jährige im Alpencup und Deutschlandpokal starten und sich für die Junioren-Weltmeisterschaft qualifizieren. Diese soll im März 2021 in Obertilliach stattfinden.

Bei der JWM zuletzt in Lenzerheide (Schweiz) kam Lisa Spark mit der Staffel und in der Verfolgung jeweils auf den vierten Platz. Dazu gewann sie im IBU-Juniorencup die Wertung im Sprint, im Gesamtklassement wurde sie Zweite.

Nun will sie weiter an sich arbeiten und sich in allen Belangen verbessern. Beim Stehendschießen will sie stabiler werden, neue Impulse im Laufen setzen und allgemein schneller schießen. Beim Schießen wird ihr der neue DSV-Schießtrainer Engelbert Sklorz unterstützend unter die Arme greifen. »Wenn jemand weiß, wie das Schießen funktioniert, dann der Engei«, sagt sie über die Zusammenarbeit mit Sklorz.

In eineinhalb Jahren finden in Peking die Olympischen Winterspiele 2022 statt. Eigentlich ein fixes Ziel für Sportler in ihrem Alter. »Daran habe ich noch nicht gedacht, ich mache lieber kleine Schritte«, gibt sie sich zurückhaltend. Konkurrenz aus der Familie bekommt sie von ihrer jüngeren Schwester Sophie, die bereits mit guten Ergebnissen in ihrer Altersklasse aufhorchen ließ. »Natürlich bekommt sie den einen oder anderen Tipp von mir. Schließlich bin ich als ältere Schwester auch Vorbild«, meint Lisa Spark schmunzelnd. Daneben reifen in ihrem Verein, dem SC Traunstein, weitere Talente im Biathlon heran wie zum Beispiel Marlene Fichtner. Doch auch im Schülerbereich sorgen junge Skijägerinnen aus der Großen Kreisstadt schon für sehr gute Platzierungen. SHu

Mehr aus Traunstein
Mehr aus Traunstein