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»Ich bin sehr gern in Ruhpolding«

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Sie zeigte sich in Ruhpolding zuversichtlich für den weiteren Saisonverlauf: Laura Dahlmeier.

Es war ein harter Kampf – doch Laura Dahlmeier ist bereit für die nächsten Herausforderungen in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena. Einen Tag nach ihrem 9. Platz im Sprint in Ruhpolding zeigte sie sich zuversichtlich, dass sie sowohl in der Staffel der Frauen am heutigen Samstag (14.30 Uhr) als auch im Massenstart am Sonntag (14.40 Uhr) an den Start gehen kann.


»Ja, so ist die Planung«, bestätigte sie bei einer Pressekonferenz in der Chiemgau-Arena. Sie schränkte aber auch gleich ein: »Ich glaube nicht, dass ich morgen eine deutlich bessere Laufzeit als im Sprint hinbringe.« Immerhin: »Ich bin froh, dass wir zwischen Sprint und Staffel einen Ruhetag haben.«

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Denn nach ihrem grippalen Infekt, der sie unlängst erwischt hatte, ist sie immer noch ein wenig angeschlagen. Schlimmer aber war es ihr im Herbst ergangen: »Da lag ich ja sogar im Krankenhaus und wusste nicht, was los ist. Ich wusste noch nicht einmal, ob ich überhaupt zu hundert Prozent wieder gesund werde.« Ihr Fernziel zu dieser Zeit war es, »dass ich vielleicht so bald fit werde, das ich in Ruhpolding wenigstens ein Rennen bestreiten kann.«

Zunächst ging es schneller aufwärts als geplant. Im November vergangenen Jahres »war ich viel mit den Jüngeren im Training unterwegs und habe gemerkt, wie viel Spaß ich am Biathlon habe.« Über einen Gaststart beim IBU-Cup – dort war sie froh darüber, Wettkampfpraxis sammeln zu können – ging es weiter zum Weltcup in Nove Mesto (Tschechien). Dort feierte die Olympiasiegerin im Sprint ein herausragendes Comeback.

»Dann habe ich dort schon auf den Massenstart verzichtet, dann kam auch noch der grippale Infekt dazu.« So hätte sie auf keinen Fall beim Weltcup in Oberhof antreten können, auch jetzt fühlt sich Laura Dahlmeier noch nicht in Bestform. Dennoch war sie glücklich darüber in der Chiemgau-Arena wieder antreten zu können. »Ich habe mich brutal auf den Heim-Weltcup gefreut, ich bin sehr gern in Ruhpolding. Dazu hatten wir auch noch gute Bedingungen, so lieben wir den Sport«, strahlte die 25-Jährige.

Dass neben ihr auch noch Maren Hammerschmidt langfristig ausfällt, »das trifft unser Team schon. Schließlich sind wir eine kleine Mannschaft, da fehlt halt jede, die ausfällt, sehr.« Für Dahlmeier persönlich kam hinzu, dass Hammerschmidt oft ihre Zimmerkollegin »und auch eine Gesprächspartnerin« war. »Vielleicht kann sie ja zum Saisonende hin doch noch einige Rennen bestreiten, ich drücke ihr ganz fest die Daumen«, hofft Dahlmeier.

Für sie selbst ist der weitere Saisonverlauf schon im Blick. Denn der Höhepunkt der Saison ist ganz klar die Biathlon-WM vom 7. bis 17. März in Östersund (Schweden). Ob es deshalb sinnvoll für sie ist, nach dem nächsten Weltcup in Antholz (Italien/24. bis 27. Januar) die zwei Übersee-Weltcups in Canmore (Kanada/7. bis 10. Februar) und Salt Lake City (USA/14. bis 17. Februar) zu bestreiten, erscheint ihr eher fraglich.

»Das ist selbst für die, die gesund in die Saison gekommen sind, sehr schwer. Man muss sich ja auch noch Körner für den Saisonhöhepunkt aufheben« – also die WM. »Das ist das Wichtigste für mich in dieser Saison.«

Zunächst aber will sie in Ruhpolding vor heimischem Publikum allmählich schon besser in ihren Rhythmus kommen. Die Staffel am heutigen Samstag könnte ein weiterer Schritt dazu sein. who