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Huber und Viellehner triumphierten

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Foto links: Stefan Holzner (Startnummer 794) führte lange das Rennen an. Links der spätere Zweite Filmon Abraham, rechts der Sieger Benedikt Huber. Foto rechts: Die strahlende Siegerin bei den Damen, Julia Viellehner. (Foto: Weitz)
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»Es hat einfach alles gepasst, genial«, zeigten sich Rose-Marie Niedermirtl und Werner Oberauer vom Organisationsteam mit dem Verlauf des 11. Traunreuter Stadtlaufs rundum zufrieden. Dabei hatten sie im Vorfeld schon etwas Angst gehabt, dass die Besucher wegen des WM-Viertelfinalspiels der deutschen Fußballnationalmannschaft ausbleiben könnten.


Diese Befürchtungen sollten sich glücklicherweise nicht bewahrheiten, was freilich auch daran lag, dass man auf einer Public-Viewing-Leinwand am Rathausplatz bei bester Verpflegung und Stimmung den 1:0-Sieg der DFB-Elf gegen Frankreich bejubeln konnte.

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Die Rennleitung verzeichnete bei allen Wettbewerben über 1400 Teilnehmer. Den Auftakt machten 300 Nachwuchsläufer beim Bambinilauf. Ihr Bestes gaben anschließend auch 43 Staffeln mit 215 Schülern. Bevor um 19.15 Uhr der Startschuss für den Hauptlauf fiel, nahmen einige Kommunalpolitiker den Benefiz-Lauf in Angriff – ganz ohne Zeit- und Leistungsdruck.

In einem deutlich zügigeren Tempo setzte sich dann das riesige Stadtlauf-Feld in Bewegung. Gerade einmal 23:13 Sekunden sollten vergehen, bis der erste Läufer die Ziellinie passierte. Zur Freude der begeisterten Zuschauer war es Lokalmatador Benedikt Huber (TSV Palling), der frenetisch gefeiert wurde. Für den 800-Meter-Spezialisten und Bayerischen Meister über diese Distanz war es bereits der dritte Triumph bei seinem Heimrennen nach 2011 und 2012. Hinter Huber komplettierten Filmon Abraham und Martin Kipnick das Siegerpodest.

Zum dritten Mal in Serie ganz oben auf dem Podium stand in Traunreut Julia Viellehner, die wieder einmal in einer eigenen Liga lief. »Ich habe das Rennen von Anfang bis Ende genossen«, verriet sie bei der Siegerehrung. Dabei steckte der Top-Triathletin noch der Ironman von Klagenfurt in den Knochen. Nur sieben Männer unterboten ihre Laufzeit von 24:29 Minuten. Die Plätze zwei, drei und vier gingen in der Damen-Gesamtwertung an Eva Trost, Nina Miesgang und an die erst 13-jährige Hanna Bruckmayer.

Nach dem Start hatte sich zunächst eine Vierergruppe mit Benedikt Huber, Martin Kipnick, Stefan Holzner und Florian Prambs gebildet, zu der dann nach gut einem Kilometer Filmon Abraham hinzukam. »Der hat uns alle verunsichert, weil ihn niemand kannte und einschätzen konnte«, so Huber. Auf den letzten 500 Metern habe er dann auf seine Spurtspezialitäten vertraut und sich entscheidend von der Konkurrenz absetzen können. Seine Renntaktik sei damit voll aufgegangen, so der 24-Jährige, dessen Konzentration nun ganz der Deutschen Meisterschaft am 26. und 27. Juli in Ulm gilt.

Am frühen Abend hatte es noch so ausgesehen, als würde man die magische Marke von 1000 Hauptlauf-Teilnehmern brechen können, da fast 1100 Meldungen eingegangen waren. Einige Athleten zogen es dann aber angesichts des schwül-warmen Wetters wohl doch lieber vor, gemütlich Fußball zu schauen. 2015 dürfte die 1000-Teilnehmer-Marke wohl endgültig fallen.

Unterhaltsam und informativ kommentiert wurde das Läuferfest für die ganze Familie vom Moderatoren-Duo Peter Maisenbacher und Hans Pagatsch. DJ »Jochen« sorgte für die passende Musik. Und auch für das leibliche Wohl war auf der stimmungsvollen »After-Race-Party« bestens gesorgt. Während die Gäste ausgelassen feierten, waren die fleißigen Mitarbeiter des Bauhofs schon wieder mit dem Aufräumen beschäftigt. Selbst Petrus erwies sich als Lauf- und Party-Fan, denn während es ringsum gewitterte, war der Spuk in Traunreut nach ein paar Regentropfen schon wieder vorbei.

Auch der Läufer-Nachwuchs war beim 11. Traunreuter Stadtlauf wieder stark vertreten und gab sein Bestes. Zum Auftakt nahmen 300 Buben und Mädchen den 700 Meter langen Bambinilauf in Angriff. Anschließend starteten bei den Schülerstaffeln 215 Nachwuchsläufer. 15 männliche, 17 weibliche und elf gemischte Staffeln waren am Start. mmü