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Hoyer pariert Foulelfmeter

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SVK-Schlussmann Lukas Hoyer hielt in der 71. Minute einen Foulelfmeter – es war der Knackpunkt im Spiel. (Foto: Butzhammer)

Geführt, zurückgelegen, Spiel gedreht: Der SV Kirchanschöring erlebte bei der DJK Vilzing beim 3:2-Sieg in der Fußball-Bayernliga Süd ein Wechselbad der Gefühle.


Vor 360 Zuschauern war das Spiel von Anfang bis Ende spannend und erhitzte die Gemüter. Die Vilzinger waren nach der Niederlage gegen die Gelb-Schwarzen sichtlich geknickt. Trainer Uli Karmann war »sehr enttäuscht«. Seine Elf hätte zu viele Fehler gemacht, das wäre das erste schlechte Spiel der Oberpfälzer in dieser Saison gewesen.

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Sein Gegenüber Yunus Karayün zeigte sich hingegen zufrieden. »Es war vor allem für die Zuschauer ein schönes Spiel, für die Spieler hingegen war es sehr intensiv mit vielen Tor-chancen.« Karayün sah wie Vilzings Coach Karmann den von Lukas Hoyer gehaltenen Foulelfmeter (71.) als Knackpunkt. Dass die Gelb-Schwarzen das Tor zum Schluss erzwungen haben, »das war eine Mannschafts-, aber auch eine Einzelleistung«! Der SVK-Sieg sei verdient gewesen. »Aber das Spiel hätte auch anders verlaufen können.«

Nach nicht einmal zehn Minuten zeigte eine kurze Besprechung auf der Hinfahrt im SVK-Bus Wirkung: Max Vogl wurde rechts mustergültig von Tobias Schild bedient, frei vor Torwart Ladislav Caba, legte Vogl uneigennützig ab und in der Mitte schob Özgur Kart das Leder zur umjubelten Führung für die Gäste ein. Zwei Minuten später verpassten gleich zwei SVK-Spieler eine ähnliche Hereingabe. Der Ausgleich für die Heimelf fiel nach einem Eckball: Der Ball landete 20 Meter vor dem Tor bei Markus Dietl, der die Kugel volley unhaltbar rechts unten zum 1:1 ins Netz hämmerte (13.).

Vilzing wollte jetzt mehr: Nach einer Hereingabe von rechts gingen beim Kopfball Yasin Gürcan und Michael Hamberger zu Boden, Schiedsrichter Michael Freund pfiff Strafstoß und den verwandelte Andre Luge trocken zum 2:1 (30.). Doch der SVK schlug zurück. Wieder gab Vogl über rechts scharf herein und Daniel Völkl bugsierte den Ball ins eigene Netz (38.).

Nach dem Wechsel gab es weiterhin Chancen auf beiden Seiten, kein Fußball-spiel für schwache Nerven. In der Schlussphase pfiff Schiedsrichter Freund erneut Foulelfmeter gegen den SVK. Dietl schoss platziert, doch »Elfer-Killer« Hoyer lenkte das Leder bravourös zur Ecke. Kurz vor dem Ende setzte sich Schild gegen zwei Gegenspieler durch, stocherte das Leder Richtung Tor und die Kugel rollte zum umjubelten 3:2-Siegtreffer für den SVK ins Vilzinger Tor (88.).

DJK Vilzing: Caba, Graf, Faber, Dimmelmeier (65. Weber), Hamberger, Dietl, Völkl, Trettenbach, Seitz (65. Jünger), Schwander, Luge.

SV Kirchanschöring: Hoyer, Eder, Kart, Sandner, Köck, Gürcan, Vogl (58. Sturm), Söll, Eimannsberger, Hofmann, Schild (90. Opara).

Tore: 0:1 (9.) Kart, 1:1 (13.) Dietl, 2:1 (30./Foulelfmeter) Luge, 2:2 (38./Eigentor) Völkl , 2:3 (88.) Schild.

Besonderheit: SVK-Tormann Hoyer hält Foulelfmeter von Dietl (71.).

Zuschauer: 360.

Schiedsrichter: Freund (SV Perlesreut). mw