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Hohes Niveau und spannende Kämpfe

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Richtig zur Sache ging es in Traunreut: Carsten Zillmer vom TSV Teisendorf (oben) hatte viel Mühe mit dem Traunreuter Markus Pauli.

»Das war ein richtig gutes Niveau«, betonte Volker Weberpals, Abteilungschef des TuS Traunreut, zum Saisonauftakt in der Judo-Bezirksliga. Der TuS und die Gäste vom TSV Teisendorf II zeigten spannende Kämpfe – größtenteils deutlich über Bezirksliganiveau. »Das waren Kämpfe auf Bayernliganiveau« pflichtete auch Konrad Gasser, Abteilungsleiter der Teisendorfer, bei.


Schon beim Abwiegen war klar, dass beide Teams unbedingt gewinnen wollten und entsprechend stark aufgestellt waren. Traunreut setzte seine Münchner Gastkämpfer ein, Teisendorf ließ eine Reihe von Judoka kämpfen, die auch in der II. Bundesliga auf Ippon-Jagd gehen sollen, wenngleich diese ein bis zwei Gewichtsklassen höher kämpften.

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Traunreut geht schnell in Führung

Traunreut ging gegen die nur zu neunt angetretenen Gäste schnell mit 3:2 in Führung, doch dann folgten fünf Teisendorfer Siege hintereinander. Das 7:3 aus Teisendorfer Sicht war schon die halbe Miete zum Sieg, der nach einigen Mattenduellen im zweiten Durchgang feststand. Der Spannung tat dies keinen Abbruch, gekämpft wurde verbissen um jeden Vorteil. Am Ende der 20 Paarungen stand dann der Teisendorfer 13:7-Sieg (Unterbewertung 124:67) fest.

Je zwei Mal in die Siegerliste trugen sich auf Teisendorfer Seite Benedikt Schmid (66 kg), Jakob Schmid (73 kg) und Maxi Haueis (73 kg) ein. Aufseiten der Gastgeber waren Michael Ehrenlechner (bis 80 kg) und der bärenstark kämpfende Ahmad Almesh (plus 90 kg) doppelt erfolgreich. Stark kämpfte auf Traunreuts Seite auch Johannes Hörterer (81 kg) vom JC Achental, der dem um zwei Klassen aufgerückten Teisendorfer Fritz Gasser alles abverlangte und sich nur mit einem Waza-Ari (halber Punkt) geschlagen geben musste.

»Für uns war der Kampf wichtig – auch als Standortbestimmung, wo unsere Kämpfer in ihrer Saisonvorbereitung stehen«, erklärte Teisendorfs Abteilungsleiter Gasser mit Blick auf die Zweitliga-Herausforderung. Aber auch die Traunreuter konnten erhobenen Hauptes von der Matte gehen. »Unsere Mannschaft hat gut gekämpft und alles gegeben. Ich bin trotz des Ergebnisses sehr zufrieden«, betonte Abteilungschef Weberpals.

Eine Reihe von Überraschungen

Ein hohes Niveau boten auch die Kämpfe in der weiteren Begegnung, in der sich Gastgeber TuS Prien und der TuS Töging gegenüberstanden. Beide Teams präsentierten sich stark und kämpften verbissen und engagiert um jeden Vorteil. Dabei gab es eine Reihe von Überraschungen: so zum Beispiel die beiden Gelbgurte auf Priener Seite Jummy Mirzoev (66 kg) aus Tadschikistan und Khushal Khan (73 kg) aus Afghanistan mit kraftvollen Eingängen. Nur der routinierte Christoph Käser siegte hier für Töging. Nach dem 5:5 nach dem ersten Durchgang blieb es auch im zweiten Abschnitt bis zuletzt spannend.

Dabei brachte der vorletzte Kampf letztlich die Entscheidung: Priens stärkster Kämpfer, Sebastian Summerer (bis 90 kg), musste gegen Tögings starken Neuzugang Benjamin Fauser auf die Matte, der mit einem Wechselhüftwurf gleich einen Waza-Ari erzielte. Nach und nach verließen den grippegeschwächten Judoka aber die Kräfte, Summerer gewann im Kampfverlauf mit einem Konter Ippon. Für Prien war das Unentschieden ein Erfolg und die Töginger zeigten, dass sie ähnlich stark wie im vergangenen Jahr sind. awi

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