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Die mehrfache Europameisterin im Tischtennis, Krisztina Tóth aus Ungarn, trainierte mit den Chieminger TSV-Mädchen – hier mit Lina Hakobyan. (Foto: TSV)

Hoher Besuch in Chieming – Ex-Profi-Spielerin Tóth trainiert Tischtennis-Mädchen des TSV

Beim Qualifikationsturnier in Cham haben die beiden Tischtennis-Aushängeschilder der Chieminger TSV-Nachwuchsabteilung, Lina Hakobyan und Stephanie Deinzer, unter anderem mehrere Kaderspielerinnen des Bayerischen Tischtennis-Verbandes (BTTV) besiegt. Sie erhielten damit die Startberechtigung für die Bayerische Meisterschaft. Diese Erfolge blieben der BTTV-Führung nicht verborgen. Die Verbandsreferentin für den Leistungssport, Krisztina Tóth, besuchte die Tischtennis-Abteilung des TSV Chieming deshalb am letzten Trainingstag in diesem Jahr. Die mehrfache Europameisterin aus Ungarn, die Leiterin und Cheftrainerin des Tischtennis-Leistungszentrums in München ist, wollte sich vom Leistungsstand der Mädchen selbst überzeugen.


Krisztina Tóth trainierte mit dem weiblichen Nachwuchs und gab wertvolle Tipps – unter anderem zum Spielaufbau. Bei einigen für den Tischtennis-Sport untypischen Übungen erntete sie seitens der Spielerinnen zunächst ein Kopfschütteln. Dazu erklärte sie: »Nachdem ihr technisch bereits nahezu perfekt seid, muss ich zu diesen vielleicht seltsam wirkenden Aufgaben zurückgreifen, damit ich sehe, wie schnell ihr euch auf ungewohnte Situationen einstellt und diese meistert.« Somit verging die Zeit wie im Flug und aus den ursprünglich geplanten 30 Minuten wurde am Ende ein fast zweistündiges Training.

Am Ende schilderte die 47 Jahre alte Krisztina Tóth dem Chieminger Trainer Sepp Radlbrunner ihre Eindrücke: »Als Erstes muss ich dir zu einer so famosen Truppe gratulieren. Technisch sind die Mädels, bezogen auf ihr Alter, schon fast perfekt. Am Spielwitz fehlt's noch etwas. Aber das kommt mit der zunehmenden Erfahrung.« Wenn die Mädchen zusammenbleiben und weiter so trainieren, sei sie überzeugt, dass diese Chiemingerinnen in spätestens fünf Jahren in der Damen-Oberliga zu sehen sein werden. »Was mir besonders gut gefiel, war der Umgangston innerhalb der Truppe. Keine Spielerin ist sich zu schade, mit den Bambini zu trainieren und mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. In Bayern muss man weit fahren, um eine so tolle Truppe zu finden.« Sie wolle gern wieder vorbeikommen, weil's »mir hier so viel Spaß gemacht hat«.

Tóths abschließender Vorschlag war, dass die TSV-Mädchen künftig auch am Stützpunkt in Kolbermoor trainieren sollten – doch damit können sich die Chiemingerinnen Lina, Stephi, Josipa und Co. noch nicht so recht anfreunden. Obendrein sei ein Unterbau mit einer Zweiten oder sogar Dritten Mannschaft wichtig, ergänzte sie. »Bei diesen Trainingsmöglichkeiten sollte das kein Problem sein«, meinte die erfahrene Spielerin.

bit

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