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Hoher Besuch beim »Fußball-Professor«

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Seinen 90. Geburtstag konnte der auf der ganzen Welt erfolgreiche Fußballtrainer Dettmar Cramer (Bildmitte) in seinem Heimatort Reit im Winkl feiern. Unter den Gratulanten waren auch der Generalsekretär des Deutschen Fußballbundes Helmut Sandrock (rechts) und Reit im Winkls Bürgermeister Josef Heigenhauser. (Foto: Hauser)

Hohe Repräsentanten des Fußballs gratulierten dem auf der ganzen Welt erfolgreichen Trainer Dettmar Cramer zu seinem 90. Geburtstag, den er in seinem Heimatort Reit im Winkl feierte. Dies war zugleich der Tag der Gründung der Dettmar Cramer Foundation (DCF), die es sich zum Ziel gesetzt hat, die von Cramer seit den 1960er Jahren aufgebauten Fußball-Coachingstrukturen mit neuem Leben zu erfüllen.


Unter den Klängen der Reit im Winkler Alphornbläser marschierten die Gratulanten zum Haus des Jubilars und überbrachten die Glückwünsche ihrer jeweiligen Organisationen. Unter ihnen waren der Generalsekretär des Deutschen Fußballbundes Helmut Sandrock, Bürgermeister Josef Heigenhauser, für den DCF-Geschäftsführer Andreas Ibach und Mäzen Tomoyuki Momonoi und auch die Vorstandschaft des FC Reit im Winkl mit Bernhard Raubinger an der Spitze.

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Bei den Feierlichkeiten und dem buchstäblich durchgeführten Startschuss zur Gründung der DCF im und am Festsaal erinnerte Bürgermeister Josef Heigenhauser daran, dass Dettmar Cramer in Sachen Fußball in über 90 Ländern der ganzen Welt gewirkt habe und fuhr fort: »Es erfüllt uns daher mit besonderem Stolz, dass dieser welterfahrene Mann seinen Alterssitz in Reit im Winkl genommen hat.« Ebenso stolz sei er darüber, dass die DCF hier starte, so der oft als »Fußball-Professor« bezeichnete Cramer.

DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock bezeichnete Dettmar Cramer als »Legende, die von uns verehrt wird«. Dass Deutschland im vorigen Jahr Fußballweltmeister geworden ist, sei Folge eines langen Prozesses, der viele Väter habe. Bei der gesamten Entwicklung auch des deutschen Fußballs habe Cramer einen großen Anteil und er sei daher »auch ein Architekt dieses WM-Titels.«

DCF-Geschäftsführer Andreas Ibach erinnerte daran, dass Dettmar Cramer seiner Institution zum Ziel gesetzt habe, wissenschaftliche Erkenntnisse in das Fußballtraining aufzunehmen und stets zu aktualisieren. Dazu gehörten dessen Leitsprüche »Für den Fußball wie für das Leben trainieren wir.« und »Solange besser möglich ist, ist gut nicht genug.«

Seit seiner erfolgreichen Tätigkeit als Trainer der japanischen Nationalmannschaft genieße Cramer in Japan einen Status großer Verehrung. Und so falle in seinem Heimatort Reit im Winkl der Startschuss vom »DCF kickoff« in Richtung der japanischen Stadt Hiroshima, dem Sitz der DCF. Alle 210 FIFA-Länder seien eingeladen, sich an dem Projekt »Football for Peace« innerhalb der DCF zu beteiligen.

Die Fußball-Damen und die Jugend des FC Reit im Winkl enthüllten das große Logo von »Football for Peace« und wurden von Matthias Nowak, dem Technik- und Kreativtrainer des FC Bayern München, wo Dettmar Cramer auch als Trainer tätig war, in die Grundzüge des Cramer’schen Fußballtrainings eingewiesen. Anschließend präsentierten sie vor dem Festsaal das von ihnen für das Projekt kreierte Bild, eines von weltweit 1260 Bildern. Schließlich schossen sie die bereitliegenden Fußbälle in Richtung der DCF-Heimatstadt Hiroshima, wo sie dann auch symbolisch empfangen werden. sh