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Hohe Ziele mit dem bewährten Team

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Sie pflegen einen gelegentlichen Austausch: der neue Stützpunkttrainer Kristian Mehringer (links) und sein Vorgänger Tobi Reiter, der jetzt in den Weltcup aufgerückt ist. (Foto: Wukits)

Das lange Warten hat ein Ende, für den heimischen Biathlon-Nachwuchs geht es in dieser Woche mit den Wettkämpfen los. Und das sogar auf echtem Schnee, in unseren Breiten derzeit ja Mangelware. In Lenzerheide/Schweiz hat man die weiße Pracht und damit sind die Wettkämpfe dort im Alpen-, bzw. Deutschlandpokal gesichert.


Doch die jungen Skijäger starten nicht nur in eine neue Saison, sondern auch mit einem neuen Trainer. Kristian Mehringer wurde im Sommer Nachfolger von Tobias Reiter. Reiter ist in den Weltcup in den Damenbereich aufgerückt. »Die Stimmung ist ganz gut«, sagt Kristian Mehringer. Der 33-Jährige war selbst als Biathlet aktiv und unter anderem Junioren-Weltmeister in der Staffel 2000 und 2001 zusammen mit Andi Birnbacher.

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Seinen Einstand als Trainer feierte er bereits im Oktober beim Nordcup in Clausthal-Zellerfeld. »Da ist es bereits ganz gut gelaufen«, sagt Mehringer und blickt sehr zuversichtlich in die kommende Saison. Insgesamt hat seine rund 50 Athleten starke Trainingsgruppe zwei Alpencup- und vier Deutschlandpokal-Rennen vor sich. »Tobi Reiter hat in diesem Bereich jahrelang eine hervorragende Arbeit geleistet und in diesem Sinne soll es auch weitergehen«, sagt er. Das heißt: Erfolg ja – aber nicht um jeden Preis.

»Ich werde keinen Druck auf die Sportler ausüben. Trotzdem muss es unser Ziel sein, den einen oder anderen irgendwann in den Weltcup zu bringen.« Darum ist Mehringer nicht nur Trainer, sondern auch Zuhörer. Ob private oder schulische Probleme, oft ist einfach nur Zuhören angesagt. In der ersten Reihe des Teams stehen die Junioren-Vizeweltmeister Anna Weidel und Marco Groß. Dazu kommen Marion Deigentesch, Dominic Reiter und Dominic Schmuck, die auch in dieser Saison in Richtung Teilnahme an der Junioren-WM schielen.

Für die sogenannten EYOF-Spiele sind Simon Groß, Marinus Veit, Pirmin Homberg und Martina Stadler die Anwärter.

Unterstützung bekommt Mehringer von Stefan Lauber und Tamara Lankes. Daneben gibt es auch einen gelegentlichen Austausch mit Ricco Groß und Tobi Reiter.

Trotz der vielen Ziele, diese sollen immer noch die Sportler selbst bestimmen, so Mehringers Philosophie. »Ich denke aber, wir können wieder mit unseren Chiemgauer Sportlern richtig vorne dabei sein.« Allgemein sieht Mehringer den Biathlonsport in Deutschland auf einem guten Niveau.

Darum sei ein stetiger internationaler Vergleich wichtig. Ausnahmetalente wie Magdalena Neuner würden aber nicht vom Himmel fallen. Bei Olympia 2018 könnte aber zum Beispiel eine Athletin wie Franziska Preuß um Medaillen laufen.

Trotzdem ist vor allem der Übergang vom Junioren- in den Herrenbereich eine harte Sache. »Da heißt es erst mal hinten anstellen und eine Schippe drauflegen«, weiß Kristian Mehringer aus eigener Erfahrung. Diese kann er in diesem Winter an seine jungen Schützlinge weitergeben. SHu