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Hohe Ziele für die nächsten Rennen

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Die Richtung stimmt jetzt: Der Überseer Profi-Triathlet Julian Erhardt gewann in Traunstein den 12-km-Lauf und geht optimistisch in die weitere Saison.

Bei der Challenge Rom lief es nicht nach Plan, bei der Challenge Riccione war's ebenfalls noch nicht das Gelbe vom Ei: Der Saisonauftakt ist für den Überseer Profi-Triathleten Julian Erhardt alles andere als nach Wunsch verlaufen. Doch Schwamm drüber: »Mit den ersten Rennen war ich sehr unzufrieden«, betont er, »langsam geht's aber wieder aufwärts.«


Vielleicht sei die Saisonplanung mit zwei Mitteldistanz-Rennen zum Start ein wenig unglücklich gewesen, schiebt der 26-Jährige hinterher. Aber dann richtet Erhardt seinen Blick endgültig nach vorn. »Beim Traunsteiner Halbmarathon ist es dann schon wieder sehr gut gelaufen«, freut er sich. Dort ging der Sieger des Halbmarathons von 2017 diesmal über die neue 12-km-Strecke an den Start und siegte in 41:00 Minuten.

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»Es laufen jetzt nur noch Kleinigkeiten falsch«

»Und auch beim Ligawettkampf mit Grassau in Weiden lief es gut.« Dort wurde Erhardt beim Regionalliga-Wettkampf – ein Supersprint mit den Distanzen 0,4 km Schwimmen, 9,6 km Radfahren und 2,5 km Laufen stand auf dem Plan – Zweiter in der Einzelwertung (wir berichteten bereits). »Es laufen jetzt nur noch Kleinigkeiten falsch.«

Zuletzt gab's für Julian Erhardt am Gardasee nochmals ein paar harte Trainingseinheiten. »Das war eine willkommene Abwechslung zum Trainingsalltag daheim«, sagt er, »und ich konnte dort auch nochmals viele Höhenmeter sammeln.«

Übrigens hat sich Erhardt auch von seinem bisherigen Trainer Philipp Seipp getrennt. »Jetzt geht's mit neuem Schwung weiter«, sagt Erhardt, der sich künftig selbst trainieren wird. »Ich habe ja aufgrund meines Sportstudiums und einiger Trainerlizenzen schon Erfahrung.« Ganz einfach sei das natürlich nicht, fügt er hinzu. »Schließlich muss man da auch immer einen Perspektivwechsel vornehmen – einmal sieht man das Training als Trainer, einmal als Sportler.« Bisher funktioniere es aber gut, betont Erhardt. »Und ich genieße das jetzt einfach auch, mein eigenes Ding durchzuziehen und ich hoffe, dass es dann auch Früchte tragen wird.«

Erster Härtetest in Mußbach

Der erste Härtetest steigt nun am kommenden Sonntag. Dort findet in Mußbach das erste Rennen im Rahmen des Rhein-Neckar-Cups statt. Vergangenes Jahr gelang Erhardt dort über die Sprintdistanz (500 m Schwimmen, 18 km Radfahren, 5 km Laufen) der erste Platz. Und auch für dieses Jahr hat er sich einiges vorgenommen. »Ich möchte gut in die Serie starten«, sagt er. Und dann? »2016 bin ich Gesamtdritter geworden, 2017 dann Gesamtzweiter, die logische Folge wäre jetzt also der Gesamtsieg.« Aber natürlich sei so eine Serie auch ein Stück weit immer eine Lotterie. »Ich möchte auf jeden Fall einfach weiter vorwärtskommen«, hebt er hervor. Die weiteren Wettkämpfe der Serie sind dann in Ladenburg (21. Juli), in Heidelberg (29. Juli) und in Viernheim (25./26. August).

Zwischendurch startet Julian Erhardt am 10. Juni noch bei der Bayerischen Meisterschaft über die Sprintdistanz in Trebgast und natürlich ist er auch bei seinem Heimrennen, dem Eberl-Chiemsee-Triathlon, am 24. Juni in Chieming dabei. Dort möchte der Überseer auf der Mitteldistanz »eine bessere Leistung abliefern als letztes Jahr, als ich nur Siebter geworden bin«, betont er und schiebt hinterher: »Ein Podiumsplatz wäre natürlich cool.« Spätestens dann wäre der maue Saisonauftakt endgültig ad acta gelegt. SB