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Hohe Energiekosten belasten Verein

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Der Schützenmeister Hermann Brosch (links) ehrte Rainer Geppert für 25-jährige Vereinstreue.

Aufgrund immer stärker steigender Energie- und Unterhaltskosten könnte die Schützengesellschaft (SG) Kammer-Rettenbach in einigen Jahren in finanzielle Probleme geraten. Diese Befürchtungen äußerte Kassier Klaus Oberkandler bei der Jahreshauptversammlung im Schützenheim. Falls es so weit kommen würde, so versicherte Oberbürgermeister Manfred Kösterke, werde die Stadt Traunstein den Verein »nicht hängen lassen«. Die SG sei nicht der einzige Verein in der Stadt Traunstein, der über die hohen Kosten für seine Sportstätten klagt.


Die Mitglieder waren sich einig, zunächst selbst nach Möglichkeiten zu suchen, wie sie Strom- und Ölverbrauch reduzieren können. Es kamen dazu einige Vorschläge und Schützenmeister Hermann Brosch schlug vor, bei der nächsten Vorstandssitzung einen Energiebeauftragten zu benennen. Dessen ungeachtet konnte die SG Kammer-Rettenbach im vergangenen Jahr dank einiger gut gelaufener Veranstaltungen einen finanziellen Überschuss erzielen, wie aus dem Bericht von Kassier Klaus Oberkandler hervorging.

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»Wir hatten wieder ein ereignisreiches und erfolgreiches Schützenjahr«, betonte Schriftführerin Pia Oberkandler in ihrem Bericht. Die Stadtmeisterschaft, das Dorfschießen und die Teilnahme am historischen Handwerkermarkt bei der 1225-Jahr-Feier von Kammer waren die herausragenden Ereignisse im vergangenen Jahr. Es wurden Scheiben ausgeschossen, man traf sich zu Vergleichskämpfen mit Nachbarvereinen und der Vereinsausflug führte, zusammen mit den Schützenfreunden aus Taching, an den Brombachsee und nach Dinkelsbühl.

Aus dem Bericht des Sportwarts Valentin Hartwig ging hervor, dass die Schützen der SG in den vergangenen zwölf Monaten recht erfolgreich waren. So landete beim Rundenwettkampf die Mannschaft in der Schützenklasse auf dem zweiten Platz und die Senioren, die mit Hilfsmitteln schießen, stiegen unbesiegt in die höchste Klasse auf. Nur die Jugend stieg ab.

Jugendwart Hans Kröger berichtete, dass die SG mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen hat. »Obwohl die Beteiligung von Jugendlichen anfangs rege war, kamen zum Saisonende nur noch wenige zum Übungsschießen«, bedauerte Kröger. Er forderte die Mitglieder auf, sich Gedanken zu machen, wie man Jugendliche für den Schützensport gewinnen kann.

Schützenmeister Hermann Brosch dankte allen Helfern im Verein und den Vorstands- und Ausschussmitgliedern für die gute Zusammenarbeit. Er kündigte im Sommer ein Grillfest für alle Helfer des Vereins an.

Gauschützenmeister Armin Singer wies darauf hin, dass man über den Gau Material für Veranstaltungen zur Gewinnung von Jugendlichen anfordern kann. Besonders erfreut zeigte er sich über die Tatsache, dass inzwischen durch eigene Auflage-Klassen in allen Schießarten Jung und Alt zusammen diesen Sport ausüben können.

Anschließend nahm Singer zusammen mit Hermann Brosch die Ehrung für 25-jährige Vereinszugehörigkeit vor. Rainer Geppert erhielt die Ehrennadel des Bayerischen und des Deutschen Sportschützenbundes.