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Hoffen auf einen baldigen Neustart

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Ob SBC-Handballer Andreas Brunner mit seinem Team ab Herbst in der Bezirksoberliga auf Punkte- und Torejagd gehen darf, steht aktuell noch in den Sternen. (Foto: Seidl)

Die Handballer des SB Chiemgau Traunstein sind mit der wegen der Corona-Pandemie vorzeitig abgebrochenen Saison mehr als zufrieden: Dem Herren-Team gelang letztlich ja der überraschende Aufstieg in die Bezirksoberliga. Abteilungsleiter Joachim Weese konnte zudem wieder sechs Jugendteams sowie die schon traditionelle Mini-Mannschaft ins Rennen schicken.


Die männliche B-Jugend von Trainer Moritz Jürgens ist der älteste Junioren-Jahrgang des SB Chiemgau und belegte in der Bezirksliga Süd 1 einen sehr guten 3. Platz nach 14 von 16 Spieltagen. Die männliche D-Jugend wird von Joachim Weese trainiert und spielte nach dem Aufstieg zum ersten Mal in der Bezirksoberliga – ein großer Erfolg für die junge Mannschaft. Die Saison musste hier bereits nach der Hälfte der Spiele abgebrochen werden. Der SBC und Lokalrivale Traunreut standen zu diesem Zeitpunkt am Tabellenende. Die Mannschaft wird jedoch seinen Weg gehen, ist man beim SBC überzeugt.

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Genauso wie die männliche C-Jugend von Markus Uzicanin und Korbinian Miller, die ebenfalls erstmalig in der Bezirksoberliga angetreten war und noch Lehrgeld zahlen musste. Dennoch ist man stolz darauf, gleich zwei Jugendmannschaften in der BOL etabliert zu haben.

Besonders erfreut ist man im SBC-Lager, dass man in dieser Saison wieder zwei weibliche Jugendmannschaften melden konnte, nämlich eine weibliche D-Jugend (Abbruch nach sechs Spieltagen und Platz sechs für den SBC in der Bezirksliga) und eine weibliche C-Jugend (Abbruch nach sechs von acht Spieltagen und Platz fünf für den SBC), beide Teams werden von Dali Schmidt trainiert. Dann gibt es noch die gemischte E-Jugend von Kay Hoßbach und Jonathan Levannier sowie die Mini-Mannschaft, die weiterhin von Helge Ziepa betreut wird.

Richtige Entscheidung getroffen

Besonders gespannt war man auf die Herrenmannschaft, die weiterhin von Martin Brunner trainiert wird. Die Abmeldung der Zweiten Mannschaft war letztendlich die richtige Entscheidung, denn man konnte so fast immer mit einem vollen Kader aufwarten, auch wenn man bei einigen Spielen nicht alle Leistungsträger an Bord hatte.

Der SBC steigerte sich im Laufe der Saison und arbeitete sich noch vor der Winterpause auf den 4. Tabellenplatz der Bezirksliga vor. Mit einer imposanten Siegesserie von zwölf unbesiegten Partien (elf Siege, ein Unentschieden gegen den damaligen Tabellenführer HT München) übernahm man am 15. Spieltag die Tabellenspitze und gab sie bis zum Abbruch der Saison – der erfolgte vier Spieltage vor Schluss – nicht mehr her.

Neben Traunstein durfte übrigens auch die HT München aufsteigen, damit sicherten sich letztendlich die beiden besten Teams der Bezirksliga verdient den Sprung in die höhere Liga. Sicherlich ist es ärgerlich, wenn man Meister wird und dann nicht gebührend mit seinen Fans feiern kann. Die SBC-Handballer hoffen aber, dass man die Aufstiegsparty heuer noch nachholen kann.

Die Saisonbilanz beim SBC fällt unter dem Strich also sehr positiv aus. Jetzt hofft Joachim Weese, dass es im Herbst auch weitergehen wird. Momentan sind ja alle Hallensportarten aufgrund der Coronavirus-Krise untersagt. Wenigstens darf man aktuell im Freien trainieren. Laut den Vorgaben des Bayerischen Handballverbands könnte man sogar auch schon wieder in der Halle üben, dabei muss man aber strenge Hygienemaßnahmen beachten. In Traunstein ist das allerdings derzeit noch nicht möglich, da alle Sporthallen weiter gesperrt sind.

Die Regelungen für die Handballer sehen übrigens vor: Die Gruppengröße von maximal 20 Personen (inklusive Trainer) ist einzuhalten. Die Trainingsdauer darf maximal 60 Minuten betragen, ein Lüftungskonzept ist zwingend erforderlich. Duschen und Umziehen erfolgen ausschließlich zu Hause. Ausreichend Waschgelegenheiten, Flüssigseife und Einmalhandtücher müssen bereitgestellt werden. Und vor allem gilt: Der Mindestabstand muss jederzeit eingehalten werden.

Körperkontakt ist nicht erlaubt

Dies bedeutet, dass derzeit nur Werfen, Fangen und Passen erlaubt ist. Für eine Sportart, die vom Körperkontakt lebt, ist das eine denkbar ungünstige Ausgangssituation. Man darf gespannt auf die weiteren Lockerungen seitens der Politik sein und wie sich der Bayerische Handballverband hier noch positionieren wird, denn eigentlich sollte ja im Herbst die neue Saison beginnen.

Falls diese dann im Oktober oder vielleicht erst im November beginnen sollte, wartet ein Mammutprogramm auf die Traunsteiner Herren, denn die Bezirksoberliga startet mit 15 Mannschaften. Somit wären für jedes Team 28 Spiele zu absolvieren, denn wegen der Krise gab es dieses Mal keinen einzigen Absteiger. Auf jeden Fall wünschen sich Abteilung und SBC-Fans diesen Neustart sehnlichst herbei. sn

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