Hoffen auf eine Wettkampfserie

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Der Inzeller Sprintspezialist Joel Dufter hofft darauf, dass die ISU bald eine Ersatzlösung für die abgesagten Weltcups präsentieren wird. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

Die Corona-Pandemie hat jetzt auch zu Konsequenzen im Eisschnelllaufen geführt. Die ISU hat den ersten Weltcupblock mit vier Rennen im November und Dezember abgesagt. Für das Inzeller Weltcup-Team war diese Entscheidung aber keine große Überraschung.


»Ich habe es mir fast gedacht, dass es soweit kommt«, sagt Sprintspezialist Joel Dufter. »Ich habe gehofft, dass wir zumindest die beiden ersten Weltcups in Polen und Norwegen durchführen können«, ergänzt der 25-Jährige.

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Er hofft nun darauf, dass es eine Ersatzlösung geben wird – und die sieht wohl europäisch aus. Die Wettkämpfe sollen in Heerenveen/Niederlande stattfinden. Sie sollen dabei ähnlich ablaufen wie die Endrunde der Fußball-Champions-League. »Wir müssen schauen, wie das funktioniert. Alternativ kann ich mir auch eine Wettkampfserie in Inzell vorstellen. Wir müssen abwarten, sonst kann ich ja gleich in den Urlaub fahren«, sagt Dufter etwas sarkastisch.

Sein Trainer Danny Leger sieht es ähnlich. »Das war zu erwarten und die logische Konsequenz. Die Frage ist, wie wird das jetzt gehändelt. Es geht um die Weltcupwertung und um die Olympiaplätze für 2022«, gibt Leger zu bedenken. Auch er kann sich eine Wettkampfserie in Heerenveen mit vier aufeinanderfolgenden Rennen vorstellen. »Unsere Vorbereitung bleibt zunächst so wie geplant. Die ISU muss nun überlegen, wie es weitergeht. Eine Saison ohne Wettkämpfe wird es nicht geben«, ist sich der Trainer sicher. Eisschnellläuferin Katja Franzen spricht von einer vernünftigen Entscheidung in der aktuellen Situation. »Natürlich sind wir sehr traurig über diese Entwicklung, aber auch sehr neugierig auf die mögliche Alternative. Lasst es uns zu einer tollen Saison machen«, sagte die 30-Jährige optimistisch. SHu

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