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Höchste Wachsamkeit am Schießstand

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Der Einmarsch der Kampfrichter in die Chiemgau-Arena kurz vor dem Wettkampf gehört mittlerweile in Ruhpolding zum festen Ablauf dazu. (Foto: Brenninger)

Ohne sie geht es nicht: Rund um den Biathlon-Weltcup in Ruhpolding sind unzählige freiwillige Helfer im Einsatz (2016 waren es exakt 1340). Auch die Kampfrichter sind alle ehrenamtlich tätig, betont der Ruhpoldinger Wettkampfleiter Alois Reiter im Gespräch mit unserer Zeitung. Und von ihnen gibt es ebenfalls eine jede Menge. Die Einsatzmöglichkeiten der Kampfrichter sind dabei vielfältig: Sie erstrecken sich etwa von der Anti-Doping- bis zur Streckenkontrolle.


Die meisten Kampfrichter sind während des Wettkampfs übrigens im Schießstand zu finden. »Dort sind es 60 Leute«, betont Reiter. Und diese haben eine verantwortungsvolle Aufgabe zu erledigen. »Sie protokollieren jeden Schuss der Athleten«, betont Reiter. Somit könne man nach dem Rennen etwa genau feststellen, welche Scheibe wo getroffen wurde, fügt er hinzu.

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Pro Schießstand gibt es dabei einen Kontrollschreiber. Jeweils drei Schießstände zusammen bilden eine Einheit, die mit einem Terminal ausgestattet ist. Es gibt für jede dieser Einheiten noch einen Kampfrichter, der nur für die Bedienung des Terminals zuständig ist, und einen Gesamtschreiber. Über das Terminal geben die Kampfrichter übrigens ein, welcher Biathlet sich gerade am Schießstand befindet. »Das ist etwa für die Fernsehübertragung wichtig. Denn das, was der Kampfrichter eingibt, ist für die Fernsehzuschauer dann immer rechts bei den jeweiligen Schießen eingeblendet«, betont Reiter. »Die Kampfrichter müssen also sehr wachsam sein.«

Auch deshalb wählen die Ruhpoldinger ihre Kampfrichter sehr sorgfältig aus. »Es ist mittlerweile ein eingespieltes Team, wir haben unsere Basismannschaft zusammen«, betont Reiter. Die Kampfrichter kommen dabei hauptsächlich aus Ruhpolding und der Region. »Wir haben aber auch Helfer aus anderen Bundesländern, die extra für den Weltcup anreisen.« Und natürlich werden die Kampfrichter auch speziell geschult, betont der Wettkampfleiter. »Zudem haben wir täglich Einweisungen.«

Bisher hat an den Wettkampftagen alles reibungslos funktioniert. Auch für die Strecke gab es bislang nur »höchstes Lob von den Mannschaften«, freut sich Reiter und fügt hinzu: »Und wenn die Sportler zufrieden sind, dann sind wir es auch.« SB