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Hochspannung in der Franz-Eyrich-Halle

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Er siegte, Traunstein gewann: Ilja Vorobev (rotes Trikot) ließ Gästetrainer Bernhard Rieger keine Chance und sicherte den Schlusspunkt. (Foto: Wittenzellner)

Hochspannung in der vor dem Abbruch stehenden Franz-Eyrich-Halle: In der Bayernliga setzte sich der TV Traunstein gegen den stark aufgestellten SC Oberölsbach knapp mit 13:11 durch.


Die Entscheidung fiel erst im letzten Kampf. Yusuf Raiskhel (57 kg, griechisch-römisch) punktete den Oberpfälzer Lukas Leinweber ein ums andere Mal aus und holte nach fünf Minuten effektiver Kampfzeit einen Sieg mit technischer Überlegenheit (15 Punkte Differenz). 4:0

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Erwartet stellten die SCO-Verantwortlichen ins Freistil-Schwergewicht (130 kg) Kevin Mejia Castilla aus Honduras. Der mehrfache WM-Teilnehmer wollte dem TVT-Ringer Georgi Sredkov das Leben schwer machen, was ihm auch gelang. Dennoch hatte der »Schorsch« nach sechs Minuten kräfteaufreibenden Kampf trotz zehn Prozent Gewichtsnachteil einen 2:1-Punktsieg erkämpft. 5:0

Tobias Einsiedler (61 kg, Freistil) stand gegen den mehrfachen bulgarischen Meister Nikolay Dobrev auf verlorenem Posten. Kurz vor Ende der ersten Runde musste er nach mehreren Durchdrehern einen Sieg mit technischer Überlegenheit gegen den Bulgaren zulassen. 5:4

Einer der Matchwinner auf Traunsteiner Seite war Gökhan Tetik (98 kg, griechisch-römisch). Das Muskelpaket kämpfte geschickt gegen Patrick Fanderl. Der knappe 4:2-Punktsieg war verdient, die 200 Traunsteiner Fans wussten um die Bedeutung dieses Punktsiegs und spendeten lang anhaltenden Applaus. 6:4

Gut gerungen, aber nicht belohnt: Das war das Fazit für Luca Zeiser (66 kg, griechisch-römisch). Er probierte gegen den Gästetrainer Christian Gregor viel, wurde dabei aber vom Gegner und Kampfrichter gebremst. Am Ende stand eine 4:8-Pleite zu Buche Pausenstand: 6:6

Dass der Stilartwechsel in der Rückrunde alles andere als einfach für den TVT ist, musste Eduard Tatarinov (86 kg, Freistil) erfahren. Ins Mittelgewicht aufgerückt, bekam er es mit dem zehn Kilogramm schwereren Pascal Hampel zu tun. Am Ende musste der etwas unter seinen Möglichkeiten ringende Traunsteiner eine 5:10-Niederlage einstecken. 6:8

Es sollte noch schlimmer kommen: Im 71 kg Freistil machte Mahsun Ersayin souverän Dampf und hatte Robin Himmler anfangs klar im Griff. Konditionelle Rückstände nutzte der Gästeringer aus und übernahm die Oberhand. Am Ende konnte sich der Oberpfälzer mit 8:6 knapp durchsetzen. 6:9

Wie schon in der Vorrunde machte Alex Patalaschko (80 kg, griechisch-römisch) gegen Serdar Biyikoglu deutlich, dass er Chef auf der Matte ist. Im Stand offensiver, drehte er in der angeordneten Bodenlage den SCO-Ringer mehrfach und siegte mit 12:0. 9:9

Dass das Mattenduell von Artur Tatarinov (75 kg, griechisch-römisch) gegen Alexander Horst spannend würde, war klar. Der Ex-Penzberger gehört zu den Besten im Team der Gäste. Tatarinov machte Druck, Horst kämpfte defensiv, was aber vom Kampfrichter anders beurteilt wurde. In der Brücke stehend konnte sich der Gästeringer gerade noch ins Aus retten. Nach und nach agierte dieser aber glücklicher und konnte nach sechs Minuten effektiver Kampfzeit einen 5:2-Punktsieg verbuchen. 9:11

Die Spannung schraubte sich nur kurz auf den Höhepunkt als Ilja Vorobev im Freistil Weltergewicht (75 kg) dem Gästetrainer Bernhard Rieger gegenüberstand. Der Mattenfuchs konnte der Dynamik des Traunsteiners nur kurz Paroli bieten. Vorobev holte nach gut eineinhalb Minuten effektiver Kampfzeit und jeder Menge Schrauben im Stand 18 Wertungspunkte, Traunstein gewann knapp, aber verdient mit 13:11.

»Das war ein hartes Stück Arbeit. Ich bin stolz auf unsere Ringer, die heute alles gegeben haben und auch taktische Marschruten gut umgesetzt haben«, freute sich TVT-Chefcoach Petar Stefanov. Die Traunsteiner festigten damit den 4. Tabellenplatz in Deutschlands dritthöchster Liga.

TVT-Nachwuchs chancenlos

Schwer hatten es die Nachwuchsringer des TVT in der Grenzlandliga gegen den Vizemeister Olympic Salzburg. Gegen die körperlich größtenteils überlegenen Gäste setzte es in zwei Mannschaftskämpfen zwei deftige Niederlagen – 8:31 und 5:30. Für den Tabellenvierten waren nur Justin Flemmer (31 kg, zwei Mal) und Daniele Flemmer (38 kg) erfolgreich. awi

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