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Hochkarätiger Gast beim SV Kirchanschöring

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Er könnte gegen Türkgücü wieder seine Dynamik zum Einsatz bringen: Kirchanschörings Max Vogl (links, hier gegen Schwaben Augsburgs Raffael Friedrich), der nach seinem Urlaub nun wieder zur Verfügung steht. (Foto: Butzhammer)

Mit dem SV Türkgücü-Ataspor erwartet der SV Kirchanschöring am Samstag um 16 Uhr nicht nur den aktuellen Tabellenführer der Bayernliga Süd, sondern die aktuelle Nummer drei im Münchner Stadt-Ranking, hinter dem FC Bayern und den Löwen vom TSV 1860. Türkgücü ist Nachfolger des legendären SV Türk Gücü, die spielten schon 1988 in der damals drittklassigen Bayernliga.


Da will der Verein dem Vernehmen nach auch wieder hin. Vor einem Jahr wurde enorm in die damalige Landesliga-Mannschaft investiert. Mit Meister-Trainer Andreas Pummer überholte Türkgücü-Ataspor kurz vor der Zielgeraden den lange an der Spitze thronenden SE Freising und wurde Landesliga-Meister.

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Pummer ist für den SVK ein alter Bekannter, ein Jahr zuvor sicherte sich der Coach mit dem FC Unterföhring den Aufstieg in die Regionalliga Bayern, wechselte dann aber nach München.

Türkgücü mit logistischen Problemen

Dabei steht Türkgücü-Ataspor vor gewaltigen logistischen Problemen. Konnte der Vorgängerverein noch im sogenannten Dantestadion eine Heimat finden, musste sich die Pummer-Elf zur Bayernliga-Saison vor den Toren der Stadt beim SV Heimstetten im dortigen Sportpark einmieten. Die Heimspiele im städtischen Stadion an der Grünwalder Straße auszutragen, lehnte die Landeshauptstadt ab, konnte dem Verein dennoch keine bayernliga-taugliche Anlage zur Verfügung stellen.

In der laufenden Saison gab es für den Spitzenreiter nur eine Niederlage (am 1. Spieltag beim SV Pullach) sowie ein Unentschieden (0:0 in Ismaning), alle anderen Partien gewann das Team von Pummer. So gastiert beim SVK ein »sattes Pfund« für die Elf von Alex Harsch, der, wie in Regensburg, Michael Kostner auf der Kommandobrücke bei den Gelb-Schwarzen vertritt. Der späte 1:1-Ausgleich bei der Jahn-Schmiede in Regensburg tat Mannschaft und Verantwortlichen sichtlich gut. »Wir haben eine positive Reaktion gezeigt«, sagt Thomas Dengel aus der Abteilungsleitung.

Nun heiße es, sich gegen die »vermeintliche Übermannschaft, Türkgücü« vor allem zu Hause »nicht zu verstecken und alles in die Waagschale zu werfen.« In der Vergangenheit wuchs der SVK gegen Spitzenmannschaften zu Hause oft über sich hinaus.

Schwierige Auftritte im Rupertiwinkel

So beendete der SVK unter anderem Siegesserien wie vor Jahren die des 1. FC Passau in der Landesliga Süd. Selbst Teams wie der SV Pullach oder Regionalligist Garching können ein Lied davon singen, wie schwer die Auftritte im Rupertiwinkel sein können.

In der laufenden Saison warten die Gelb-Schwarzen allerdings immer noch auf den ersten Heimsieg. Für den Kader muss Harsch auf Christian (Urlaub) und Manuel Jung (Rot-Sperre) verzichten, während Max Vogl wieder aus dem Urlaub zurück ist. mw