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Historischer Tag für die SBC-Handballer

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Simon Wendl und seine Teamkollegen standen der Ersten Mannschaft in nichts nach und sicherten sich am selben Tag den Aufstieg in die Bezirksliga. (Foto: Seidl)

Nach dem Schlusspfiff lagen sich die Handballer der Zweiten Mannschaft des SB Chiemgau Traunstein jubelnd in den Armen. Nach großem Kampf hatte man einen Sechs-Tore-Rückstand wettgemacht und beim TuS Raubling ein 20:20-Unentschieden geholt. Das reichte, um sich – wenige Stunden nach dem Aufstieg der Ersten Mannschaft in die Landesliga – die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Bezirksliga zu sichern. Doch bis dahin waren es dramatische Minuten und in der Schlussphase eine hektische Partie mit vielen Unterbrechungen.


In der ersten Hälfte war Raubling die bessere Mannschaft. Die Gastgeber setzten die Traunsteiner Abwehr immer wieder unter Druck und waren insbesondere bei Treffern aus dem Rückraum erfolgreich. Bis zum 3:3 konnte der SBC mithalten, dann setzte sich das Raublinger Angriffsspiel mehr und mehr durch und die Hausherren konnten zeitweise einen Vier-Tore-Vorsprung herauswerfen. Bis zur Pause konnte Traunstein noch aufholen und so ging man mit 10:8 in die Kabinen.

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In der Halbzeit traf dann der Traunsteiner Fanbus vom Spiel der Ersten Mannschaft aus Unterhaching ein und die Halle verwandelte sich in einen Hexenkessel. Doch zunächst jubelten weiterhin nur die Anhänger des TuS Raubling, denn nach dem Wechsel verlor Traunstein völlig den Faden und Raubling zog bis auf 15:9 davon. Doch die Handballer aus der Großen Kreisstadt gaben nie auf und kamen langsam immer besser ins Spiel zurück, während der TuS nun Nerven zeigte.

Angetrieben von Patrick Fuchs, der in der Zweiten Mannschaft aushalf, wurde der Vorsprung bis zur 45. Minute auf 17:13 reduziert. Die Traunsteiner Abwehr mit dem guten Torwart Richard Engel stand nun viel stabiler und die Manndeckung von Markus Peter gegenüber dem Raublinger Spielmacher Daniel Gattung zeigte seine Wirkung. Raubling hatte aber immer noch mit Fabian Herzig einen starken Torhüter im Kasten, der viele Würfe des SBC abwehren konnte. Zudem wurde das Spiel in den letzten Minuten immer hektischer und zerfahrener. Viele Unterbrechungen und Diskussionen mit dem Schiedsrichter, eine »Hinausstellung« des Traunsteiner Zeitnehmers Xaver Haider sowie eine Zeitstrafe gegen den Traunsteiner Trainer Bastian Hollmann verstärkten die Hektik im Spiel. Dann wurde ein Traunsteiner Treffer aberkannt, weil kurz vorher eine Auszeit angezeigt worden war und schließlich wurde auf einmal die Zeit nicht angehalten.

Doch gespielt wurde auch noch und das 18:16 erzielte Tamas Weywara mit einem Strafwurf und Martin Stiritz war von Rechtsaußen zum 18:17 erfolgreich. Raubling erhöhte daraufhin postwendend wieder auf 19:17, ehe zwei weitere Treffer von Patrick Fuchs den erneuten Gleichstand zum 19:19 bedeuteten.

Es waren noch vier Minuten zu spielen. Doch abermals gelang Raubling die Führung zum 20:19 durch Fabian Jeremias, ehe Tamas Weywara einen weiteren Siebenmeter zum 20:20 verwandelte. Jetzt war Raubling nochmals im Angriff, konnte seine Chance jedoch nicht nutzen und der SBC startete einen letzten Angriff. Als der Ball von einem Raublinger Feldspieler im Torraum gestoppt wurde, bekam Traunstein in der allerletzten Sekunde noch einen Strafwurf zugesprochen.

Tamas Weywara scheiterte mit seinem Wurf am gegnerischen Torwart und das Spiel endete 20:20. So gewannen die Traunsteiner Handballherren hauchdünn aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs vor Raubling den Meistertitel. Zwei Aufstiege an einem Tag – ein historischer Moment für den SB Chiemgau Traunstein und seinen Abteilungsleiter Armin Brunner.

Für den SBC Traunstein II spielten Richard Engel und Max Lechner (im Tor) sowie Victor Daniel, Tom Haider (1), Philip Kittel, Markus Peter, Tamas Weywara (7/2), Ricardo Pitsch, Simon Wendl (1), Andreas Brunner (1), Jan Furk (2), Martin Stiritz (3), Patrick Fuchs (5), Florian Laufenböck. sn