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»Hier hat man Top-Möglichkeiten«

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Derzeit ist die Shorttrack-Nationalmannschaft aus Großbritannien zum Training in Inzell. Untergebracht sind sie im Kia-Top-Sport-Hotel und genießen die guten Bedingungen. Marnix Wieberdink (von links), der Leiter der Kia-Speed-Skating-Academy in Inzell, begrüßte Cheftrainer Nick Gooch, Jack Whelbourne und Elise Christie. (Foto: Wegscheider)

In den höchsten Tönen loben die Shorttracker aus Großbritannien die Trainingsbedingungen in Inzell. Nach einem Antrag von Marnix Wieberdink, dem Leiter der Kia-Speed-Skating-Academy in Inzell, bei der Gemeinde Inzell kam das Ganze zustande. Der Inzeller Gemeinderat gab die Zustimmung für die Verlängerung der Shorttrack-Eiszeit – allerdings nur für vier Tage.


Vor Ort ist neben der Junioren- und Seniorennationalmannschaft der Engländer auch die zweimalige Vizeweltmeisterin (500 und 1000 Meter) im Shorttrack, Elise Christie, die bei der Weltmeisterschaft in Moskau einen historischen Erfolg für Großbritannien feierte. Mit dabei ist auch der ehemalige Juniorenweltmeister Jack Whelbourne, der sich voll des Lobes über Inzell zeigte. Mit Cheftrainer Nick Gooch stellten sie sich zu einem Interview.

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Es wird auch mit anderen Top-Nationen trainiert

Seit dem Bau der Eishalle sind die Sportler zum ersten Mal in Inzell im Training und begeistert über das Eis. »Das Eis ist hier sehr gut und auch die sonstigen Bedingungen sind hervorragend«, lobt Elise Christie. »Bisher waren wir immer in Dresden, aber dort ist man in der Stadt und hier hat man Top-Möglichkeiten zum Training in der Natur. Wir können Radfahren (Rennrad und Mountainbike), Laufen und haben auch sonst alles, was man zum Training braucht.« Sie fügt hinzu: »Ich würde mir wünschen, hier mal einen Wettkampf zu bestreiten.«

So sieht es auch Jack Whelbourne, der ebenfalls zum ersten Mal in Inzell trainiert. »Hier in Inzell kann ich mich voll auf den Sport konzentrieren. Hier haben wir auch im Hinblick auf die kommende Weltmeisterschaft in Korea gute Fortschritte gemacht. Die Trainingsmittel sind sehr abwechslungsreich. Und ein besonderer Vorteil ist, dass wir uns auf dem Eis auch mit anderen Top-Nationen messen können.«

Voll des Lobes über die Bedingungen in Inzell ist auch Cheftrainer Nick Gooch, der früher schon in Inzell war, als Großbritannien noch einen Olympischen Stützpunkt in Lofer hatte. »Doch damals gab es noch keine Halle und nun sind die Trainingsbedingungen hier einfach sensationell.«

Zudem, fügt Gooch hinzu, »haben wir bei uns in Großbritannien zwar das ganze Jahr Eis, aber es gibt keine 400-Meter-Bahn. Doch gerade die Abwechslung zwischen langer und kurzer Strecke ist sehr wichtig für unser Training. Normalerweise sind wir zweimal am Tag auf dem Eis und wechseln zwischen langer und kurzer Strecke. Man könnte auch nach Calgary oder Korea fliegen, aber da gibt es Probleme mit dem Jetlag und das haben wir in Inzell nicht.«

Das Team will künftig öfter nach Inzell kommen. »Wir sind sehr glücklich hier. Nur schade, dass es nur im Juli Eis gibt, denn Shorttracker brauchen das das ganze Jahr«, sagt der erfolgsorientierte Trainer. Bis Ende des Monats bleibt seine Gruppe noch in Inzell.

Auch Florian Becker profitiert von der Eiszeit

Von der zusätzlichen Eiszeit profitiert auch der Inzeller Kader-Sportler Florian Becker, der einige Male mit dem englischen Team trainierte. Auch der holländische Olympiateilnehmer Freek van der Wart und eine Japanerin haben sich in diesem Tagen der Mannschaft von Gooch angeschlossen. »Der Vergleich mit anderen Spitzensportlern ist für uns schon von Bedeutung, denn dann wissen wir, wo wir stehen«.

Positiv sieht auch Inzells Bürgermeister Hans Egger das Sommereis. »Für unsere Gemeinde ist es von großer Bedeutung gerade auch im Hinblick auf die Übernachtungszahlen. Das Sommereis ist zu einer Zeit, wenn bei uns noch nicht so viele Gäste im Ort sind und das steigert natürlich die Belebung im Ort«. hw