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Hervorragende Leistungen bei sehr guten Bedingungen

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Er holte sich den Titel als Deutscher Schülermeister: Florian Stasswender, der schon als Führender der Gesamtwertung im Gelben Trikot an den Start gegangen war. (Foto: Weitz)

Große Freude bei den heimischen Skilangläufern und Biathleten: Mit hervorragenden Ergebnissen in einzelnen Wettkämpfen und in der Gesamtwertung feierten sie beim Finale des Deutschen Schülercups in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena einen gelungenen Abschluss des DSC. Für beide Disziplinen stand je ein Techniksprint und ein Massenstart-Wettbewerb auf dem Programm, hinzu kamen die Staffeln mit je einem Mädchen und Buben der S 14 und je einem Mädchen und Buben der S 15.


Sogar den Titel als Gesamtsieger der S 15 und damit als Deutscher Schülermeister holte sich Florian Stasswender (SC Vachendorf), dessen Vereinskollegin Lena Hartl bei den Mädchen als Gesamtzweite der S 15 Vizemeisterin wurde. Für die Altersklasse S 14 gibt es zwar keinen Titelgewinn, aber auch hier feierte Marlene Fichtner (SC Traunstein) als Gesamtzweite einen großen Erfolg.

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»Nur bei den Staffeln lief es nicht ganz so super, aber wir können trotzdem sehr, sehr zufrieden sein«, freut sich Biathlon-Schülertrainerin Alexandra Grießenböck, die im Trainerteam von Kurt Jostl und Andi Fichtner unterstützt wird. »Auch Magdalena Plenk (SC Inzell, d. Red.) hat sich sehr gut geschlagen.«

Florian Stasswender hatte sich schon auf den Techniksprint gefreut: »Das ist mal lustig, einfach mal drei Minuten volle Kanne geben« – prompt gewann er diesen Wettbewerb. Zwar möge er »eigentlich lieber flache Strecken, aber das ist meine Hausstrecke hier«, sah er auch dem Massenstart positiv entgegen. Er wollte »es nicht zu ernst, aber auch nicht zu locker angehen – man darf halt nicht verkrampfen.«

Das tat er ebensowenig wie Marlene Fichtner. »Einfach nochmal alles geben« hatte sich die Sportlerin des SC Traunstein vorgenommen – was mit den Plätzen 2 (Techniksprint) und 3 (Massenstart) hervorragend klappte. Als Schülerin am Chiemgau-Gymnasium habe sie gute Unterstützung für ihren Sport, sagte sie. Das gilt auch für Lena Hartl, die an der Achental-Realschule ist. In Ruhpolding »haben wir schon einen Heimvorteil« – den sie mit dem Sieg im Sprint auch nutzte. Im Massenstart zeigte sich, »dass ich im Schießen noch nicht konstant genug bin.« Sechs Fehler (bei vier Schießeinlagen in der S 15) warfen sie auf Rang 11 zurück. Dafür wurde Marit Reichenberger (WSV Aschau) hier Dritte. Ihr Ziel, »einfach mein Bestes zu geben«, erfüllte sie, auch weil sie im Schießen »schon relativ konstant« ist. Auch Rang 5 im Sprint war hervorragend.

Dass Markus Scheck als Sieger und Silvio Riehl (beide WSV Aschau) als Vierter im Sprint der S 14 ebenfalls ganz vorne mitmischten und Riehl zudem Dritter des Massenstarts wurde, krönte das gute Abschneiden der heimischen Biathleten. Gut präsentierte sich auch Andreas Hobmaier (TSV Siegsdorf), der beim Schülercup in Oberhof Pech gehabt hatte: »Da hat sich an seiner Waffe am Diopter etwas verschoben, das haben wir erst hinterher feststellen können. Daher wurde er dort etwas unter Wert geschlagen«, so Alexandra Grießenböck.

Die Skilangläufer präsentierten sich in den Einzelwettbewerben gut, ehe es dann in der Staffel überragend lief. Unter den besten zehn Staffeln waren acht aus Bayern, nur Baden-Württemberg I (4.) und Sachsen (6.) waren hier ebenfalls dabei. »Da hat uns der Bayerische Skiverband sogar ein Dankesschreiben geschickt und die Vereine vor Ort für ihre gute Nachwuchsarbeit gelobt«, freut sich Gauschülertrainerin Michaela Hofmeister, die von Sepp Wolf unterstützt wird.

Lisa Zinecker (SV Oberteisendorf) lief in der Staffel sogar die Bestzeit aller Mädchen, obwohl sie noch der S 14 angehört. Ihr Ziel nach dem Sprint (7.), »morgen aufs Podest« im Massenstart zu laufen, verfehlte sie als Fünfte knapp. »Sie hat lange Zeit mit einem anderen Mädchen das Rennen angeführt, aber dann ist am letzten Berg die Verfolgergruppe noch herangekommen«, erklärt Michaela Hofmeister. Stark war auch Platz 7 von Sophia Diesl (WSV Reit im Winkl).

Pech hatte Chrissi Enzinger (SV Oberteisendorf) im Massenstart. »An diesem Tag war die Strecke sehr weich, und dann hat Chrissi in der Abfahrt einen Sturz gehabt, da verliert man eben viele Plätze«, berichtet Hofmeister. Der Sprint (9.) hatte Zinecker gut gefallen, »nur beim Slalomteil war es etwas eisig. Aber ich mag solche Techniksprints sehr gern.« Die langen Strecken des Massenstarts »sind wir zwar im Wettkampf noch nie gelaufen, im Training aber schon öfter.« Zwei- bis dreimal in der Woche gemeinsam trainiert, insgesamt kommen die Mädchen auf vier Einheiten. »Da gibt uns die Trainerin Aufgaben mit«, so die junge Sportlerin.

Pech hatte auch Markus Graßmann (SV Marzoll). Hofmeister berichtet: »Er war lange ganz vorne dabei. Dann hatte er einen Sturz in der Abfahrt. Das hat schon Zeit gekostet, und die Bindung war kaputt. So hat er bei mir erst einmal meinen Ski genommen, obwohl der ihm nicht wirklich passt. Ein Stück später hat er dann von seinem Papa den Reserveski bekommen – das kostet alles Zeit.« Dass sich Graßmann trotzdem durchgekämpft hatte, sei »bewundernswert«, lobt seine Trainerin.

Auch organisatorisch lief die Veranstaltung gut ab. Die Gesamtleitung und die Zuständigkeit für Biathlon lagen beim SC Ruhpolding (und der Chiemgau-Arena), beim Langlauf beim SV Oberteisendorf. »Das war alles rundum gelungen, auch die gemeinsame Siegerehrung für alle im Kurhaus ist ein Höhepunkt für alle Teilnehmer«, lobt Alexandra Grießenböck. »Das ist wirklich eine schöne Würdigung dessen, was die Sportler leisten.« Für ihre Biathleten geht es am kommenden Wochenende nochmals beim Drei-Länder-Vergleich zur Sache. Von den 30 Sportlern der Altersklassen S 13 bis S 15 »stellt unsere Inn-/Chiemgauer Gruppe mit 17 die meisten«, freut sich Grießenböck.

Für die Langläufer ist dagegen die Wettkampfsaison beendet, »allerdings gehen viele noch beim Meiche-Schier-Lauf in knapp zwei Wochen an den Start«, so Michaela Hofmeister. Auch dort wollen sich ihre Schützlinge wieder gut präsentieren. who

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