Hervorragende Leistung von Roest

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Er ließ über 5000 Meter sogar Sven Kramer hinter sich: der Niederländer Patrick Roest. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

In der Inzeller Max-Aicher-Arena wurde mit der »Offiziellen Bahneröffnung« die Wettkampfsaison 2021/22 eingeläutet. 200 Eisschnellläufer aus 22 Nationen waren dabei auf den verschiedenen Strecken am Start. Dominiert wurden die Rennen überwiegend von den Kufenflitzern aus den Niederlanden.


Gespannt war man auf das Duell über 5000 Meter, bei dem sich Olympiasieger Sven Kramer (6:15,66 Minuten) seinem Landsmann Patrick Roest (6:12,68) geschlagen geben musste. Roest ist viermaliger Weltmeister und gewann bei Olympia 2018 Silber und Bronze über 1500 Meter und der Teamverfolgung. Über die 1500 Meter der Frauen siegte seine Landsfrau Ireen Wüst in 1:55,11 Minuten. Die 3000 Meter waren eine Beute von Antoinette de Jong und nach langer Verletzungspause siegte die Österreicherin Vanessa Herzog über die 1000 Meter. Bemerkenswert war, dass über 3000 Meter Michelle Uhrig als Sechste beste Deutsche vor Claudia Pechstein war. Auf der 3000-Meter-Strecke der Männer setzte sich der Belgier Bart Swings durch.

Keinen guten Tag hatte Lokalmatador Joel Dufter, der über 500 Meter mit 36,18 Sekunden 16. wurde. Daraufhin verzichtete er auf weitere Starts. Eine Woche zuvor war er über 500 Meter in einem Test in 35,73 Sekunden Zweiter und über 1000 Meter in 1:10,22 Minuten Vierter geworden.

Zufrieden war Inzells verantwortlicher Trainer Andreas Kraus mit seinen Schützlingen. Katja Franzen, Anna Ostlender und Josephine Heimerl zeigten vor allem am zweiten Tag über 500 Meter gute Leistungen. Franzen wurde in 39,72 Fünfte vor Ostlender in 39,82, Heimerl wurde mit 40,40 Sekunden Achte.

»Wir sind zum jetzigen Zeitpunkt der Saison mit den Zeiten weiter als genau vor einem Jahr«, freute sich Kraus. Ziel für das Trio ist nun die Deutsche Meisterschaft Ende des Monats auf seiner Hausbahn. Da soll die Qualifikation für den Weltcup fixiert werden. Das gilt auch für Leia Behlau, die bei Michael Restner trainiert.

Im Konzert der Großen waren auch die jüngeren Eisschnellläufer aus der Gruppe von Kraus am Start. »Sie haben eine Reihe persönlicher Bestzeiten aufgestellt. Ich musste aber alles ein wenig dosieren, weil sie zuvor einige Körner bei einem Lehrgang in Erfurt gelassen haben«, erklärt der Trainer. Am kommenden Wochenende geht es unter anderem für Maira Jasch, Isabel Kraus, Felix Motschmann und ihre Teamkollegen nach Erfurt. Dort findet die Qualifikation für die Junioren-Weltcups statt, die Ende November und Anfang Dezember in der Max-Aicher-Arena über die Bühne gehen. Zufrieden waren die Sportler auch mit den perfekten Eisbedingungen.

SHu

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