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Hermann Gerland begeistert den Nachwuchs

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Hermann Gerland (links), der Co-Trainer des FC Bayern München, schaute sich gemeinsam mit SBC-Abteilungsleiter Ludwig Trifellner das Sportgelände in Traunstein an. (Foto: Wirth)

Erst Thomas Müller, dann Hermann Gerland: Gleich zwei Angestellte des FC Bayern München haben in diesen Tagen die Region besucht. Thomas Müller war am Sonntag beim Fanclub »De rodn Waginga« (wir berichteten bereits), Hermann Gerland, der ja Co-Trainer beim Deutschen Rekordmeister ist, schaute am Montag beim SB Chiemgau Traunstein vorbei. Er machte sich dabei ein Bild des Nachwuchsleistungszentrums, schaute sich die Trainingseinheiten der Jugendlichen an und sprach anschließend vor Spielern, Eltern, Trainern und Sponsoren über seine langjährigen Erfahrungen im Profibereich – und das auf eine äußerst sympathische, natürliche und humorvolle Art.


»Das war eine rundum gelungene Veranstaltung«, freute sich der Dritte Gesamtvorstand Manfred Wudy hinterher. Er kündigte an, dass der Verein versuchen werde, derartige Veranstaltungen öfters anzubieten. Auch Landrat Siegfried Walch und der Traunsteiner Oberbürgermeister Christian Kegel zeigten sich begeistert. »Es ist eine Ehre, Sie in der Sportregion Traunstein begrüßen zu dürfen«, betonte Walch. »Sie sind ein gern gesehener Gast.« Auch der SBC-Vorsitzende Dr. Engelbert Thaler freute sich über den Besuch: »Präsidenten kommen und gehen, Trainer kommen und gehen, aber der ,Tiger' bleibt. Respekt dafür«.

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»Das Gelände und das Stadion sind wirklich hervorragend«

Gerland betonte im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt, dass der SB Chiemgau über eine sehr schöne Anlage verfüge. »Das Gelände und das Stadion sind wirklich hervorragend.« Nur einen Kritikpunkt hatte er: den Rasen im Stadion. Deshalb versuchte er auch sofort, Siegfried Walch ein paar zusätzliche Euros aus der Tasche zu locken. »Also, ein Dünger für den Rasen müsste schon noch drin sein, oder?« Walch bejahte dies umgehend.

Gerland erinnerte sich übrigens auch noch daran, dass er 1992 schon einmal mit dem FC Bayern in Traunstein gespielt hatte (damals noch auf der Anlage des ESV Traunstein). Er ging auch auf die aktuelle Situation beim FC Bayern ein. »Wir spielen momentan nicht so wie vergangenes Jahr. Es ist einfach eine hohe Belastung für die Spieler«, betonte er. Gerland mochte das aber auch nicht als Ausrede verstanden wissen: »Die anderen Vereine haben das ja auch.« Ihm sei aber bewusst, »dass wir uns steigern müssen, wenn wir wieder Meister werden wollen«. Dann gab's in der Sportgaststätte eine ausführliche Fragerunde mit dem »Tiger« zum Thema »Vom Dorfverein zum Profi«. SBC-Abteilungsleiter Ludwig Trifellner moderierte den Abend und Hermann Gerland beantwortete bereitwillig Frage um Frage (siehe Kasten rechts). Zunächst erzählte er noch kurz, wie sein Weg zum Profi war. »Ich habe jeden Tag Fußball gespielt, wollte Bundesligaspieler werden, aber in der Schule war ich nicht so gut.« Gerland schaffte es dann auch tatsächlich. Er hatte auch einen Tipp für die Trainer parat. »Die Rumlauferei ist heute vorbei, heute wird mit Ball trainiert.«

Als Geschenk brachte der 62-Jährige übrigens zwei Trikots des FC Bayern München mit, eines von Franck Ribéry, eines von Douglas Costa mit den Originalunterschriften der Bayern-Stars. Diese wurden am Ende versteigert und es kam ein Betrag von 1260 Euro zusammen. Der Erlös wird sozial Schwächeren zur Verfügung gestellt. SB

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