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Herausragende Leistungen von Franziska Preuß und Simon Schempp

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Er hat schon weitere Erfolge – auch im Winter – im Blick: Simon Schempp, der bei den Deutschen Meisterschaften mit starken Leistungen überzeugte. (Foto: Wukits)

Mit zufriedenen Mienen sind die verantwortlichen Trainer des heimischen Biathlon-Stützpunkts von den Deutschen Meisterschaften aus Altenberg und Oberhof zurückgekehrt. Simon Schempp und Franziska Preuß waren die herausragenden Akteure.


Schempp holte den Titel im Sprint und in der Verfolgung und kam in der Gesamtwertung auf den zweiten Platz, nur um einen Punkt hinter Arnd Peiffer. Bei den Damen sicherte sich Franziska Preuß nach drei Wettkämpfen den Gesamtsieg. Sie gewann den Sprint und den Massenstart, im Verfolger wurde sie Zweite.

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Damentrainer Tobias Reiter konnte mit dem Abschneiden seiner Schützlinge sehr zufrieden sein. Hinter Preuß konnten sich Vanessa Hinz, Maren Hammerschmidt und Denise Herrmann in der Pokalwertung einreihen. »Das hat alles sehr gut funktioniert bei der Franzi«, freute sich Reiter über die Leistungen von Preuß.

Sie sicherte sich mit Laura Dahlmeier und Vanessa Hinz auch noch den Titel in der Staffel. Laut Reiter hinterließ auch Vanessa Hinz einen guten Eindruck. Mit dem Sieg im Verfolger und dem dritten Platz im Sprint schaffte die Schlierseerin zweimal den Sprung auf das Podest. »Sie hat nach dem Sommertraining eine gute Entwicklung geschafft. Endlich hat sie Laufen und Schießen auch im Wettkampf klasse umgesetzt. Das hat sie im letzten Winter nicht immer hinbekommen«, so Reiter.

Bei Maren Hammerschmidt gab es Licht und Schatten. Beim Massenstart in Oberhof hatte sie ihre liebe Mühe und kam als Elfte ins Ziel. »Sie war etwas müde, und Oberhof liegt ihr nicht so«, meinte Reiter. Eine Woche zuvor in Altenberg bewies sie als Zweite im Sprint und Dritte in der Verfolgung ihre gute Verfassung.

Neueinsteigerin Denise Herrmann zeigte am Schießstand schwankende Leistungen. »Dafür hat es läuferisch gepasst«, lobte Reiter die ehemalige Langläuferin.

Zufrieden ist Reiter auch mit Marion Deigentesch vom SV Oberteisendorf. »Gegenüber den vergangenen zwei Jahren hat sie sich enorm gesteigert. Sie hat bereits im Training stabile Leistungen gezeigt, das wollen wir im Winter so fortsetzen.« Ihr bestes Ergebnis war der siebte Platz im Verfolger. »Was mich besonders freut ist, dass alle Gruppen bei uns an einem Strang ziehen«, lobte Reiter. Nun dürfen seine Damen eine Woche Urlaub machen.

Ein ähnliches Fazit konnte bei den Herren Andi Stitzl ziehen. »Unser Aushängeschild ist Simon Schempp – und da liegen wir voll im Plan. Da können wir in diesem Winter einiges erwarten«, so Stitzl. So konnte er auch den siebten Platz seines Schützlings in Oberhof beim Massenstart verschmerzen. Nach vier »Fahrkarten« schaffte Schempp immerhin die beste Laufzeit im Feld. Angetan ist Stitzl aber von der Leistungsexplosion des Marzollers Matthias Dorfer. Mit dem zweiten Platz im Massenstart sicherte sich der 23-Jährige den dritten Platz im Gesamttableau. Ein dritter Platz im Sprint und der fünfte Rang in der Verfolgung rundeten den guten Eindruck ab.

Sophia Schneider mit beachtlichen Leistungen

Zufrieden war der Trainer auch mit den Leistungen der Fraktion aus Berchtesgaden mit Niklas Homberg (4. Gesamt) und Michael Willeitner (6. Gesamt). »Da zeigt sich auch die gute Arbeit am Stützpunkt mit den Trainern Andi Birnbacher und Isidor Scheurl«, lobte er.

Einen Rat gab Stitzl noch den ganz jungen Athleten auf den Weg. »Sie haben sich teilweise gut aus der Affäre gezogen. Aber in den kommenden Jahren dürfen sie ruhig noch einiges drauflegen.« Dass sie durchaus zu guten Leistungen in der Lage sind, bewiesen sie in der Staffel. Marco Groß, Johannes Kühn und Michael Willeitner kamen hinter Thüringen auf den 2. Platz. Dritter wurden Dominic Reiter, Niklas Homberg und Dominic Schmuck.

Nach Ansicht von Nachwuchstrainer Kristian Mehringer waren die Titelkämpfe ein guter Vergleich – mit teilweise der Weltklasse angehörenden Biathleten – für seine Sportler. Nach einem herben Rückschlag für Anna Weidel im vergangenen Winter zeigte sie sich sehr gut erholt und erkämpfte in Altenberg zwei achte Plätze. In Oberhof hatte sie in der Staffel die viertbeste Einzelzeit. Im Massenstart musste sie auf dem dritten Platz liegend wegen eines Sturzes durch Kreislaufprobleme aufgeben.

»Der Rückstand zur Weltspitze wurde verringert, was natürlich für die Weiterentwicklung spricht«, gab ihr Mehringer auf den Weg. Einen beachtlichen siebten Platz im Massenstart sicherte sich Sophia Schneider. Allerdings schoss sie im Sprint fünf Fahrkarten. »Läuferisch war sie sehr gut dabei. Sie ist auf einem wirklichen guten Weg, mit ihr ist immer zu rechnen«, lobte der Trainer die 19-Jährige.

Sehr konstante Leistungen zeigte Marco Groß in seinem ersten Seniorenjahr. Die Kombination aus Laufen und Schießen hat er nach Ansicht Mehringers gut hinbekommen. Groß kam in der Gesamtwertung auf den 14. Platz. Dominic Reiter hatte nach einer Erkrankung im Vorfeld der Titelkämpfe auf einen Start in Altenberg verzichtet. Im Massenstart kam er auf den 21. Platz. Für die Truppe von Kristian Mehringer ist jetzt eine zweiwöchige Regenerationszeit angesagt. »Dann geht es aber in die Vollen«, verspricht der Trainer. SHu