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Heiß umkämpfte Relegation

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Dominik Kühnhauser (links) und sein Mannschaftskollege Josef Pallauf können mit dem TSV Fridolfing den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen, müssen aber einen Sieg gegen Tacherting holen. Gerhard Nafe und der SV Laufen sind vor dem Spiel gegen Vachendorf bereits gerettet. (Foto: Butzhammer)

Der Meister und ein Absteiger stehen in der Fußball-Kreisklasse IV zwar schon fest, die Relegationsplätze für die Spiele gegen den Ab- und um den Aufstieg sind aber am letzten Spieltag noch heiß umkämpft. Der spielfreie TSV Bad Reichenhall (2. Platz/35 Punkte) kann in diesen Kampf nicht mehr eingreifen, den Aufstiegs-Relegationsrang wird die Mannschaft deshalb wohl an einen der vier Verfolger verlieren.


Ebenso spielfrei ist der TSV Berchtesgaden, der seine Mannschaft zurückzieht und deshalb am Ende der Saison den letzten Platz belegt. Zwar ist damit für den SV Oberteisendorf (12./20) und den TSV Fridolfing (11./22) der ganz große Druck weg, trotzdem wollen beide Mannschaften am heutigen Samstag – alle Spiele werden zeitgleich um 15 Uhr angepfiffen – eine Verlängerung der Saison in der Relegation auf jeden Fall verhindern.

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Einfach wird das für keine der beiden Mannschaften. Fridolfing empfängt mit dem SV Linde Tacherting (6./32) die stärkste Rückrunden-Mannschaft, die nun seit zehn Spielen unbesiegt ist. Trotzdem ist Fridolfings Trainer Bernhard Zeif zuversichtlich: »Nach der katastrophalen Vorrunde haben wir es in der eigenen Hand, die Klasse direkt zu halten«, betont er. Zwar sei es »nicht unbedingt schlecht«, dass Berchtesgaden seine Mannschaft zurückzieht, den Zeitpunkt der offiziellen Meldung hält Bernhard Zeif dennoch für »grenzwertig – und zwar für alle Mannschaften im Abstiegskampf.«

Nun gilt die ganze Konzentration aber dem entscheidenden Spiel heute – und Bernhard Zeif ist gewarnt: »Mit Tacherting haben wir die momentan wohl beste Mannschaft der Liga vor der Brust.« Die Gäste könnten mit einem Sieg sogar noch auf den 2. Platz klettern, wenn die Konkurrenten alle patzen.

Den Aufstiegs-Relegationsrang hat aber auch der TSV Tittmoning (4./34) immer noch im Blick, der mit dem SV Oberteisendorf (12./20) den zweiten abstiegsbedrohten Verein der Liga empfängt. Mit einem Sieg hätten die Gastgeber noch Chancen, über die Relegation den direkten Wiederaufstieg zu schaffen. Die Mannschaft von Spielertrainer Kevin Kostner hatte bis zum 23. Spieltag durchgängig auf dem 1. oder 2. Platz gelegen und erst im Saisonendspurt ihre gute Ausgangslage für den Aufstieg verspielt.

Oberteisendorf braucht nicht nur drei Punkte, um die verheerende Rückrunden-Bilanz – den letzten Sieg gab es im Oktober, anschließend blieb der SVO neun Spiele lang ohne Erfolg – ein wenig aufzubessern, sondern könnte ebenfalls noch den direkten Klassenerhalt schaffen – wenn Fridolfing keinen Sieg holt.

Noch enger als am Tabellenende geht es in der vorderen Tabellenhälfte zu: Neben Tittmoning und Tacherting haben noch drei weitere Mannschaften die Chance, den 2. Tabellenplatz zu erobern: Die beste Ausgangsposition hat der SC Vachendorf als Tabellendritter (34), der den bereits geretteten SV Laufen (10./24) empfängt – die Gäste sind zudem das zweitschwächste Auswärtsteam der Liga und haben bisher erst drei Saisonerfolge auf fremdem Rasen gefeiert.

In Lauerstellung liegt aber auch noch der SC Anger (5./32), der im Heimspiel gegen den FC Bischofswiesen (9./24) antritt. Im Spiel zwischen dem TSV Heiligkreuz (7./25) und Meister ASV Piding (1./44) geht es für beide Mannschaften nur noch um einen passenden Saisonausklang. jom