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»Heimsieg« für Bergradler des RSV Traunstein

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Er holte sich mit Hermann Bogner den Sieg bei den Zweierteams der Herren: Jörg Schoder (vorn), hier mit Markus Mair (Triathlon TSV Altenmarkt), der gemeinsam mit Karin Mair bei den Zweier-Mixedteams den vierten Platz erreichte.

Einen »Heimsieg« gab es beim Zwölf-Stunden-MTB-Rennen, das die Deutsche Polizeigewerkschaft in Traunstein ausrichtete. Denn im Wettbewerb der Vierer-Mixed-Teams setzte sich beim Chiemgau-Alpencup die Mannschaft des RSV Traunstein durch.


Es waren insgesamt 9 Einzelfahrer, 14 Zweier-Teams und 13 Vierer-Teams dabei.

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Für die Bergradler galt es, innerhalb der zwölf Stunden vom Festplatz aus auf der Bürgerwaldstraße möglichst viele Runden in Richtung Hütt in den Bürgerwald und zurück zu schaffen. Jede Runde hatte circa 8 Kilometer Länge bei gut 150 Höhenmetern.

Für den RSV 1948 Traunstein waren zwei Mannschaften am Start. Das Vierer-Mixed-Team mit Elmar Heimerl, Sonja Mandlmeier, Günter Schambeck und Marina Schenk und das Vierer-Senioren-Team mit Herrmann Gmeiner, Rolf Hebgen, Josef Piller und Rainer Schmidt.

Für die Mixed-Auswahl des RSV absolvierte Elmar Heimerl als Startfahrer die ersten Runden, für die Senioren-Mannschaft Rainer Schmidt. Beide Teams wählten die gleiche Taktik. Jeder Fahrer fuhr zwei Runden, danach wurde auf den Teamkollegen gewechselt, sodass jeder Fahrer des Vierer-Teams ca. 9 Runden mit insgesamt ca. 70 km fuhr.

In der Mixed-Wertung war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Traunsteinern und dem Team »Bikeinspektoren« aus München. Letztlich setzten sich die Traunsteiner mit gleicher Rundenanzahl, aber acht Minuten Vorsprung durch.

Bei den Herren Allgemein siegte das Team »Arzter Wadlbeißer« aus Eisenärzt mit Rigo Fleischmann, Thomas Graf, Thomas Scheck und Martin Hagemeister vor dem Team Icehouse und dem Team Bepo. Die Senioren-Mannschaft des RSV Traunstein belegte den 7. Platz unter all den Youngstern.

Die »Wadlbeißer« überzeugten durch mannschaftliche Geschlossenheit. Von ihren 40 Runden (312,0 Kilometer) fuhr jeder der Beteiligten je zehn. Und das war zudem eine »Punktlandung«: Denn die Wadlbeißer waren in 11:59 Stunden mit ihrer Schlussrunde gerade noch in der Zeit.

Ebenfalls 40 Runden schafften die Sieger bei den Zweierteams der Herren, Hermann Bogner und Jörg Schoder. Sie setzen sich vor dem Team Radar-Kiefer sowie den »British Boys« mit den britischen Spitzenbiathleten Dan Fuller und Joel Smith durch.

Beeindruckend war auch die Leistung der besten Einzelfahrer: Hier setzte sich Matthias Westermeier (KPi/Z/Obby Nord) durch, der seine 35 Runden (273 km) in 11:46:45 Stunden etwas schneller bewältigte als sein Verfolger Christian Zinecker (11:54:08). Das Duo überwand dabei jeweils gut 5300 Höhenmeter – das entspricht etwa 26 Fahrten hinauf auf den Hochberg oder fast fünfmal auf den Hochfellngipfel.

Das einzige reine Frauenteam bei den Zweiermannschaften bildeten Gabi Schmid und Melanie Deppisch, die mit ihren 34 Runden unter anderem drei der Zweierteams der Herren hinter sich ließen.

Im Zweier-Mixed setzten sich Peter Scherrer/Evi Weinberger vom Team Equipe Velo Oberland mit 35 Runden durch.

Als Trainingseinheit nutzten die drei heimischen Biathleten Korbinian Raschke (SC Bergen), Michael Willeitner (SK Berchtesgaden) und Robin Möbus (TSV Siegsdorf) – alle vom Bundesleistungszentrum der Bundespolizei in Bad Endorf – einen Teil des Rennens.

»Die Beteiligung war für die erste Auflage in Ordnung, aber beim nächsten Mal dürfen es ruhig mehr werden«, so Alexander Zopf vom Veranstalter. Er verweist darauf, »dass wir das Rennen diesmal nur begrenzt beworben haben, da werden wir beim nächsten Mal noch aktiver.«

Mit dem organisatorischen Ablauf zeigte er sich sehr zufrieden. »Die im Zielraum bereitstehenden Malteser hatten wenig zu tun.« Ein Grund dafür war sicher, dass die anspruchsvolle, aber technisch nicht allzu schwierige Strecke auch für Hobbyfahrer sehr gut zu bewältigen war.

Auch das Rahmenprogramm mit Fahrrad-Tests, Infos rund ums Rad, einem Downhill-Schnupperkurs und einem Fahrtechniktraining etc. sei gut angekommen. Hier sei das Interesse zum nächsten Mal ebenfalls noch zu steigern »aber diesmal war es das erste richtig schöne Wochenende im Jahr, da hatten viele Leute eben andere Pläne«, weiß Zopf.

Ein großes Lob sprachen die Veranstalter allen Helfern aus, »wobei uns besonders das THW bei den Vorbereitungen und am Renntag hervorragend unterstützt hat, obwohl die am gleichen Tag noch einen anderen großen Einsatz hatten und an den Tagen zuvor wegen des Hochwassers kräftig gefordert waren.« who