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Heimsieg beim Wintercup in Ruhpolding

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Sie durften sich über ihre starken Leistungen in Ruhpolding freuen (von links): Philipp Schroll (1./TC Piding), Alexander Mozgovoy (2./TC Amberg am Schanzl), Ribana Roth (1./TC Rot-Weiß Berlin) und Courtney Collins (2./TC Rot-Blau Regensburg). (Foto: Zeindl)

In Philipp Schroll vom TC Piding konnte ein heimischer Tennisspieler beim Chiemgauer Wintercup in Ruhpolding den Titel erreichen. Im Finale konnte er eine kuriose Partie gegen den Russen Alexander Mozgovoy (European Tennis Base Rif) noch drehen. Bei den Damen bestritten zwei Ungesetzte das Finale. Den Titel holte die Berlinerin Ribana Roth gegen die Amerikanerin Courtney Collins.


Beim dritten von vier Turnieren des Chiemgauer Wintercups der Damen und Herren in Ruhpolding schwächelten die Meldezahlen der Herren etwas. Dagegen zeigten die Damen mit 18 LK-1-Spielerinnen von 25 Teilnehmerinnen, wie hoch das Niveau derzeit ist. Darüber hinaus kann inzwischen keine Top-Spielerin mehr vor einer Niederlage in der ersten Runde sicher sein.

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Es erwischte sowohl die an 1 gesetzte Bettina Meusel (TC Glückauf Kropfmühl) gegen die spätere Siegerin Ribana Roth (LTTC Rot-Weiß Berlin), als auch die Württembergerin Elena Rief auf der Setzposition zwei gegen die Pidingerin Ina Schindler.

Schindler spielte in der dritten Runde dann gegen die spätere Finalistin Courtney Collins (TC Rot-Blau Regensburg) auch mit Siegchancen, Collins überzeugte aber durch einen donnerharten Aufschlag und ließ so Schindler wenige Möglichkeiten bei ihrem Aufschlag. In dem darauffolgenden Halbfinale rang Collins dann Verena Gantschnig (GW Luitpoldpark München) ebenso knapp nieder. Gantschnig wiederum behielt in einem Zitterspiel gegen Marlene Hermann (TC BW Dresden-Blasewitz) mit 0:6/6:3 und 10:8 im Match-Tie-Break dann zumindest noch den Platz auf dem Stockerl. Roth überzeugte auch im Finale gegen Collins und gab in ihren fünf Begegnungen insgesamt nur zwölf Spiele ab.

Bei den Herren ist das Niveau der besten Spieler durchwegs sehr hoch. Auf Position 1 war der Salzburger Daniel Geib gesetzt, er verlor aber gegen den Russen Matwej Khomontowskij glatt in zwei Sätzen. Dessen nächster Gegner Philipp Schroll (TC Piding) erkannte aus der Spielanalyse von Geib, dass er unbedingt druckvoller gegen Khomentowskij agieren musste. Mit einem knappen 6:4/6:4 konnte Schroll dann auch ins Finale gegen den jungen Russen Alexander Mozgovoy einziehen.

Mozgovoy, der in Hallein-Rif in der Tennisbase von Ulf Fischer und Gerald Mild hospitiert, zeigte anfangs sein Können und ließ mit einem klaren 6:0 Schroll wenige Chancen. Schroll zeigte im weiteren Verlauf aber, dass er den Sieg mehr wollte, und konnte mit 6:4 den zweiten Durchgang und mit 10:6 den abschließenden Tie-Break für sich entscheiden. Der in der unteren Hälfte Top-Gesetzte Maximilian Engshuber (TSV Starnberg) hatte weder gegen Mozgovoy noch gegen Khomontowskij echte Chancen und belegte den vierten Platz.

Mit dem vierten Turnier vom 20. bis 22. Februar schließt die heurige Wintercup-Serie ab. Gerade bei den Herren haben sich schon einige Hochkaräter angekündigt, die noch beim Januar-Turnier verhindert waren.

Der Standort Ruhpolding hat mit dem Februar-Turnier dann immerhin schon 28 Turniere seit dem Start im Jahr 2009 bewältigt und ist zum wichtigsten Standbein im Wintertennis in Bayern geworden. fb