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Heimisches Trio überzeugt in Oschersleben

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Sie fuhren im zweiten Rennen des ADAC GT Masters in Oschersleben auf den fünften Platz vor: Christopher Haase/Christiaan Frankenhout (vorn). (Foto: Car Collection Motorsport)

Gute Leistungen boten die drei beteiligten heimischen Sportler beim Auftakt des ADAC GT Masters: Sowohl Christopher Haase (Kirchanschöring) und Martin Tomczyk (Rosenheim) im GT Masters als auch Sophia Flörsch (Grünwald/ADAC Südbayern) in der ADAC Formel 4 mischten in Oschersleben munter auf den vorderen Plätzen mit.


Allerdings hatten Christiaan Frankenhout/Christopher Haase im und vor dem ersten Rennen Pech. Das Duo des Teams Car Collection Motorsport musste sich im Audi R8 LMS mit dem 23. Rang begnügen. Haase: »Wir hatten ab dem ersten Training mit Setup-Problemen zu kämpfen, vor allem das Getriebe wollte nicht richtig funktionieren. So gab es im Qualifying für das erste Rennen nur Platz 24. Das Team hat danach aber wirklich tolle Arbeit geleistet, das gesamte Auto zerlegt und gecheckt, worauf es im ersten Rennlauf viel, viel besser lief.« Schon Frankenhout machte viele Plätze gut, Haase setzte die Aufholjagd fort: »Ich hab’s bis auf Platz neun geschafft«, freut er sich.

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Kleine Kollision führt zu Zeitstrafe

Doch auf seinem Weg durch das Feld hatte er viele harte Zweikämpfe: »Leider habe ich dabei meine Kollegin Rahel Frey berührt, was die Rennleitung als vermeidbare Kollision wertete, worauf wir eine Zeitstrafe von 30 Sekunden bekamen. Es tut mir leid für Rahel und das Team, aber in diesem starken Feld geht es so eng zur Sache, dass sich kleinere Kollisionen nicht vermeiden lassen ...«

Beim Sieg von Sebastian Asch/Luca Ludwig (Team Zakspeed) im Mercedes AMG GT 3 vor den beiden Audi-Teams Connor de Philippi (USA)/Christopher Mies sowie Peter Hoevenaars (Niederlande)/Marc Basseng kamen Jesse Krohn/Martin Tomczyk im BMW M6 GT3 von Schubert Motorsport auf den fünften Platz.

Im zweiten Rennen lagen Rolf Ineichen/Christian Engelhart mit ihrem Lamborghini Huracan GT 3 hauchdünn vor de Philippi/Mies. Dritte wurden Florian Stoll/Laurens Vanthoor in ihrem Audi R8 LMS vor Nikolaj Rogivue/Felix Rosenqvist (Zakspeed Mercedes). Fünfte wurden Frankenhout und Haase, Rang 8 erkämpften Krohn/Tomczyk. Das Rennen verlief turbulent, (ein Abbruch, zweimal Safety Car), doch »es war ein super Job des Teams beim Boxenstopp und eine grandiose Fahrt von Christiaan«, freute sich Haase.

Auch Tomczyk war zufrieden. »Insgesamt war das ein schöner Einstand für den BMW M6 GT3 im ADAC GT Masters. Leider hatte ich Pech im Qualifying für das zweite Rennen, ansonsten wäre noch einiges mehr möglich gewesen. Mit Jesse Krohn zusammenzuarbeiten, hat mir sehr viel Spaß gemacht. Er ist wirklich ein sehr guter Fahrer.« Tomczyk war hier Gastfahrer, im Deutschen Tourenwagen Masters bestreitet er die komplette Saison für das Freilassinger Team Schnitzer. Saisonauftakt ist hier am 7./8. Mai in Hockenheim.

Einen gelungenen Einstand verbuchte auch Sophia Flörsch. Die 15-Jährige aus dem Oscherslebener Team Motopark fuhr in der prominent besetzten Konkurrenz als Neunte des ersten Rennens gleich in die Punkteränge. Pech hatte sie im zweiten Lauf, als sie ausschied. Doch im dritten Durchgang machte sie noch einmal mächtig Dampf. Hier gewann der 17-jährige Mick Schumacher (Prema Powerteam) vor dem Australier Joey Mawson (Team Van Amersfoort Racing) und Thomas Preining vom Salzburger Team Lechner Racing. Hinter dem Spitzentrio folgten Michael Waldherr (Lechner) und die von der ADAC Stiftung Sport geförderte Flörsch.

Sie hatte zeitweise sogar geführt. Auch nachdem Schumacher und Mawson vorbeigezogen waren, erschien ein Podestplatz möglich. Doch nach einem Kontakt mit Job van Uitert (Jenzer Motorsport) musste sie noch die beiden Lechner-Piloten Preining und Waldherr ziehen lassen.

»Viel gelernt und ein positives Gefühl«

Insgesamt »bin ich sehr zufrieden. Der Speed war im Trockenen sowie im Nassen da und wir haben gezeigt, dass wir schnell sind. Auch wenn das Glück nicht immer auf meiner Seite war, habe ich viel Neues gelernt und gehe mit einem positiven Gefühl ins nächste Rennen am Sachsenring. Ein großer Dank geht an mein Team Motopark, das eine tolle Leistung gebracht hat«, freute sich Flörsch. who