weather-image
12°

Heimisches Trio mit hohen Zielen

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Gut gelaunt vor malerischer Kulisse: die drei heimischen Motorsportler (von links) Franzi Kadlec, Martin Tomczyk und Hermann Gaßner junior. (Foto: Brandstätter)

Die Saison hat inzwischen praktisch für alle heimischen Motorsportler begonnen – und drei von ihnen präsentierte der ADAC Südbayern bei seinem Medientreffen. DTM-Pilot Martin Tomczyk (Rosenheim), Hermann Gaßner junior (Surheim) und Motorrad-Trial-Talent Franzi Kadlec sprachen in Prien dabei über ihre Aussichten und Ziele.


Tomczyk kam ein wenig gehandicapt zum Treffen, denn bei seinem Ausrutscher (kalte Bremsen) im ersten DTM-Lauf hatte er sich an der Hand verletzt. Mit Tape sei das »aber kein Problem« gewesen, so der DTM-Champion von 2011. Das bewies er dann im zweiten Lauf. Da wurde der 33-Jährige Vierter. Der Fahrer des Teams Schnitzer aus Freilassing war damit bester BMW-Pilot und ist dies auch in der Gesamtwertung. Froh zeigte er sich darüber, dass er seit vergangenem Jahr wieder in einem bayerischen Team Gas geben kann – wie er es früher schon viele Jahre lang bei Audi im Team Abt (Kempten) getan hatte. »Natürlich arbeiten alle Teams professionell, aber das ist schon noch etwas Besonderes«, so der Familienvater, der inzwischen auch von Basel wieder in seine Heimat nach Rosenheim gezogen ist.

Anzeige

Aus der Heimat in die Welt zieht dagegen gerade Franzi Kadlec. Der 17-jährige Motorradtrial-Pilot ist nach seinem Gewinn des EM-Titels 2014 heuer erstmals in der WM am Start – und holte gleich zum Auftakt in Motegi (Japan) als 15. und 13. jeweils WM-Punkte. In seiner Sportart, in der vor allem Geschicklichkeit und Konzentration gefragt sind, will sich der junge Pilot aus Reichersbeuern bald auch international einen Namen machen. Denn mit seinem Nachnamen haben die internationalen Veranstalter noch einige Probleme. In England wurde er sogar einmal als »Franz-Xaver Komet« angekündigt – Ansporn genug, am »kometenhaften« Aufstieg zu arbeiten.

Einen schnellen Aufstieg hatte auch Hermann Gaßner junior verzeichnet, als er in den Rallyesport einstieg. Doch trotz großer sportlicher Erfolge ist er derzeit »Rallyefahrer im Wartestand«. Immerhin vertritt derzeit wenigstens sein Vater Hermann Gaßner senior die Familie bei Wettbewerben. »Der Papa muss auch fahren, sonst hätten wir den ja die ganze Zeit daheim« schmunzelt der Junior – und wünscht sich natürlich trotzdem, bald selbst wieder ins Lenkrad greifen zu können ... who