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Heimisches Trio kämpft um WM-Platz

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So packende Zweikämpfe wie hier mit Günther Bauer (vorn) sind auch bei der WM-Qualifikation am heutigen Samstag in Schweden zu erwarten. (Foto: Weitz)

Gleich mit drei heimischen »Eisen im Feuer« findet die Qualifikation zur Eisspeedway-Weltmeisterschaft (Grand Prix) statt. Am heutigen Samstag ab 17 Uhr treten in Norrköping (Schweden) Günther Bauer (Schleching), Stefan Pletschacher (Ruhpolding) und Max Niedermaier (Edling) an, um einen der sieben noch freien Plätze für den GP zu erhalten.


Das wird ein sehr schweres Unterfangen: Denn das Feld ist gespickt mit internationalen Spitzenfahrern, und so wäre es schon eine positive Überraschung, wenn sich mehr als ein Deutscher einen Platz für die gesamte GP-Serie erkämpfen könnte, die ja auch am 16./17. März in Inzell in der Max-Aicher-Arena Station macht.

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Die drei russischen Teilnehmer – Witali Khomisewitsch (2011 WM-Fünfter), Pawel Tschajka (2010 WM-Elfter) und Eduard Krysow (2012 WM-Sechster) – gelten als klare Anwärter auf die GP-Plätze. Ex-Vizeweltmeister Franz Zorn (Saalfelden), im Vorjahr WM-Neunter (wobei die ersten sechs Plätze an russische Fahrer gingen) ist ebenfalls in starker Verfassung, »der ist von seinem Tempo her für uns einfach außer Reichweite«, stellte Günther Bauer unlängst beim Testrennen in Weißenbach fest.

Patzt keiner dieser vier Favoriten, geht es für die anderen zwölf Piloten also nur noch um drei freie Plätze. Und da werden WM-Routinier Stefan Svensson und sein Landsmann Per Anders Lindström (beide Schweden) vor heimischem Publikum wohl mächtig Gas geben – dass zumindest einer von beiden durchkommt, erscheint relativ wahrscheinlich.

Auch die tschechischen Brüder Jan und Antonin Klatovsky gehören zu den Mitfavoriten, die das deutsche Trio hinter sich lassen müsste. Die Niederländer Rene Stellingwerf (2012: 13. der WM) und Sven Holstein sind zumindest schwer zu bezwingende Kontrahenten. Nicht ganz so hoch ist vermutlich Tomi Tani (Finnland) einzuschätzen – doch die Finnen haben traditionell sehr gute Fahrer aufzuweisen.

So muss es für das deutsche Aushängeschild Bauer, den per FIM-Wildcard ins Feld gerückten Pletschacher sowie den nach einem Schlüsselbeinbruch noch etwas angeschlagenen Niedermaier schon optimal laufen, wenn zunächst einmal ein Platz im Halbfinale ergattert werden soll. In dieses kommen die acht punktbesten Fahrer.

Dann wird's ein wenig kurios: die jeweils ersten Zwei der beiden Halbfinals ziehen ins Finale ein und haben ihr WM-Ticket sicher. Die Dritten und Vierten der Semifinals müssen in den »Last Chance Heat«. Wer hier Vierter wird, ist draußen, die ersten Drei sind im GP dabei – unabhängig davon, ob sie im Tagesverlauf mehr Punkte gesammelt haben als der ausgeschiedene Konkurrent.

Ebenfalls noch im Feld dabei ist der Kössener Martin Leitner. Er hatte sich bereits im vergangenen Jahr näher an die Weltspitze herangearbeitet und könnte auch mit ein wenig Glück ins Halbfinale einziehen, während dies Miroslaw Daniczewski (Polen) wohl heuer noch nicht gelingen dürfte. 2012 – als es drei Qualifikationen gab – war Daniczewski bei der WM-Qualifikation in Sanok (Polen) auf Rang 14 gelandet. Leitner hatte als Sechster vor Stefan Pletschacher hauchdünn einen Fixplatz im GP verfehlt.

Die Veranstalter in Inzell hoffen natürlich darauf, dass sich aus dem deutschen Trio möglichst viele Fahrer einen GP-Platz ergattern. Ebenso setzen sie darauf, dass auch Österreichs »Zugpferd« Zorn und vielleicht auch Leitner den Weg in den GP schaffen – Harald Simon (Pfaffenschlag) gehört zu den sieben Piloten, die ohnehin schon für das WM-Feld gesetzt sind. Einen deutschen Fahrer können die Veranstalter in Inzell dann noch selbst ins Feld bringen, denn es gibt pro GP-Ort je eine Veranstalter-Wildcard. who